In Plaus stehen mehrere klar unterscheidbare Reiseinteressen nebeneinander: Kunst im Ortskern, ein Naturpfad zu Amphibien, Radfahren entlang der Etsch und regionale Speckkultur. Der Plauser Totentanz befindet sich an der Friedhofsmauer der romanischen Kirche St. Ulrich; in der Kirche sind zudem zwei barocke Gemälde zu sehen. Plaus liegt am Vinschgau-Radweg, und im Ort gibt es einen Bahnhof an der Vinschger Bahn. Das Speckmuseum ergänzt diese Themen um Tradition, Kultur und Genuss rund um Südtiroler Speck. Für die Suche nach einem Hotel können Sie zunächst klären, ob der Schwerpunkt Ihrer Reise eher bei Kunst, Natur, Radfahren oder regionaler Esskultur liegen soll.
Totentanz und Kirchenkunst
Der Plauser Totentanz umfasst 18 Bildtafeln und hat eine Gesamtlänge von 36 Metern. Seit 2001 befindet sich das Kunstwerk an der Friedhofsmauer im Dorfzentrum von Plaus. Die Tafeln bilden eine ausgedehnte Bildfolge statt eines einzelnen Bildes; so erhält der Totentanz eine eigene Form innerhalb der Plauser Kunstthemen. Führungen und Erläuterungen zum Werk werden nach Vereinbarung angeboten. Wer sich näher damit beschäftigen möchte, kann diesen Terminbedarf in die Reiseplanung aufnehmen.
Auch die Kirche St. Ulrich bietet einen eigenen kunsthistorischen Bezug. In ihrem Inneren sind zwei barocke Gemälde des Vinschgauer Künstlers Simon Ybertracher (1694–1772) zu sehen. Damit stehen in Plaus eine lange Bildfolge an der Friedhofsmauer und Malerei aus dem Barock nebeneinander. Die unterschiedlichen Formen geben Kulturinteressierten zwei klar zu unterscheidende Themen: das großformatige Wandkunstwerk und die Gemälde eines namentlich bekannten Künstlers.
Naturpfad und Radroute
Der Fröschlweg in Plaus ist ein Natur- und Erlebnispfad, der die Welt der Frösche, Kröten und Lurche näherbringt. Sein klar umrissenes Thema unterscheidet sich von den Kunstwerken im Ortskern: Hier stehen Amphibien im Mittelpunkt, nicht Malerei oder ein historisches Kunstwerk. Wenn Sie sich für diese Tiergruppen interessieren, können Sie den Fröschlweg als eigenen Naturakzent in Ihre Reiseplanung aufnehmen.
Radfahrende finden mit dem Vinschgau-Radweg einen weiteren thematischen Zugang. Plaus liegt an dieser Route, die ein Teilstück des Etschradwegs und des Radwegs Via Claudia Augusta ist. Sie führt meist entlang der Etsch und an den Vinschger Obstplantagen vorbei. Anders als der ortsgebundene Totentanz ist der Radweg Teil einer Route, deren Verlauf Fluss und Obstplantagen einbezieht. Wer Radfahren in den Aufenthalt einplanen möchte, kann den Vinschgau-Radweg deshalb als eigenen Schwerpunkt neben den Plauser Kunst- und Naturthemen betrachten.
Speckmuseum und Anreise
Im Speckmuseum in Plaus stehen Tradition, Kultur und Genuss rund um Südtiroler Speck im Mittelpunkt; außerdem gibt es einen Direktverkauf. Damit kommt zu den Kunst- und Naturthemen ein regionaler Lebensmittelbezug hinzu. Wer das Museum einplanen möchte, sollte die Öffnungszeiten vorab prüfen, damit sich der Besuch passend in die Reiseplanung einfügt.
Plaus verfügt über einen Bahnhof an der Vinschger Bahn. Wenn Sie mit der Bahn anreisen möchten, beziehen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag in die Planung ein. Der Bahnhof ist ein konkreter Anhaltspunkt für die Anreise, während der Vinschgau-Radweg eine andere Möglichkeit eröffnet, Plaus mit dem Rad als Teil einer übergeordneten Route einzuordnen.
Für die Planung sind auch die Bedingungen der einzelnen Angebote wichtig: Führungen und Erläuterungen zum Totentanz werden nach Vereinbarung angeboten; für das Speckmuseum lohnt sich ein Blick auf die Öffnungszeiten vorab.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Burggrafenamt.