Für einen Aufenthalt in Stern lassen sich die Ortsfacetten von La Villa nach Kunst, Sakralarchitektur und Wegen unterscheiden. Der Tru di artisć verbindet eine Freiluftgalerie mit Versen in ladinischer Sprache; die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau setzt einen anderen kulturellen Schwerpunkt. Hinzu kommen Wander- und Pilgerwege zum Heiligtum Santa Croce bei den Armentarawiesen sowie Bezüge zum Skigebiet.
Kunstweg und Wege in die Berge
Der Tru di artisć, der Künstlerweg, ist eine Freiluftgalerie, die im Sommer 2011 eröffnet wurde. Die Installationen auf dem Weg zeigen Verse in ladinischer Sprache; so gehört die Sprache sichtbar zu diesem künstlerischen Angebot. Der Künstlerweg bietet damit einen anderen kulturellen Zugang als die Kirchenkunst oder die Architektur von Ciastel Colz. Er ist etwa 3,5 km lang und für den motorisierten Verkehr gesperrt.
Eine alpinistische Wanderung beginnt in La Villa und durchquert den östlichen Teil des Naturparks Puez-Odle. Davon unterscheiden sich die Wander- und Pilgerwege, die von La Villa zum Heiligtum Santa Croce bei den Armentarawiesen führen. Diese Wegbezüge haben unterschiedliche Schwerpunkte: Bei der alpinistischen Wanderung steht der östliche Teil des Naturparks im Zusammenhang mit der Route, während die Wander- und Pilgerwege zum Heiligtum führen. Für Ihre Planung lohnt es sich, diese Ziele getrennt zu betrachten, statt aus ihnen eine einzige Strecke abzuleiten.
Kirche und Architekturgeschichte
Die heutige Pfarrkirche Unserer Lieben Frau in La Villa wurde 1516 geweiht. Ihre Innenmalereien schufen die Künstler Pescoller; sie wurden 1897 und 1949 ausgeführt. Die Weihe der Kirche und die beiden späteren Ausführungsdaten markieren unterschiedliche Abschnitte ihrer Geschichte. Auch der Stil der Ausstattung bietet einen eigenen Ansatzpunkt: Die Seitenaltäre weisen einen ausgeprägten toskanisch-gotischen Stil auf. So kommen in der Kirche historische Zeitangaben und eine konkrete architektonische Stilbeschreibung zusammen.
Ciastel Colz ist auch als Castello di Colz oder Residenza Rubatsch bekannt. Es befindet sich in Privatbesitz und ist für Besucher nicht zugänglich. Zu den architektonischen Merkmalen zählen vier Türme – zwei rechteckige und zwei runde – sowie eine Umfassungsmauer und zahlreiche Schießscharten. Die genannten Baumerkmale geben einen Eindruck von der Anlage, ohne dass ein Besuch möglich ist; für die Reiseplanung ist die Zugangsbeschränkung daher wichtig.
Landschaft und Skibezüge
La Villa ist vom Naturpark Puez-Odle und vom Naturpark Fanes-Sennes-Prags umgeben. Außerdem liegt der Ort am Fuß der Fanes-Santa-Croce-Gruppe. Damit treffen hier unterschiedliche Landschaftsbezüge aufeinander: zwei Naturparks umgeben La Villa, während die Gebirgsgruppe die Lage am Fuß des Massivs beschreibt. Diese Angaben ergänzen die Wegziele um einen Blick auf die geografische Umgebung.
Auch die Skibezüge lassen sich unterscheiden. Die Kabinenbahn Piz La Ila verbindet La Villa mit dem nördlichen Teil des Skigebiets. Die Abfahrtspiste Gran Risa steht in einem anderen Zusammenhang: Auf ihr finden seit 1985 Wettbewerbe des alpinen Skiweltcups statt. Die Bahn benennt eine Verbindung zum Skigebiet; die Gran Risa bringt die Sportgeschichte ins Bild, ohne damit einen aktuellen Veranstaltungstermin festzulegen. So bietet Stern neben Kunstweg, Kirchenkunst und Wanderzielen auch einen konkreten Bezug zum alpinen Skisport.
Für Ihre Entscheidung über den Aufenthalt ergibt sich daraus eine klare Auswahl an Themen: ladinische Verse entlang des Künstlerwegs, die Ausstattung der Pfarrkirche, Wege zum Heiligtum Santa Croce oder die Verbindung zum Skigebiet. Wenn Sie Unterkünfte in Stern vergleichen, können diese Ortsfacetten helfen, den Schwerpunkt Ihrer Reise festzulegen. Dabei bleiben die einzelnen Wege, Kulturstätten und Skibezüge unterschiedliche Anknüpfungspunkte und müssen nicht zu einem gemeinsamen Tagesprogramm verbunden werden.
Weitere Reiseziele entdecken: Gais, Ahrntal, Sand In Taufers, Enneberg, Abtei, Gsies, Welsberg-Taisten, Kiens.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pustertal.