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Verduno lässt sich aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen: über die Geschichte des Schlosses, das Heiligtum des seligen Sebastiano Valfrè, den Wein Verduno Pelaverga und die Aussicht vom Parco del Belvedere. So stehen an einem Ort kulturelles Erbe, Weintradition und Landschaft als unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl.

Panoramablick im Parco del Belvedere

Der Parco del Belvedere ist eine grüne Aussichtsterrasse in Verduno. Von hier reicht der Blick über die Langa del Barolo bis in die Alta Langa; zu den Orten im Panorama zählen Serravalle Langhe und Roddino. Der Park bietet damit einen eigenen landschaftlichen Akzent neben der Ortsgeschichte und der Weintradition. Im Parco del Belvedere gibt es außerdem einen Kinderspielplatz und Bänke. Wenn Sie diese Einrichtungen für Ihren Besuch einplanen, prüfen Sie vorab ihren aktuellen Zustand.

Schlossgeschichte und Sebastiano Valfrè

Das Schloss von Verduno stammt wahrscheinlich aus dem 10. Jahrhundert. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts begann die Familie Cerrato mit dem Bau des heutigen Schlosses. Später wurde ein Teil des Schlosses von Carlo Luigi Caisotti nach einem Entwurf des Architekten Juvarra wiederaufgebaut. König Carlo Alberto von Savoyen erwarb das Schloss 1838. Die Angaben verweisen auf verschiedene historische Phasen: eine wahrscheinliche frühe Datierung, den Baubeginn des heutigen Schlosses, einen teilweisen Wiederaufbau und den späteren Erwerb durch den König.

Ein weiterer historischer Schwerpunkt ist das Heiligtum des seligen Sebastiano Valfrè. Auf seinem Geburtshaus entstand Ende des 19. Jahrhunderts eine Kapelle, die 1940 in ein Heiligtum umgewandelt wurde. Das Heiligtum bewahrt intakt das Zimmer aus dem Geburtshaus, in dem Sebastiano Valfrè geboren wurde. Auch die Weintradition ist mit ihm verbunden: Der Überlieferung nach brachte er die ersten Pelaverga-Rebstöcke nach Verduno, aus denen der renommierte Wein der Gegend hervorging.

Verduno Pelaverga: Anbaugebiet und Geschmacksbild

Das Anbaugebiet des Verduno Pelaverga umfasst die gesamte Gemeinde Verduno sowie Teile der Gemeinden La Morra und Roddi. Die ersten Hinweise auf Pelaverga in Verduno finden sich in kommunalen Statuten vom Ende des 15. Jahrhunderts. Ab den 1970er-Jahren gaben lokale Erzeuger dem Anbau der besonderen Rebsorte neue Impulse. Diese zeitliche Einordnung zeigt, wie weit die überlieferten Hinweise zurückreichen und wann die jüngere Entwicklung des Anbaus einsetzte.

Auch die Beschreibung des Weins unterscheidet zwischen Farbe, Frucht und Reife. Verduno Pelaverga zeigt ein zartes Rubinrot mit violetten bis kirschroten Reflexen. Jung getrunken treten florale und fruchtige Noten wie Veilchen und Kirsche hervor. Bei mäßiger Reifung gewinnen würzige Noten von grünem und weißem Pfeffer an Gewicht. Wer sich für die regionale Weinkultur interessiert, findet hier ein konkretes Geschmacksprofil, das zugleich die Bedeutung der Rebsorte für Verduno veranschaulicht.

Der Bar-to-Bar-Weg nach Verduno

Der Bar-to-Bar-Weg, auch Barbaresco–Barolo genannt, ist ein Rundweg in sieben Etappen durch einen großen Teil des Langhe Roero. Er verläuft über wenig befahrene Straßen, unbefestigte Wege, Waldwege und Fahrgassen. Die sechste Etappe führt von Monforte d’Alba nach Verduno, durch die Weinberge des Barolo und vorbei an bekannten Crus, die von Weinliebhabern weltweit gesucht werden. Damit ist Verduno Ziel dieser Etappe und zugleich ein Ort, dessen Weintradition sich auch abseits der Wegstrecke entdecken lässt. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegbedingungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Salmour, Vezza D'alba, Revello, San Matteo, Prazzo Superiore, Ricca-San Rocco Cherasca, Roddino, Neviglie.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cuneo.

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