Zum Inhalt

Ein farbenprächtiges Fresko aus dem Jahr 1340 gehört zu den markanten Details der Chiesa di San Francesco in Cortemilia. Die Gründung der Kirche wird dem heiligen Franziskus zugeschrieben und auf das Jahr 1213 datiert. Für einen Besuch ist eine vorherige Reservierung beim Tourismus- und Kulturamt der Gemeinde Cortemilia erforderlich. Wenn San Francesco auf Ihrem Plan steht, klären Sie die Reservierung vor der Reise.

Kirchen, Sammlung und Festung

Auch die antike Pieve di Santa Maria zeigt mehrere historische Bauphasen: Sie ist eine romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert und wurde im 13. Jahrhundert teilweise wiederaufgebaut. Das Diözesanmuseum MUDI befindet sich in der Kirche Santissima Trinità. Das Museo Diocesano di Cortemilia bewahrt religiöse und volksfromme Kultgegenstände, darunter die Santa Spina.

Zur Architekturgeschichte des Ortes gehört außerdem die Festung der Marchesi Del Carretto. Erhalten sind mächtige Mauern und ein schöner, heute beschädigter zylindrischer Turm mit sechs Stockwerken. Die Kirchen und die Festung bieten unterschiedliche Einblicke: Hier stehen sakrale Baugeschichte und eine wehrhafte Anlage nebeneinander, ohne dass sich ihre jeweiligen Epochen zu einer einzigen Zeitstufe zusammenfassen lassen.

Terrassen, Wege und Ausblicke

Die Hügel rund um Cortemilia sind von terrassierten Feldern geprägt, die durch Trockenmauern aus Langa-Stein eingeebnet werden. Diese Mauern gehören damit ebenso zum Landschaftsbild wie die gestuften Felder. Monteoliveto ist ein thematischer Standort des Ecomuseo di Cortemilia. Von der antiken Pieve führt ein gepflasterter Weg zum Gipfel; von dort reicht der Blick auf Cortemilia und zwei Täler. Das Ecomuseo umfasst insgesamt drei thematische Standorte, die zu Fuß erreichbar sind.

Ein weiterer Einblick in die Bau- und Alltagskultur der Alta Langa bietet sich im Ortsteil Doglio: Dort steht der restaurierte steinerne Kastanientrockner „scau“, ein typisches Beispiel mit rundem Grundriss und kegelförmigem Dach. Im Jahresverlauf finden dort Thementage, Veranstaltungen und gesellige Zusammenkünfte statt. So verbindet sich ein konkretes Bauwerk mit wiederkehrenden Anlässen im Ortsteil.

Routen und Orientierung im Ort

Die Route „Cortemilia, Family, Nuts and Story“ ist an den Weg CNC100A angebunden. Für Radfahrende ist die Tour „Sua Maestà la Nocciola Tonda Gentile“ eine andere Art der Erkundung: Sie weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf, beginnt mit einem erheblichen Anstieg, verläuft anschließend über einen Grat und endet mit einem Abstieg. Da Oberflächenzustand und Pflege variieren können, lohnt es sich, die aktuellen Verhältnisse vor der Tour zu prüfen.

Eine eiserne Fußgängerbrücke, örtlich „la pontina“ genannt, verbindet den Ortsteil San Pantaleo am rechten Ufer mit San Michele am linken Ufer. Die Brücke ist damit ein konkreter Orientierungspunkt zwischen den beiden Ortsteilen und Ufern.

Haselnuss als Teil des Ortslebens

Die Haselnuss prägt auch Cortemilias kulinarische Identität: Die Torta di Nocciole gehört zu den typischen Spezialitäten des Ortes. Jedes Jahr findet hier außerdem die Fiera Nazionale della Nocciola statt, die die Haselnusssorte Tonda Gentile feiert. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf die Messe abstimmen möchten, prüfen Sie die Termine des jeweiligen Jahres. Zusammen geben Spezialität und wiederkehrende Messe der Haselnusstradition einen konkreten Bezug zum Ort, neben den Kirchen, Wegen und der Kulturlandschaft.

Weitere Reiseziele entdecken: Castelletto Stura, Bossolasco, Monteu Roero, Roddi, Bosia, Valpone, Grinzane Cavour, Bagnasco

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cuneo.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.