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In Premosello-Chiovenda stehen unterschiedliche Wegthemen zur Auswahl: Naturraum, eine Wanderung nach Colloro und Geologie. Kirchenbau, ein jährlich gefeiertes Fest und historische Handwerkstechnik ergänzen diese Entdeckungen. Wer eine Unterkunft sucht, kann zuerst überlegen, welche dieser Facetten den Aufenthalt prägen soll.

Wanderwege, Natur und Geologie

Die Naturoase Bosco Tenso wurde 1990 auf kommunalem Grund eingerichtet. Der Weg „Itinerario Bosco Tenso“ verbindet die WWF-Naturoase in Premosello-Chiovenda mit dem mittelalterlichen Ort Vogogna. Er beginnt neben dem städtischen Sportplatz von Premosello-Chiovenda. Naturraum und historischer Ort geben dieser Route ihre eigene Ausrichtung.

„Vivere in salita“ beginnt in Premosello-Chiovenda und endet in Colloro. Die leichte Wanderung verläuft auf einem Saumpfad oder einem gut markierten Weg und ist mit zwölf Informationstafeln ausgestattet. Sie beschreiben Momente aus dem Leben einer Berggemeinschaft. Für den Hinweg sind etwa 50 Minuten, für den Rückweg etwa 30 Minuten angegeben, jeweils ohne Pausen. Zusammen ergeben die Richtwerte etwa 80 Minuten Gehzeit; Pausen sollten Sie zusätzlich einplanen. Die getrennten Zeiten helfen, Hin- und Rückweg bei der Planung einzeln zu berücksichtigen.

Der Sentiero Geologico dauert ohne Pausen etwa eine Stunde. Zwischen Vogogna und Premosello-Chiovenda bietet er die Möglichkeit, gewissermaßen die kontinentale Erdkruste zu durchqueren und Gesteine zu betrachten, die in unterschiedlichen Tiefen entstanden sind. Die Wege setzen damit auch thematisch verschiedene Schwerpunkte: Bei „Vivere in salita“ erzählen die Tafeln vom Leben einer Berggemeinschaft, beim Sentiero Geologico stehen Geologie und Gesteinsentstehung im Mittelpunkt. Für die Zeitplanung sind die Angaben ebenfalls unterschiedlich: Bei „Vivere in salita“ sind Hin- und Rückweg getrennt ausgewiesen, beim Sentiero Geologico ist eine ungefähre Dauer ohne Pausen genannt.

Kirchen, Fest und Handwerk

Die Pfarrkirche Maria Vergine Assunta stammt in ihrer heutigen Form aus dem späten 16. Jahrhundert oder den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts. In der Kirche sind barocke Holzarbeiten erhalten, darunter Beichtstühle, eine Kanzel und ein Sakristeischrank. Neben ihr wurde 1780 das ehemalige Beinhaus erbaut. Bauform, Ausstattung und das ehemalige Beinhaus bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Ortsgeschichte.

Bei der Pfarrkirche San Martino vescovo reichen die genannten Zeitangaben weiter zurück: Die alte Sakristei stammt ungefähr aus dem Jahr 1200, der Neubau der Kirche wurde 1629 fertiggestellt. Die Daten beziehen sich auf unterschiedliche Teile und Bauphasen. In der Kirche San Martino in Cuzzago befinden sich außerdem Statuen aus den „Compianti mutili“, die Arbeiten entstammen, die Giovanni Angelo Del Maino zugeschrieben werden.

In Colloro wird San Gottardo jedes Jahr am 4. Mai mit einer Messe und einer Prozession durch das Dorf gefeiert. Das Datum gibt einen konkreten Bezugspunkt für alle, die dieses Fest in ihren Aufenthalt einbeziehen möchten. Auch die Geschichte des örtlichen Handwerks ist greifbar: Der Antico Torchio di Colloro stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Presse wurde verwendet, um Traubentrester, Walnüsse und Roggen zu Wein, Lampenbrennstoff und Mehl zu verarbeiten. Die verschiedenen Ausgangsstoffe und Erzeugnisse zeigen, dass ihre Nutzung über die Weinherstellung hinausging.

Anreise und Aufenthalt planen

Premosello-Chiovenda ist auch mit dem Zug von Mailand und Novara aus erreichbar. Prüfen Sie vor der Abreise den Fahrplan, da sich Fahrpläne ändern können. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest San Gottardo ausrichten möchten, berücksichtigen Sie den jährlich genannten Termin am 4. Mai.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Verbano-Cusio-Ossola.

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