In Franzensfeste treffen Festungsgeschichte, Ausstellungen und Einblicke in den Brenner-Basistunnel aufeinander. Die Festung Franzensfeste und das grün schimmernde Staubecken prägen die enge Talpassage vor Brixen/Bressanone. Für die Wahl des Reiseziels ist die Verbindung aus Baugeschichte und verschiedenen Ausstellungsthemen ein markanter Anhaltspunkt; dazu kommen Radstrecken mit unterschiedlichen Richtungen und Längen.
Festung und ihre Geschichte
Das Forte di Fortezza umfasst 65.000 Quadratmeter Gebäudefläche und ist die größte historische Stätte Südtirols. Die Dauerausstellung der Festung erzählt die Geschichte des befestigten Bauwerks und des Goldes der italienischen Nationalbank, das während des Zweiten Weltkriegs dort eingelagert wurde. Die Ausstellung „La Cattedrale nel deserto“ behandelt den Entwurf und Bau der Festung sowie die Geschichte des Transports und der Lagerung von Gold in Franzensfeste.
Das Forte Alto ist nur im Rahmen einer Führung zugänglich. Der Aufstieg führt über eine unterirdische Treppe mit 452 Stufen. Von der Aussichtsplattform bietet sich ein Blick auf das Forte Basso und das Forte Medio, das Dorf Fortezza und die umliegende Landschaft. Wenn das Forte Alto zu Ihrem Besuchsplan gehört, informieren Sie sich vorab über die aktuellen Führungsmöglichkeiten.
Bunker und Ausstellungen
Die Dauerausstellung „Bunkerizzato. Bunker in Alto Adige“ befasst sich mit dem in den 1930er- und 1940er-Jahren errichteten Alpenwall. Fünf der mehr als 300 Bunker in Südtirol befinden sich in Franzensfeste. Zu sehen sind eine originalgetreue Nachbildung des Bunkers Nr. 3 sowie Artefakte, Fotografien, Texte, Infografiken, Dokumente und Videos. Die Bandbreite der Ausstellung reicht damit von einer räumlichen Rekonstruktion bis zu unterschiedlichen dokumentarischen Medien.
Ein Exponat ist eine 1950 entwickelte Rakete: Sie ist über acht Meter lang, wiegt zwei Tonnen und konnte bis zu 48 Kilometer weit gestartet werden. Sie konnte konventionelle, chemische oder nukleare Sprengköpfe tragen. Auch der Zugang zum letzten Ausstellungsraum ist Teil des Besuchserlebnisses: Die Tür lässt sich nur mit einem Code öffnen, den Sie durch ein Besucher-Rätsel ermitteln.
Der Bunker Nr. 3 liegt in einem Wald nahe der Festung Franzensfeste. Sein unterirdisches System erstreckt sich über 290 Meter und überwindet im natürlichen Fels einen Höhenunterschied von fast 26 Metern. Diese Maße geben dem Bunker eine andere Dimension als die Ausstellung mit ihrer Nachbildung und den vielen verschiedenen Exponaten.
Der BBT-INFOPOINT ist eine Dauerausstellung über den Bau des Brenner-Basistunnels in den historischen Räumen der Festung und erstreckt sich über fast 200 Quadratmeter. Interaktive Scannerfahrten führen in den Tunnel; ein multimediales Erlebnis behandelt den Tunnelbau. Wenn dieser Ausstellungsteil für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.
Radstrecken und Anreise zur Festung
Für die Brennerradroute Brenner–Bozen sind ab Franzensfeste zwei Richtungen mit unterschiedlichen Distanzen angegeben: 45 Kilometer in Richtung Brenner und 43 Kilometer in Richtung Bozen. Davon zu unterscheiden ist die Pista ciclabile della Val Pusteria. Sie führt von San Candido über Brunico nach Fortezza und ist eine von zwei Radstrecken, die vor der Festung Franzensfeste verlaufen. Die Angaben machen die Streckenwahl konkret: Für die Brennerradroute stehen zwei Richtungsdistanzen im Vordergrund, bei der Pista ciclabile della Val Pusteria der Verlauf über die genannten Orte.
Vom Bahnhof Franzensfeste sind es etwa 20 Gehminuten bis zur Festung. Eine Bushaltestelle befindet sich direkt am Haupteingang. An der Haltestelle „Festung“ zwischen Aicha und Franzensfeste wird dagegen nur auf Anfrage gehalten. Unterscheiden Sie diese beiden Haltestellen bei der Planung Ihrer Fahrt.
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