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Obsidian gibt Pau ein markantes kulturelles Thema: Das Museo dell’Ossidiana di Pau ist die einzige museale Einrichtung in Sardinien und Europa, die dem Obsidian gewidmet ist. Im Gebiet finden sich auch Spuren seiner Verarbeitung. Kirchen, Wege am Monte Arci und eine lokale Zutat ergänzen das Bild. Pau ist daher ein interessantes Ziel, wenn Sie Kulturgeschichte und Landschaft gleichermaßen in Ihre Reiseentscheidung einbeziehen möchten.

Obsidian im Museum und in der Geschichte

Das Museo dell’Ossidiana «Carlo Lugliè» bietet Familien pädagogische Workshops für alle Altersgruppen an. Wenn Sie eine Bildungsreise oder einen Besuch als Gruppe oder Familie planen, nehmen Sie Kontakt mit dem Museum auf: Besuche und Bildungsreisen werden nach vorheriger Kontaktaufnahme organisiert; dabei können Eintrittskarten erworben werden. Erfragen Sie bei dieser Gelegenheit auch die für Ihren Besuch relevanten Einzelheiten.

Die Geschichte der Obsidianbearbeitung erschließt sich auch an der Werkstatt von Sennixeddu. Sie wurde 1956 als prähistorische Stätte der Obsidianbearbeitung identifiziert. Die Werkstätten im Gebiet von Pau gelten derzeit als die am besten dokumentierten Zentren zur Verarbeitung des Materials in der Nähe seiner Entstehungsorte. Museum und archäologische Stätten verweisen damit auf zwei unterschiedliche Seiten desselben Themas: die Vermittlung im Museum und die Spuren früherer Verarbeitung.

Kirchen mit unterschiedlichen Baugeschichten

Auch die Kirchen setzen eigene historische und architektonische Akzente. San Giorgio wurde Ende des 19. Jahrhunderts über dem eingestürzten gotischen Gotteshaus aus dem 17. Jahrhundert wiedererrichtet. Bei Santa Prisca, der ländlichen Kirche in der Ortschaft Argioleddas im Gebiet von Pau, steht dagegen die Gliederung des Bauwerks im Mittelpunkt: Die drei Schiffe spiegeln sich in drei Öffnungen des Eingangsportikus. So lässt sich die Ortsgeschichte sowohl über den Wandel eines älteren Kirchenbaus als auch über konkrete architektonische Formen betrachten.

Wege und Landschaft am Monte Arci

Der Parco dell’Ossidiana liegt im Gebiet Nr. 1 des Historischen und Umwelt-Geomining-Parks Monte Arci. Ein anderer Einblick in die Landschaft ergibt sich auf dem schwarzen Weg Scaba Crobina, der von umfangreichen Geröllablagerungen und alten Rückständen der Obsidianverarbeitung geprägt ist. Die Wege des «Un Bosco da Fiaba» sind leicht begehbar und für alle Altersgruppen geeignet. Sie verlaufen am Osthang des vulkanischen Massivs Monte Arci im Schatten von Steineichen und Korkeichen. Für Ihre Planung bieten diese Wege eine andere thematische Wahl als die archäologischen Stationen: Hier stehen die Landschaft und der Wegverlauf im Vordergrund.

Religiöse Tradition und lokale Küche

In der Nähe des Pinienwaldes Giuanni Corrias steht ein Bildnis, das der Madonna Nera d’Oropa gewidmet ist. Gläubige setzen große Obsidiansplitter als Zeichen ihres Glaubens und Dankes in das Bildnis ein. Diese Praxis verbindet das lokale Obsidianvorkommen mit einer religiösen Tradition. Auch die Küche greift eine lokale Zutat auf: Pipadra, getrocknete und in Öl eingelegte Tomaten, wird für einige Gerichte in Pau verwendet.

Bei der Entscheidung, ob Pau zu Ihrer Reise passt, können Sie die Schwerpunkte gegeneinander abwägen: Obsidianmuseum und Werkstätten, die Baugeschichte der Kirchen oder die Wege am Monte Arci. Diese Themen geben Ihnen zugleich eine Orientierung für die Suche nach einem Hotel in Pau. Entscheidend ist, welche Seiten des Ortes Sie während Ihres Aufenthalts in den Mittelpunkt stellen möchten.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oristano.

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