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In Mamoiada treffen Maskentradition, archäologische Zeugnisse und Wein aufeinander. Für die Reiseplanung bieten sich damit unterschiedliche Schwerpunkte: die Rituale der Mamuthones und Issohadores, Museen mit eigenen Themen sowie prähistorische Orte und Wege in den Anhöhen. Auch Wein gehört dazu – von einer Erfahrung mit Verkostung bis zur Einordnung einer Kellerei in die Strada del Vino Cannonau.

Masken, Rituale und Museen

Das Museo delle Maschere Mediterranee vergleicht die rituellen Künste der Barbagia mit Maskentraditionen aus dem weiteren Mittelmeerraum. Es zeigt vollständige Masken und Trachten der Mamuthones und Issohadores aus Mamoiada. Eine Multivision auf großen Bildschirmen vermittelt die Verbindung der Gemeinde zu ihrem Ritus. So stehen die örtlichen Figuren sowohl in ihrem eigenen kulturellen Zusammenhang als auch im Vergleich mit Traditionen aus dem Mittelmeerraum.

Einen anderen Blick eröffnet das Museo della Cultura e del Lavoro. Es vermittelt die agropastorale Gesellschaft Mamoiadas anhand traditioneller Trachten: Stile, Gewebe, Accessoires, Verzierungen und Farben veranschaulichen die soziale Organisation, Hierarchien zwischen Gesellschaftsschichten sowie die Rollen von Männern und Frauen. Der Schwerpunkt liegt damit auf dem, was Kleidung über gesellschaftliche Ordnung und Rollen aussagt.

Das Museo dell'Archeologia e del Territorio di Mamoiada, kurz MATer, widmet sich dem archäologischen Erbe des Ortes. Dazu gehören Menhire, Nekropolen, Nuraghen und Siedlungen. Der interaktive multimediale Rundgang erstreckt sich über drei thematische Räume. Während das Museo delle Maschere Mediterranee Rituale und Maskentraditionen in den Mittelpunkt stellt, führt das MATer durch archäologische Themen und Funde.

Das Museumssystem von Mamoiada bietet Führungen auf Italienisch, Englisch, Französisch und Spanisch an. Da sich die Arrangements ändern können, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Möglichkeiten.

Archäologie und Wege in der Landschaft

Die Stele Boeli, auch Sa Perda Pintà genannt, ist mit konzentrischen Kreisen um eine zentrale Schälchenmarkierung verziert. Eine gerade Ritzung durchschneidet die Kreise und endet in einem hakenförmigen Fortsatz; hinzu kommen 23 weitere Schälchenmarkierungen. Die Nekropole von Istevéne besteht aus sechs künstlich angelegten Hypogäen, die örtlich Concheddas heißen. Beide Beispiele machen unterschiedliche Formen archäologischer Zeugnisse in Mamoiada sichtbar.

Im Gebiet von Mamoiada gibt es 32 Nuraghen, darunter Arràilo. Gemeinsam mit Spuren von Siedlungen und Gigantengräbern prägen sie die fruchtbareren Flächen. In den Anhöhen verlaufen außerdem die „sentieri dei pastori“: ehemalige Wege der Transhumanz, die heute als Trekking- und Mountainbike-Routen genutzt werden. Wenn Sie diese Wege einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Wegbedingungen.

Termine und Wein

Die Auftritte der Mamuthones und Issohadores sind mit mehreren Anlässen verbunden: dem Fest des heiligen Antonius zwischen dem 16. und 17. Januar, dem Karnevalssonntag und dem Faschingsdienstag. Die konkreten Jahresprogramme können variieren; prüfen Sie deshalb die Termine für Ihr Reisejahr. Nach der Einkleidung ziehen die Mamuthones in Gruppen von zwölf und die Issohadores in Gruppen von acht Personen durch Mamoiada.

Die Erfahrung „Mamoiada – Rinascere con il Vino“ umfasst die Verkostung von drei ausgewählten Gläsern Wein aus lokalen Produktionskellereien. Ein Winzer oder Produzent vermittelt dabei Techniken der Weinbereitung aus erster Hand. Prüfen Sie die aktuellen Details der Erfahrung, bevor Sie sie in Ihre Planung aufnehmen. Die Mamoiada Experience verbindet urbane Trekkingrouten mit Ausflügen durch Weinberge und anschließenden Weinverkostungen in einer Kellerei. Die Cantina Giuseppe Sedilesu ist Teil der Strada del Vino Cannonau.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nuoro.

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