Am Fuß des Sassolungo verbindet St. Christina In Gröden Dolomitenlandschaft mit Kunst, Geschichte und Wegen unterschiedlicher Ausrichtung. Blütenreiche Wiesen und ungewöhnliche Felsformationen umgeben den Ort. Von Santa Cristina besteht unmittelbarer Zugang zum Naturpark Puez-Geisler; Wanderwege beginnen direkt im Ort und führen in die Dolomiten. Auch für die Reiseplanung im Winter gibt es einen eigenen Bezug: Von Santa Cristina besteht direkter Zugang zur Sellaronda im Dolomiti-Superski-Gebiet.
Wege zwischen Natur und Ortsgeschichte
Der Kunst- und Naturlehrpfad Troi UNIKA widmet sich der Kunst, der Natur und der tief verwurzelten Grödner Schnitztradition. Er beginnt auf dem Monte Pana in Santa Cristina. Der Rundweg startet nahe dem Hotel Cendevaves und ist im Sommer auch mit einem Kinderwagen zugänglich. Ein weiterer Weg auf dem Monte Pana ist der Erlebnisweg PanaRaida: Vom Ortszentrum erreichen Sie ihn mit dem Sessellift oder zu Fuß in etwa 40 Minuten.
Andere Wege setzen eigene Schwerpunkte. Der Weg der traditionellen Höfe beginnt am Kirchplatz und führt zu mehreren Berghöfen, die mit der bäuerlichen Kultur des Ortes verbunden sind. Informationstafeln mit alten Fotografien erläutern dort die Geschichte der einzelnen Almhöfe. Auch der Kreuzweg beginnt am Kirchplatz; seine 14 Stationen zeigen Bronzeskulpturen lokaler Bildhauer. Der Legend Trail startet hinter der Pfarrkirche von Santa Cristina. So reichen die Themen vom bäuerlichen Leben über religiöse Kunst bis zu Natur und Schnitztradition.
Kunst, Kirche und Spuren der Grödner Bahn
In der Pfarrkirche von Santa Cristina ist der untere Teil eines romanischen Glockenturms erhalten. Er gehört zu einer Kirche, die in einer päpstlichen Bulle von 1342 erwähnt wurde. Der Hauptaltar entstand um 1690 durch die Künstlerdynastie Vinazer. Eine andere Form der Holzbildhauerei zeigt die weltgrößte Krippe: 18 Bildhauer aus Santa Cristina schufen sie; seit 2000 ist sie im Centro Sportivo Iman ausgestellt.
Die ehemalige Grödner Bahn lässt sich auf unterschiedliche Weise entdecken. Der heutige Weg folgt auf 12 Kilometern der gut erhaltenen früheren Bahnstrecke von Roncadizza über Ortisei und Santa Cristina bis nach Selva. Historische Tafeln und Bilder entlang des Weges erläutern die Geschichte der Eisenbahn. Im Tunnel der ehemaligen Bahn nahe der Pfarrkirche von Santa Cristina vermitteln interaktive Tafeln historische Fakten, technische Details und Geschichten über die frühere Eisenbahn. Der restaurierte Tunnel wurde 2017 für geschichtsinteressierte Passanten zugänglich gemacht.
Zwischen Selva Gardena und Santa Cristina liegt Castel Gardena, ein Jagdschloss und eine Sommerresidenz im Renaissancestil. Zusammen mit den Spuren der Bahn und den Kunstwerken im Ort eröffnet es weitere Einblicke in die Geschichte der Gegend. Zur ladinischen kulturellen Identität von Santa Cristina gehört außerdem die Holzschnitztradition. Lokale Vereine veranstalten im Jahresverlauf zahlreiche Feste.
Reiseplanung und Unterkunftssuche
Neben dem Zugang zur Sellaronda ist der 7,5 Kilometer lange Langlaufparcours Val Scura eine weitere winterliche Möglichkeit. Für die Anreise fährt die Buslinie 350 halbstündlich von Ponte Gardena oder Chiusa nach Santa Cristina. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan.
Weitere Reiseziele entdecken: Deutschnofen, Lengstein, Ritten, Sarntal, Tiers, Klobenstein, Mölten, Eggen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Salten-Schlern.