Riffian lässt sich aus verschiedenen Interessen heraus entdecken: Archäologie, sakrale Kunst und Wege mit konkreten Zielen. Für die Reiseentscheidung können Sie abwägen, ob eine Dauerausstellung, ein Siedlungsplatz, historische Bau- und Kunstwerke oder Wanderwege für Sie im Mittelpunkt stehen sollen. Die folgenden Details helfen, diese Schwerpunkte einzuordnen.
Archäologische Spuren in Ausstellung und Siedlung
Die Dauerausstellung Vita Raetica in Riffian zeigt archäologische Funde: Werkzeuge, Gefäße, Schmuckgegenstände, bildliche Darstellungen kultischer Handlungen und Inschriften. So begegnen Ihnen verschiedene Gegenstandsarten ebenso wie bildliche und schriftliche Zeugnisse. Wenn Sie sich für archäologische Themen interessieren, bietet die Ausstellung einen klaren Einstieg in diesen Schwerpunkt.
Burgstall ist eine Siedlung aus der späten Eisenzeit in Riffian, die ab etwa 400 v. Chr. über mehrere Jahrhunderte genutzt wurde. Das ausgegrabene zentrale Herrenhaus ist gut erhalten. Hier kommen zwei unterschiedliche Aspekte zusammen: die lange Nutzungszeit der Siedlung und ein erhaltenes bauliches Zeugnis. Von Riffian aus erreichen Sie Burgstall über den Kirchweg und den Gnealersteig in etwa 40 Minuten zu Fuß. Diese ungefähre Gehzeit ist ein Anhaltspunkt, wenn Sie den Weg als eigenen Programmpunkt einplanen.
Sakrale Kunst und Architektur
In der Wallfahrtskirche Riffian befindet sich das Gnadenbild der Pietà, eine Steingussarbeit aus der Zeit um 1415. Am Friedhof steht die Friedhofskapelle Unsere Liebe Frau am Friedhof, ein zweigeschossiger, quadratischer Bau aus der Zeit um 1400. Die ungefähren Datierungen liegen nahe beieinander, beziehen sich aber auf unterschiedliche Zeugnisse: hier ein Gnadenbild, dort eine Kapelle mit klar beschriebener Bauform. So können Sie sakrale Kunst und Architektur als zwei eigene Zugänge zur Ortsgeschichte betrachten.
Wanderwege mit konkreten Zielen
Der Zauberweg ist ein familienfreundlicher Wanderweg mit 15 Erlebnisstationen. Wenn Sie gern Wege mit einzelnen Erlebnispunkten wählen, geben diese Stationen dem Weg einen klaren thematischen Schwerpunkt. Sie unterscheiden sich damit von der Gehzeit, die für den Weg nach Burgstall angegeben ist: Beim Zauberweg stehen die Stationen im Mittelpunkt, bei Burgstall die ungefähre Gehzeit und das archäologische Ziel.
Vom Infobüro in Riffian führt der Weg über den Kirchweg (Nr. 5) und Weg Nr. 3B zum Riffianer Waalweg. Ein weiterer Weg beginnt oberhalb von Kuens am Anfang des Waalwegs und endet an der Wallfahrtskirche Zu den Sieben Schmerzen Mariens in Riffian. Die beiden Beschreibungen geben Ihnen unterschiedliche Zielpunkte für die Wegplanung: den Riffianer Waalweg oder die Wallfahrtskirche.
Anreise aus Meran
Von Meran aus erreichen Sie Riffian mit der Linienbuslinie 240. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. Damit haben Sie neben den kulturellen und wanderbezogenen Schwerpunkten auch einen konkreten Anhaltspunkt für die Anreise.
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