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Die Rocche rund um Montà verbinden trockene Kämme mit feuchten Schluchten. Kiefern und Steineichen prägen die Vegetation auf den Höhen, während sich in den Schluchten feuchte Lebensräume finden. Dieses Nebeneinander macht die Rocche zum charakteristischsten Landschaftselement von Montà.

Die Rocche werden als wild und labyrinthartig beschrieben. Ihre Entstehung wird mit dem Vorgang der „cattura del Tanaro“ erklärt. Wer Montà über seine Landschaft kennenlernen möchte, findet hier also nicht nur ein markantes Relief, sondern auch einen Wechsel zwischen trockenen und feuchten Lebensräumen.

Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Der Sentiero Religioso folgt dem historischen Pilgerweg vom Ortszentrum von Montà zum Sacro Monte dei Piloni und wieder zurück. Die Route führt durch das Valle Diana und entlang des Rio Canneto. In Montà verläuft die Route über den ausgeschilderten Sentiero S1 – Grande Sentiero del Roero; den Wegweisern können Sie folgen.

Der Sentiero del Tartufo ist ein Rundweg von etwa fünf Kilometern. Er verbindet schattige Pfade der Trüffelsucher mit sandigen Weinbergen und Landschaften, die von Ciabòt gesäumt sind. Für diesen Weg sind damit sowohl die ungefähre Länge als auch die Rundform benannt. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegbedingungen.

Eine andere Orientierung bietet der Sentiero del Castagno: Er ist für erfahrene Wanderer der Schwierigkeitsstufe EE vorgesehen. Auf dem Weg liegt ein künstliches Biotop, ein Wasserbecken, das verschiedenen Zugvogelarten als Rückzugsgebiet dient. Die kurze Strada delle Masche setzt dagegen einen panoramischen Schwerpunkt. Sie beginnt am Stadtturm von Montà und führt zu einem natürlichen Aussichtsbalkon über die umliegenden Hügel.

So unterscheiden sich die Wege nach dem, was für Sie bei der Auswahl zählt: Beim Sentiero del Tartufo sind Rundform und ungefähre Länge hilfreich, beim Sentiero del Castagno die Einstufung für erfahrene Wanderer. Die Strada delle Masche wird als kurzer Panoramaweg beschrieben, während der Sentiero Religioso einem historischen Pilgerweg folgt.

Pilgergeschichte, Kirche und Fresko

Das Santuario dei Piloni ist ein alter, vorchristlicher Kultort, in den später die christliche Verehrung integriert wurde. Die religiöse Geschichte Montàs lässt sich auch an der Chiesa dei SS. Giacomo e Filippo Minore ablesen: An ihrer spätromanischen Fassade sind zwei Marmorgesichter aus römischer Zeit und Reste einer Ziegeldekoration aus dem 13. Jahrhundert erhalten.

Ein weiteres historisches Zeugnis ist ein großes Fresko aus dem Jahr 1936 mit dem Porträt von Benito Mussolini. Es gilt als eines der bedeutendsten erhaltenen Beispiele faschistischer Ikonografie im Piemont. Damit treffen in Montà unterschiedliche historische Spuren aufeinander: die ältere Kultstätte, mittelalterliche Bauelemente und ein Fresko aus dem 20. Jahrhundert.

Wein, Honig und Trüffelsuche

In Montà werden Besuche und Verkostungen in Weinkellereien landwirtschaftlicher Betriebe angeboten, die Roero-Weine der DOCG erzeugen. Auch bei Imkereibetrieben, die Akazien-, Kastanien- und Millefiori-Honig herstellen, sind Besuche und Verkostungen möglich. Klären Sie die Teilnahme und Absprachen vorab direkt mit dem jeweiligen Betrieb, da sich beteiligte Betriebe und Vereinbarungen ändern können.

Für eine aktive Beschäftigung mit dem Thema Trüffel können Besucher an einer simulierten Trüffelsuche mit örtlichen Trifolao teilnehmen. Damit unterscheiden sich die kulinarischen Erlebnisse nach ihrem Schwerpunkt: Bei den Besuchen in Weinkellereien und Imkereien stehen Verkostungen regionaler Erzeugnisse im Mittelpunkt; bei der simulierten Suche das Mitmachen mit örtlichen Trüffelsuchern.

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