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Gargazon liegt eingebettet in den Obstwiesen des Etschtales. Seine unterschiedlichen Schwerpunkte reichen von einer Wanderung zu Ruine und Wasserfall über einen Apfellehrpfad bis hin zu Kirchen und Naturbad. So können Sie den Ort aus verschiedenen Perspektiven kennenlernen: über Landschaft und Bewegung, Obstbaugeschichte, Architektur oder eine Badeanlage.

Wandern zum Kröllturm und Wasserfall

Die Kröllturmrunde führt vom Dorfplatz in Gargazon zum Kröllturm. Sie ist eine familienfreundliche Genusswanderung. Entlang der Runde gibt es Rastplätze, darunter Plätze mit Liegen und Sitzgelegenheiten. Diese Rastmöglichkeiten gehören ebenso zum beschriebenen Charakter der Tour wie ihr Ziel am historischen Bauwerk.

Die Runde bietet außerdem Zugang zum Wasserfall und einen Ausblick auf ihn. Dort stürzt das Wasser des Aschler Baches 47 Meter senkrecht in eine Schlucht. Der Weg verbindet damit den Besuch einer Burgruine mit einem markanten Naturmerkmal. Wenn Sie den Wasserfall einplanen, bedenken Sie, dass sich detaillierte Zugangsbedingungen ändern können, und prüfen Sie die aktuelle Situation vor der Runde.

Der Kröllturm ist als Ruine eines ehemaligen Schlosses erhalten. Vermutlich diente er als Wachturm an der Grenze. Gargazon war im Laufe seiner Geschichte stets ein Grenzdorf. Wer sich für die örtliche Geschichte interessiert, begegnet damit sowohl einem erhaltenen historischen Bauwerk als auch der historischen Charakterisierung des Ortes.

Obstbaugeschichte am Apfellehrpfad

Der Apfellehrpfad greift die Geschichte des Obstbaus im Etschtal im 20. Jahrhundert auf. Inspiriert wurde er von alten Apfelbäumen, deren Sorten diese Geschichte erzählen. So stehen nicht allein Äpfel als Frucht im Mittelpunkt, sondern auch die Verbindung zwischen den Sorten und dem Obstbau im Tal.

Zu den Bestandteilen des Pfads gehören Informationstafeln, ein Schotterweg, eine einladende Einfahrt, ein Picknickplatz und ein Apfelkunstwerk. Die Früchte der dort angebauten Sorten werden für Verkostungen verwendet. Damit kommen Information, ein Weg mit beschriebener Oberfläche, ein Platz für ein Picknick und die Verwendung der geernteten Früchte auf unterschiedliche Weise zusammen.

Pfarrkirchen und Ortsgeschichte

Die alte Pfarrkirche „Zur Geburt Johannes des Täufers“ wird erstmals 1337 erwähnt. Die neue Pfarrkirche wurde zwischen 1900 und 1930 erbaut, im historisierenden Stil der Neuromanik und Neugotik. Die Stilbezeichnungen verweisen auf ältere architektonische Vorbilder; die Bauzeit der neuen Kirche liegt hingegen im frühen 20. Jahrhundert.

Die neue Pfarrkirche ist dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht. Zusammen mit der ersten Erwähnung der alten Pfarrkirche bietet sie einen weiteren Blick auf Gargazons Geschichte, diesmal über Bauzeit, Stil und religiöse Widmung. Für eine Kulturorientierung im Ort können Sie diese Kirchen mit dem Kröllturm als unterschiedliche historische Themen betrachten, ohne ihre jeweiligen Zeitbezüge gleichzusetzen.

Naturbad Gargazon

Das Naturbad liegt in der Sportzone von Gargazon, in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Gargazon. Es ist 12.000 m² groß und verzichtet vollständig auf eine chemische Wasserreinigung. Damit setzt die Anlage einen anderen Schwerpunkt als die Wanderroute und die historischen Bauwerke: Hier stehen das Bad und die Art der Wasserreinigung im Mittelpunkt.

Für Kinder gibt es einen natürlich angelegten Bachlauf und ein Kleinkinderbecken. Diese konkreten Einrichtungen ergänzen die Wander-, Obstbau- und Kulturthemen Gargazons um eine weitere Möglichkeit, den Ort kennenzulernen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Burggrafenamt.

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