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Monchiero verbindet eine markante Flusslage mit einem Ortsbild, dessen historische und sakrale Schichten sich zeitlich gut ordnen lassen. Die Lage am Tanaro und die Entwicklung der beiden Rosario-Kirchen zeigen diese Kombination.

Flusslage, Anhöhen und Weinbau

Monchiero liegt dort, wo sich der gewundene Tanaro im Tal verbreitert. Einen markanten geografischen Punkt bildet der Hügel San Colombano am Zusammenfluss von Bach Rea und Tanaro; von dort reicht der Blick über Hügel und Berge. Der historische Ortskern liegt auf einer Anhöhe an der Straße, die nach Monforte hinaufführt. Monchiero Alto ist ein altes Dorf in den Langhe-Hügeln, umgeben von Weinreihen mit Nebbiolo und Dolcetto. Fluss, Anhöhen und Weinbau beschreiben so verschiedene Aspekte des Ortsbilds: den breiter werdenden Tanaro im Tal, den erhöhten historischen Kern und die von Reben geprägte Umgebung von Monchiero Alto.

Das Heiligtum und die Pfarrkirche

Das Santuario della SS Vergine Incoronata o del Rosario steht auf dem Gelände einer Pfarrkirche, die bereits 1325 urkundlich erwähnt wurde. 1773 wurde es offiziell zum Heiligtum erklärt. 1849 wurde der Bau nach einem Entwurf des aus Alba stammenden Architekten Giorgio Busca erweitert; dabei erhielt er zwei Glockentürme an der Fassade und einen vorgelagerten Portikus. Seit 1950, dem Jahr der Weihe der neuen Pfarrkirche im unteren Ortsteil, trägt das Gebäude nur noch den Status eines der SS. Vergine Incoronata beziehungsweise des Rosenkranzes geweihten Heiligtums. Die Jahreszahlen machen die Abfolge von früherer Pfarrkirche, Heiligtum und Erweiterung nachvollziehbar.

Die Chiesa Parrocchiale della Beata Vergine del Rosario wurde ab 1947 nach einem Entwurf von Oreste Dellapiana errichtet und 1950 geweiht. Ihre Kunstwerke sind mehreren Bereichen zugeordnet: Mario Michelotti gestaltete die beiden Seitenaltäre, Claudio Bonichi das Apsidenbecken und Eso Peluzzi das Taufbecken. Im Presbyterium befinden sich zwei große Gemälde von Peluzzi sowie drei Gemälde von Mario Caffaro Rore. Damit lässt sich die Kirche sowohl über ihre Bauzeit als auch über die Werke und ihre jeweiligen Positionen einordnen. Für Kunstinteressierte bietet die Nennung der Künstler eine konkrete Ergänzung zur Geschichte des Gebäudes.

Musei Peluzzi Bonichi und Besuchsplanung

Die Musei Peluzzi Bonichi wurden im Borgo Antico von Monchiero in der Chiesa dei Battuti wiedereröffnet, einem Oratorio dei disciplinati, das als Ausstellungsort der Werke dient. Die Wiedereröffnung wurde am 5. August 2026 bekanntgegeben. Vom 7. August bis 4. September 2026 waren die Museen täglich außer montags von 09:30 bis 12:30 Uhr sowie von 16:00 bis 19:30 Uhr geöffnet. Für einen späteren Besuch sollten Sie die aktuellen Öffnungstermine prüfen.

Auch das CAI-Programm 2026 verzeichnet Monchiero auf dem Weg 309 mit einer Höhenangabe von 235 m. Zusammen mit dem historischen Ortskern auf der Anhöhe und der Landschaft am Tanaro ergibt das mehrere unterschiedliche Anhaltspunkte, um Monchiero nach den eigenen Interessen einzuordnen.

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