Das Gebiet von Lesa verbindet den Lago Maggiore mit den grünen Hügeln des Vergante. Das alte Dorf liegt an der Uferpromenade; Paläste, Arkaden und Gassen prägen sein Bild. Dazu kommen Wege durch Laubwälder, die überwiegend aus Kastanien bestehen. So verbindet Lesa Ufer und Ortsgeschichte mit Spaziergängen in einer grünen Hügellandschaft.
Ortsbild und Geschichte am See
Oberhalb von Solcio steht das romanische, San Sebastiano gewidmete Oratorium. Seine ursprüngliche Struktur hat es über die Jahrhunderte nahezu vollständig bewahrt. Das Castellaccio in Lesa wurde errichtet, um den Handelsverkehr auf dem Lago Maggiore zu überwachen; um die Mitte des 14. Jahrhunderts übernahm es die Funktion eines Zollhauses.
Auch die Sala Manzoniana und die Kirche San Martino geben Einblicke in die Geschichte des Ortes. Die Sala Manzoniana bewahrt Bücher, Dokumente und Zeugnisse aus der Zeit des italienischen Risorgimento. Die Geschichte der Kirche San Martino in Lesa reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Erhaltene Mauerreste des alten Mittelschiffs veranschaulichen ihre frühere Struktur und Entwicklung.
Am Strand beim Castellaccio bietet sich ein Ort am See zum Spazierengehen und Entspannen. Damit ergänzt eine ruhige Uferpause die historischen Eindrücke und die Wege in den Hügeln.
Spaziergänge nach Zeit und Ziel wählen
Die Laubwälder von Lesa, überwiegend Kastanienwälder, sind von einem leicht begehbaren Wegenetz durchzogen. Der Varim-Weg ist ein leichter, 2,5 Kilometer langer Spazierweg von Lesa nach Belgirate; dafür werden etwa 30 Minuten benötigt. Er kann durch Felder und entlang von Steinmauern bis nach Villa Lesa fortgesetzt werden. Ein weiterer Spazierweg führt von der Via Gibertini in Richtung Belgirate über einen Abschnitt der antiken römischen Straße.
Zwei Wege in Richtung Comnago setzen unterschiedliche Akzente. Die alte Gemeindestraße von Lesa nach Comnago ist ein breiter Saumpfad, der durch Laubwälder gleichmäßig bergauf führt. Der Mascarana-Weg führt von Lesa durch dichte Kastanienwälder in Richtung Comnago und bietet weite Ausblicke auf den Lago Maggiore.
Für eine längere Wanderung führt der Weg durch das Erno-Tal von Villa Lesa zum Erno-Wasserfall; die Dauer beträgt zwei Stunden. Die alte Straße nach Calogna ist ein Waldweg von Lesa nach Calogna, für den etwa eineinhalb Stunden benötigt werden. Ebenfalls rund eineinhalb Stunden dauert der Rundweg Monte Croce–Motta Rossa von Comnago nach Motta Rossa. Unterwegs bieten sich Ausblicke auf den Monte Rosa und die Alpen.
Auch die Route nach M. Visconti lässt sich zeitlich einordnen: Für sie ist eine Stunde angegeben, dazu Höhenlagen von 206 bis 430 Metern. So stehen ein leichter Spaziergang von etwa 30 Minuten, Routen von rund eineinhalb Stunden und die zweistündige Wanderung durchs Erno-Tal für unterschiedliche Zeitbudgets und Ziele. Die Wege haben dabei jeweils eigene Start- und Zielpunkte. Da sich Wegbedingungen ändern können, prüfen Sie vor einer Wanderung die Bedingungen der gewählten Strecke.
Schiffsverkehr auf dem See
Lesa ist als Anlegestelle im Schiffsverkehr auf dem Lago Maggiore aufgeführt. Schiffsverbindungen und Haltemuster sind saisonabhängig, und Fahrpläne können sich ändern. Wenn Sie eine Fahrt einplanen, prüfen Sie den für Ihr Reisedatum geltenden Fahrplan.
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