Naturns erschließt sich über unterschiedliche Zugänge: die Landschaft am Fuß des Naturparks Texelgruppe, Kirchen- und Museumsgeschichte sowie Wege und Aktivitäten mit eigenen Schwerpunkten. Besonders deutlich wird der Kontrast zwischen der kargen Trockenrasenlandschaft am Sonnenberg, historischen Bewässerungskanälen und Angeboten rund um Wasser, Wein, Radfahren oder Klettern. Welche Themen Ihren Aufenthalt prägen sollen, können Sie so anhand konkreter Unterschiede entscheiden.
Landschaft und Wege
Naturns liegt am Fuße des Naturparks Texelgruppe. Der Sonnenberg von Naturns weist eine karge Trockenrasenlandschaft auf, die im Alpenraum als Rarität gilt. Dieser eigenständige Landschaftscharakter bildet einen besonderen Naturakzent des Ortes.
Rund um Naturns verlaufen Waalwege entlang historischer Bewässerungskanäle und bilden meist ebene Wanderwege. Hier gehören Thema und Wegcharakter zusammen: Die Kanäle prägen den Verlauf, während die Wege zugleich meist eben sind.
Wasser, Kirchen und Geschichte
Die Dauerausstellung im Naturparkhaus Texelgruppe in Naturns ist dem Wasser gewidmet und führt von der Etsch im Talboden bis in die Gletscherregion. Der Bogen zwischen Tal und Gletscher gibt dem Thema eine weite landschaftliche Perspektive: Wasser steht nicht nur als einzelnes Gewässer im Mittelpunkt, sondern verbindet unterschiedliche Abschnitte dieser Ausstellung.
Die spätgotische Pfarrkirche St. Zeno in Naturns wurde zwischen 1474 und 1475 erbaut; ihr Chor wurde 1760 im Barockstil neu erbaut. Die beiden Daten halten unterschiedliche Bauphasen fest: Sie betreffen einerseits die spätgotische Kirche und andererseits den späteren Neubau des Chors im Barockstil.
Im Museo San Procolo sind gotische Fresken zu sehen, die aus der Kirche entfernt wurden, sowie archäologische Funde aus der Kirche San Procolo. Die Fresken und Funde eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf das Kirchengebäude: einmal über die Malerei, einmal über archäologische Zeugnisse.
Eine Museumsroute im St.-Prokulus-Kirchenmuseum führt durch vier räumliche und zeitliche Stationen: die Spätantike, das Frühmittelalter, das Spätmittelalter und den Dreißigjährigen Krieg. Anders als die Bauchronologie von St. Zeno ordnet diese Route Geschichte in mehreren Epochen. So unterscheiden sich auch die beiden Zugänge: Hier steht eine zeitliche Abfolge im Museum im Mittelpunkt, dort die Geschichte eines Kirchenbaus und seines Chors.
Wege, Wein und Bewegung
Die Via Vinum Venostis ist ein ganzjähriger Rundweg, der in beide Richtungen begangen werden kann. Informationstafeln behandeln Landschaft, Wein, Restaurants und Hofkellereien. Damit bietet der Weg mehrere Lesethemen, von der Landschaft bis zu Wein und Gastronomie, ohne dass eine Richtung als die einzig vorgesehene gilt.
Am Klettersteig Hoachwool gibt es einige steile Vertikalpassagen der Schwierigkeit D; die neue Variante erreicht sogar E/F. Das unterscheidet die Klettersteigpassagen deutlich von den meist ebenen Waalwegen. Wenn Sie zwischen diesen Aktivitäten abwägen, sind Wegform und Schwierigkeitsangaben zwei klare Unterscheidungsmerkmale.
Auf dem Etschradweg entlang der Via Claudia Augusta können Familien und Genussradler gemütliche Radtouren unternehmen. In der Sportzone von Naturns verfügt der Minigolfpark über zwei Bahnen. Radfahren und Minigolf ergänzen damit die Landschafts- und Kulturthemen um zwei weitere, klar umrissene Freizeitangebote.
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