Ein ehemaliger Bunker, ein Wasserfall in zwei Stufen und eine gotische Pfarrkirche eröffnen in Moos In Passeier unterschiedliche Zugänge zu Kultur und Natur. Für Ihre Planung können Sie einen Schwerpunkt setzen: Die Museen greifen Bergbau-, Strom- und Straßenbaugeschichte auf; die beschriebenen Wege führen zu Wasserfallblicken, Alpensteinböcken und kleinen Lebensräumen. Die Pfarrkirche ergänzt das Angebot um gotische Architektur und Kunst aus verschiedenen Epochen.
Museen zwischen Bunker, Bergbau und Wasserkraft
Das Museo Alta Passiria – Bunker Mooseum befindet sich in einem ehemaligen Bunker aus den 1940er-Jahren. Es dient außerdem als Informationszentrum für den Naturpark Texelgruppe und das ehemalige Bergwerk Schneeberg. Baugeschichte, Naturpark und früherer Bergbau stehen damit als unterschiedliche Themen nebeneinander. Im Außenbereich gibt es ein Gehege für Alpensteinböcke, in dem Besucher die Tiere aus nächster Nähe beobachten können. Der Ort verbindet also historische Architektur und thematische Information mit dem Blick auf die Tiere.
Das MuseumHinterPasseier – Stiëber Mooseum setzt einen anderen Schwerpunkt. Es ist in einem alten Wasserkraftwerk am Fuß des Stieber-Wasserfalls in Moos untergebracht und behandelt Wasserkraft sowie die Technik- und Stromgeschichte im Hinterpasseier. Im Vergleich zum Museo Alta Passiria rückt hier die Nutzung von Wasser und die Entwicklung der Stromtechnik in den Vordergrund. Wer sich für regionale Technikgeschichte interessiert, findet damit einen eigenen Zugang zum Thema Wasserfall.
Stieber-Wasserfall und Wege
Der Pfeldererbach stürzt am Stieber-Wasserfall zunächst 19 m und anschließend 18 m tief in die Passer. Von der Kirche von Moso führt der Gehweg in Richtung Plan bis zur ersten Brücke. Nach 150 m zweigt links ein Spazierweg zu hölzernen Stegen ab, von denen aus Sie den Wasserfall sehen. So lässt sich der Wasserfall sowohl über seine zwei Fallhöhen als auch über einen konkret beschriebenen Wegabschnitt betrachten.
Der Steinbockweg beginnt kurz nach dem Glasturm, dem Eingang des Museums, und ist frei zugänglich. Zu ihm gehört eine Trockenmauer, die Eidechsen, Spinnen, Käfern, Wildbienen, Moosen und winzigen Blüten als Lebensraum dient. Neben Alpensteinböcken lenkt dieser Weg den Blick somit auch auf kleinere Lebensräume.
Beim Passerschlucht-Weg sollten Sie eine andere Einschränkung beachten: Er ist nicht für Kinderwagen geeignet und darf nicht mit Fahrrädern befahren werden. Berücksichtigen Sie beides bei der Wegeauswahl, besonders wenn Sie mit Kinderwagen unterwegs sind oder eine Strecke mit dem Fahrrad planen.
Gotische Kirche und Kunst aus verschiedenen Epochen
Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde 1402/03 im gotischen Stil erbaut und besitzt einen 52 m hohen Spitzturm. Das Hochaltarbild stammt dagegen aus der Barockzeit. An der Kirche lassen sich so unterschiedliche kunsthistorische Epochen auseinanderhalten: der gotische Baustil und das barocke Altarbild. Auch der Kreuzweg hat einen eigenen regionalen Bezug. Angefertigt wurde er vom Passeirer Künstler Nikolaus Auer von der Passeirer Malerschule. Wenn Sie Architektur und Kunst gemeinsam betrachten möchten, bietet die Kirche damit mehrere unterscheidbare Details statt nur eines einzelnen Baustilmerkmals.
Straßenbaugeschichte am Timmelsjoch
Timmel_Transit behandelt die Straßenbaugeschichte der Timmelsjochstraße auf Südtiroler Seite und ist in einer ehemaligen Kaserne aus dem Jahr 1930 untergebracht. Für Timmel_Transit gelten von Ende Mai bis Ende Oktober tägliche Öffnungszeiten von 7:00 bis 20:00 Uhr, sofern die Timmelsjochstraße für den Verkehr geöffnet ist. Prüfen Sie vor der Fahrt, ob die Straßenöffnung und die saisonalen Zeiten zu Ihrem Termin passen. Der Besuch lässt sich so mit dem Thema Straßenbaugeschichte verbinden, ohne die Öffnungsbedingung für die Passstraße aus dem Blick zu verlieren.
Weitere Reiseziele entdecken: Vöran, Tscherms, Tisens, Plaus, Partschins, Riffian, Naturns, Unsere Liebe Frau Im Walde-St. Felix.
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