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Solarussa bietet Reisenden archäologische Zeugnisse, Kirchen unterschiedlicher Zeitstellung und eine mit Vernaccia verbundene Kulturlandschaft. Wer den Ort für einen Aufenthalt auswählt, kann den Schwerpunkt je nach Interesse auf Nuraghenarchitektur, sakrale Baukunst, Landwirtschaft oder örtliche Feste legen. Die Themen reichen von Bauformen und historischen Zeitspuren bis zu Bräuchen und Anbaugeschichte.

Nuraghen und die Geschichte von San Gregorio

Der Nuraghe Pidighi ist eine komplexe Anlage mit einem zentralen Turm, einem Hof und einem längs ausgerichteten Nebenturm. Im Hauptturm ist eine Wendeltreppe sichtbar. Der archäologische Komplex von Pidighi liegt zwischen den Tälern des Rio Cìspiri und des Fiume Tirso. So stehen bei Pidighi sowohl die Gliederung der Anlage als auch ihre Lage zwischen den beiden Tälern im Blickpunkt.

Die Chiesa di San Gregorio steht auf einer Anhöhe am östlichen Stadtrand von Solarussa. Aufgrund ihrer formalen Merkmale wird die romanische Kirche in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts datiert. Dem Bau gingen Gründungsstrukturen einer frühmittelalterlichen Kirche voraus. Am Standort sind außerdem ein Bodenbelag und ein Becken aus der frühen Römerzeit erhalten; möglicherweise gehörten beide zu einem Thermengebäude. In der umzäunten ländlichen Umgebung unmittelbar außerhalb von Solarussa ist der Kirche ein großes Portal mit einem darüberliegenden Glockengiebel vorgelagert. In ihrer Nähe befinden sich auch die aus der Römerzeit stammenden Überreste, die als „putz’e angius“ bezeichnet werden.

Kirchen, Baukunst und ein historisches Haus

Die Chiesa parrocchiale di San Pietro wurde zwischen 1830 und 1835 erbaut und am 24. Juni 1835 geweiht. In der Kirche befinden sich zwei Gemälde des römischen Malers Pietro Angeletti. Die Chiesa delle Grazie ist das älteste der vier Heiligtümer von Solarussa. Zu ihren Merkmalen zählen eine Loggia mit drei Reihen von Bögen und zwei ähnlich gestaltete Glockentürme, die die Fassade flankieren.

Die 1749 errichtete Chiesa delle Anime bewahrt ihre ursprüngliche Struktur. Ihr Grundriss ist dreischiffig und basilikaartig; zur Ausstattung gehören ein Altar aus polychromem Marmor und eine hölzerne Kanzel. Auch Casa Sanna ergänzt das architektonische Bild Solarussas: Das alte Herrenhaus besitzt große Räume, deren Gestaltung den Wohlstand der ursprünglichen Eigentümer widerspiegelt. Die Kirchen und das Herrenhaus stehen damit für unterschiedliche Bauformen und historische Zusammenhänge.

Bennaxi, Vernaccia und örtliche Bräuche

Das Gebiet Bennaxi entlang des Tirso-Tals ist völlig flach und bewässert. Dort werden unter anderem Artischocken, Wassermelonen, Melonen, Oliven und Weinreben angebaut. Früher war Bennaxi Solarussas wichtigstes Anbaugebiet für Vernaccia; heute gilt der dortige Anbau als selten. Der Wandel zwischen früherer Bedeutung und heutiger Seltenheit macht die Geschichte des Anbaus zu einem eigenen Thema neben den landwirtschaftlichen Erzeugnissen der Gegend.

Das jährliche Vernaccia-Fest findet im September statt. Wenn Sie Ihre Reise mit dem Fest verbinden möchten, prüfen Sie vorab die konkreten Veranstaltungstermine. Auch der Name des Karnevals verweist auf die örtliche Kultur: Er heißt „su Bingiatteri“, was „der Weinbauer“ bedeutet. Die als „Is Gogius“ bezeichneten Kompositionen werden bei den Novenen zu San Gregorio Magno, San Pietro und Nostra Signora delle Grazie verwendet. Damit geben neben den Bauwerken auch benannte Fest- und Novenentraditionen Anhaltspunkte für die Wahl des Reisezeitpunkts und der persönlichen Interessenschwerpunkte.

Weitere Reiseziele entdecken: San Nicolò d'Arcidano, Villaurbana, Montresta, Allai, Marrubiu, Paulilatino, Santa Caterina Di Pittinuri, Cuglieri

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oristano.

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