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Terralbas Museen führen von archäologischen Funden und Gemälden bis zu landwirtschaftlichen Werkzeugen und Gegenständen aus dem Radsport. Zusammen mit der Cattedrale San Pietro Apostolo erzählen sie von unterschiedlichen Seiten der Ortsgeschichte. In Marceddì kommen ein antiker Hafen, eine religiöse Tradition und Themen der Vogelwelt hinzu. Die verschiedenen Schwerpunkte helfen Ihnen, Kulturgeschichte und Naturthemen nach Interesse in Ihre Reiseplanung einzubeziehen.

Kathedrale und frühe Geschichte

Die Cattedrale San Pietro Apostolo wurde ab 1821 in spätbarocker Form über einer älteren romanischen Kirche aus dem Jahr 1144 wiederaufgebaut. Mariano I. hatte den Auftrag für diese frühere Kirche gegeben. In der Kathedrale werden Kapitelle aus Neapolis, der antiken phönizisch-punischen Stadt, ein Taufbecken von 1626, eine Holzkanzel aus dem 17. Jahrhundert und ein spanisches Silberkreuz aufbewahrt. Die Kapitelle wurden beim Abriss der Apsis der früheren Kathedrale geborgen. Der Eingang und der Parkplatz sind rollstuhlgerecht.

Auch die Fundstätte San Ciriaco im Gebiet von Terralba ist mit einer frühen Kulturgeschichte verbunden: Sie gab der regionalen Kultur von San Ciriaco ihren Namen. Diese entwickelte sich im Mittelneolithikum, im 5. Jahrtausend v. Chr. Zum Gebiet von Terralba gehören außerdem die nuragischen Dörfer Pomata und Coddu su Fennugu.

Museen: Kunst, Alltag und Arbeit

Das Museo Pinacoteca Eliseo wurde am 14. November 2004 eröffnet und erstreckt sich über drei Etagen. Ein Saal umfasst archäologische Funde vom Neolithikum bis zur römischen Kaiserzeit. Zur Sammlung gehören außerdem Möbel, Kunstgegenstände, alte Texte und Gemälde italienischer, sardischer und russischer Künstler. Die Ausstellungen zeichnen die Geschichte Terralbas und darüber hinaus nach: Archäologische Funde stehen hier neben Kunst und Gegenständen aus unterschiedlichen Lebensbereichen.

Das Museo del Contadino, die Casa Museo des Signor Giuseppe Ranieri im Viertel Funtanedda, zeigt innen und außen nicht mehr gebräuchliche Alltagsgegenstände sowie landwirtschaftliche Objekte und Werkzeuge. Es bewahrt die Erinnerung an die verschwundene bäuerliche Gesellschaft. Su Magasiu de Akraxiu setzt einen anderen Akzent auf Landwirtschaft und Viehwirtschaft: Bilder und Arbeitsgeräte veranschaulichen dort den Jahreszyklus dieser Tätigkeiten.

Das Museo della Borraccia e del Ciclismo ist in zwei Räume aufgeteilt. Zu sehen sind eine Vielzahl von Trinkflaschen und Gegenstände, die von Radrennen, der Arbeit der Mannschaften und von Sportjournalisten erzählen. Der thematische Fokus unterscheidet sich damit von den Sammlungen zum bäuerlichen Alltag und zum landwirtschaftlichen Jahreslauf.

Marceddì: Hafen, Tradition und Vogelwelt

Das Museo del Mare - Marceddì liegt an einem antiken Hafen, dessen Geschichte bis ins Neolithikum reicht. Archäologische Ausgrabungen datieren die menschliche Präsenz an diesem Ort auf etwa 8.000 Jahre. Das Museum organisiert Ausstellungen und thematische Workshops zum lokalen Kulturerbe, geführte Spaziergänge auf unberührten Wegen zu archäologischen Ruinen sowie Fotoworkshops zur Vogelwelt des geschützten Naturgebiets. Wenn Sie eine dieser Aktivitäten einplanen möchten, fragen Sie vorab nach Terminen und Verfügbarkeit.

In der Borgata di Marceddì liegt das SIC-Gebiet Corru S’Ittiri. Im Gebiet von Terralba brüten seltene Arten wie Purpurreiher, Rohrweihe, Rosaflamingo und Purpurhuhn. Die jährliche Sagra della Madonna di Bonaria in Marceddì geht auf ihre erste Ausgabe im August 1924 zurück. Zu den Bestandteilen der religiösen Tradition gehören eine Messe, eine Prozession durch die Ortschaft und eine traditionelle Prozession auf dem Meer. Wenn Sie Ihre Reise mit dem Fest verbinden möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine im Voraus.

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