Rima verbindet Walser-Bauformen und alpine Siedlungsgeschichte mit Wegen durch die Rima-Mulde. Die Bandbreite reicht von einem leichten Rundweg durch Almen bis zur GTA-Etappe Rima–Carcoforo; hinzu kommen megalithische Spuren und ein geschütztes Naturumfeld. Für die Reiseplanung lohnt es sich, zunächst zwischen Ortsgeschichte, einer Runde durch die Almwelt und einer GTA-Etappe zu unterscheiden. So können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts an den Themen ausrichten, die Sie am meisten interessieren.
Walser-Bauformen und Ortsgeschichte
In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entwickelte sich Rima von einer Alm zu einer dauerhaften Siedlung. Das Walser-Hausmodell Rimas lässt sich von unten nach oben lesen: Steinerne Erdgeschosse bilden die Basis; Obergeschosse und Dachböden bestehen aus horizontal ineinandergreifenden Baumstämmen. Breite Laubengänge und mit Beola-Platten gedeckte Dächer vervollständigen diese Bauform. Die unterschiedlichen Materialien und Bauteile machen das Modell zu einem konkreten Zugang zur Ortsgeschichte.
Am Fuß von Rima liegt das Santuario della Madonna delle Grazie. Seine Fassade wird A. Orgiazzi il Vecchio zugeschrieben. Auch ein Handwerksthema ist mit dem Ort verbunden: In der Werkstatt der Associazione del Marmo Artificiale in Rima vermittelt Meister Dellavedova das traditionelle „Geheimnis“ des Kunstmarmors. Bauform, Sakralbau und Kunsthandwerk setzen damit jeweils eigene Akzente innerhalb der Kulturgeschichte Rimas.
Almen, Wege und Landschaft
Ein großer Teil des Umlands von Rima ist durch den Parco Naturale Alta Valsesia geschützt. Das Gebiet eignet sich zur Beobachtung typischer alpiner Flora und Fauna. Wer Naturthemen in den Mittelpunkt stellt, findet hier einen anderen Reiseakzent als bei den Bau- und Handwerkstraditionen des Ortes.
Der Anello degli Alpeggi ist ein leichter Weg durch die Almen der Rima-Mulde und führt zurück nach Rima, seinem Ausgangspunkt. Auf dem Anello liegt in der Rima-Mulde eine der ältesten Siedlungsgruppen einer Alm; eine in einen Stein eingravierte Jahreszahl nennt 1650. Die Runde verbindet damit den Blick auf die Almwelt mit einer historischen Spur, die direkt in ihren Wegverlauf eingebettet ist.
Bei Rima führt außerdem ein Weg zum Vallè di Sopra. Dort werden megalithische Überreste als „Antiche Dimore“ bezeichnet. Auf der Alpe Lanciole di Sopra stehen einzelne Hütten; weitere sind in Reihen von bergauf nach bergab angeordnet, um Schutz und Deckung vor Lawinen zu bieten. Diese beiden Orte zeigen unterschiedliche Aspekte der alpinen Landschaft: megalithische Spuren am Vallè di Sopra und eine bauliche Anordnung der Hütten auf der Alpe Lanciole di Sopra.
Eine andere Wegeform bietet die GTA-Etappe Rima–Carcoforo. Sie beginnt auf dem Kirchenplatz von Rima; dort erleichtern ein Schild mit den Gehzeiten und die Markierungen des Weges 93 den Einstieg. Die Route führt durch Wald- und Weidelandschaften am Rand des Parco Naturale Alta Valsesia oder innerhalb des Parks. Der Vergleich mit dem Anello ist für die Planung hilfreich: Der Anello kehrt nach Rima zurück, während die GTA als Etappe Rima–Carcoforo einen anderen Zuschnitt hat.
Anreise und Unterkunftssuche
Rima ist bequem mit dem Auto erreichbar. So lässt sich die Wahl des Reiseziels mit den eigenen Interessen verbinden.
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