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Das Museo dell’Ombrello e del Parasole bietet einen klar umrissenen Schwerpunkt: die Kultur rund um Regenschirm und Sonnenschirm. Die Kirchen von Gignese stehen für eine andere Perspektive, geprägt von Baugeschichte und Kunst. Dazu kommt als eigenständige Aktivität die Wanderroute Itinerario Stresa - Gignese (VL3). Bei der Planung können Sie so entscheiden, ob Sammlung und Architektur oder Wandern für Ihren Aufenthalt stärker im Vordergrund stehen sollen.

Schirmkultur und Museumsgeschichte

Das Museo dell’Ombrello e del Parasole beherbergt etwa 1.500 Exponate, darunter Griffe, Stöcke, Regenschirme und Sonnenschirme. Die Sammlung verbindet damit einzelne Bestandteile mit den fertigen Accessoires. Sie zeigt auch, wie Moden deren Stil vom 19. Jahrhundert bis heute beeinflusst haben. Wer sich für Gestaltung und Alltagsgegenstände interessiert, findet hier einen konkreten Zugang zu beidem: zu den Objekten selbst und zum Wandel ihrer Formen.

Auch die Geschichte des Museums lässt sich an zwei Daten nachvollziehen: Es wurde 1939 gegründet und befindet sich seit 1976 in seinem endgültigen Gebäude. Dessen Form ist drei nebeneinander angeordneten Regenschirmen nachempfunden. Das Motiv führt das Thema des Museums in der Architektur weiter und macht den Bau zu einem Teil der Auseinandersetzung mit der Schirmkultur.

Kirchen, Bauphasen und Kunst

Die Chiesa Parrocchiale di San Maurizio liegt erhöht über Gignese. Erreichbar ist sie über eine breite Treppe aus rosafarbenem Baveno-Granit, die in den 1960er-Jahren errichtet wurde. Die heutige Kirche entstand zwischen 1707 und 1725 auf den Resten eines Vorgängerbaus, der wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert stammte und zwei Schiffe hatte. Von diesem älteren Bau sind der Glockenturm und eine Seitenkapelle erhalten. So treffen an San Maurizio mehrere Bauphasen aufeinander, ohne dass die frühere Kirche vollständig verschwunden ist.

1829 kam der Pronaos, die Vorhalle, hinzu. Der aus Gignese stammende Maler Andrea Francinetti schmückte ihn mit Fresken aus. Gemeinsam mit seinem Sohn Giovanni schuf Francinetti zudem zahlreiche weitere Wandmalereien in der Umgebung. Für eine kulturgeschichtliche Auswahl ergänzt diese Verbindung von Bau und Malerei die deutlich ältere Vorgeschichte des Gebäudes.

Bei der Chiesa di San Rocco steht ein einzelnes Ausstattungsstück im Mittelpunkt: Die Kirche besitzt eine kleine Orgel aus dem 18. Jahrhundert, gefertigt vom Orgelbauer Brunelli und in den 1980er-Jahren restauriert. Die Chiesa Parrocchiale dei SS. Giovanni e Paolo ergänzt die Ortsgeschichte um eine andere Bau- und Stiftungschronologie. Sie wurde um 1790 im korinthischen Stil errichtet; das Grundstück war bereits 1781 von don Carlo Bartolomeo De Antonis aus Vezzo gestiftet worden. Die Chiesa della Madonna della Neve bei dem großen Findling Sasso Papale wurde im Frühsommer 1928 fertiggestellt. Ihre Datierung und der Bezug zum Findling geben diesem Kirchenbau einen eigenen zeitlichen und örtlichen Bezugspunkt.

Wandern und Golf

Das Itinerario Stresa - Gignese (VL3) ist als Wanderroute der Schwierigkeit E eingestuft. Damit steht eine Wanderung als eigener Aktivitätsschwerpunkt neben den Themen Museum, Kirchenarchitektur und Malerei. Der Golf Club Alpino Di Stresa liegt auf einer natürlichen Terrasse zwischen Gignese und Vezzo; die ersten Arbeiten begannen 1924. Wenn Golf für Ihre Reise eine Rolle spielt, prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Spielmöglichkeiten.

Weitere Reiseziele entdecken: San Domenico, Cadarese, Artò, Piedilago, Baveno, Cannobio, Passo, Bracchio

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Verbano-Cusio-Ossola.

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