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Ein flacher Gipfel über steil terrassierten Hängen, dazu Kirchenkunst, archäologische Zeugnisse und eine ungewöhnliche Rundfunkgeschichte: Bortigali verbindet Landschaft und Kulturerbe auf engem thematischem Raum. Der Monte Santu Padre ist ein 1.025 Meter hoher Vulkanberg im Gemeindegebiet von Bortigali, in der Provinz Nuoro. Seine Gipfelform und die terrassierten Flanken geben dem Ort ein markantes landschaftliches Gegenüber zu seinen historischen Bauwerken. Das Gebiet um den Berg liegt im Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung Catena del Marghine e del Goceano (ITB011102), das zum Natura-2000-Netz gehört.

Ortsgeschichte und archäologische Zeugnisse

Im historischen Ortskern führen enge gepflasterte Straßen an Häusern mit katalanisch-aragonesischen Portalen und Architraven vorbei. Insgesamt werden 80 solcher Portale und Architrave genannt. In der Chiesa di Santa Maria degli Angeli bewahren vier Tafeln die Reste eines zerstückelten Retabels aus dem 16. Jahrhundert, das dem Maestro di Ozieri zugeschrieben wird. Damit stehen im Ort unterschiedliche Spuren der Geschichte nebeneinander: die Gestalt der Wohnhäuser und ein konkretes Beispiel sakraler Kunst.

Der archäologische Komplex Carrarzu Iddia zeigt eine weitere Seite des Kulturerbes. Die Gigantengrabstätte besteht aus Trachytblöcken; erhalten sind die Grabkammer und die monumentale Exedra vor dem Eingang. Wenige Dutzend Meter nördlich des Komplexes liegt ein Dolmen mit rechteckiger Grabkammer. Beide Bauwerke lassen sich so über ihre Form und ihre Lage zueinander unterscheiden: die monumentale Exedra der Grabstätte und die kompakter beschriebene Kammer des Dolmens.

Ein anderer kultureller Bezug liegt ausdrücklich in der Umgebung bei Bolotana: In der dortigen Landschaft befindet sich ein Weiler mit etwa 50 Muristenes rund um die Kirche Santa Maria de Sauccu. Die Kirche wird von den Einwohnern Bortigalis verehrt.

Rundfunkgeschichte und Wassermühle

Auch die Geschichte von Radio Sardegna ist mit Bortigali verbunden. Der Sender begann hier in den 1940er-Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu senden und galt als Italiens erster freier Rundfunksender. Diese Episode setzt neben Architektur und Archäologie einen kulturgeschichtlichen Akzent: Sie erzählt von der Rolle des Orts in der frühen Geschichte des freien Rundfunks.

Monte Santu Padre und Nuraghe Orolo

Für einen Aufenthalt mit Schwerpunkt auf Landschaft und Archäologie führt der Sentiero Natura direkt von Bortigali auf den Monte Santu Padre; der Nuraghe Orolo ist eine Station des Fußwegs. Damit verbindet die beschriebene Route den Start im Ort mit dem Aufstieg zum Berg und einem archäologischen Ziel. Die Wegbedingungen sollten vor dem Wandern vor Ort geprüft werden.

Der Nuraghe Orolo steht auf 785 Metern Höhe auf einem Felsvorsprung am Fuß des Monte Cuguruttu. Von dort reicht der Blick über das Tirso-Tal und das gesamte Marghine. Für die Anfahrt mit dem Auto führt der beschriebene Weg über die Staatsstraße SS131, die Ausfahrt am Kilometer 149,5, die Abzweigung in Richtung der Fraktion Mulargia und anschließend über die Provinzstraße 62. Straßenbedingungen und Beschilderung können sich ändern; prüfen Sie diese Angaben vor der Fahrt. So stehen für die Planung zwei konkrete Zugänge zum Nuraghe nebeneinander: der Fußweg als Teil des Sentiero Natura und die beschriebene Anfahrt mit dem Auto.

Wenn Sie Bortigali auswählen, können Sie den Schwerpunkt auf die Kulturgüter des Ortskerns und Carrarzu Iddia legen oder Landschaft und Fußweg zum Monte Santu Padre einbeziehen. Die Wassermühle und die Geschichte von Radio Sardegna ergänzen diese Themen um zwei sehr unterschiedliche Facetten des Orts. Weitere Reiseziele entdecken: Macomer, Capo Comino, Orani, Silanus, Ovodda, Torpè, Cala Gonone, Concas.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nuoro.

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