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Für eine Reise nach Pfitsch lassen sich Wandern und Baugeschichte besonders konkret planen. In Prati stehen zwei unterschiedlich beschriebene Routen neben kulturhistorischen Zielen: Die Rundwanderung „Prantlweg–Roanderweg“ ist über ihren Verlauf eingeordnet, die Wanderung „Da Prati al Gschleiboden“ zusätzlich mit Länge, ungefährer Dauer und Aufstieg. So können Sie zunächst entscheiden, ob Ihnen eine Runde mit benannten Wegabschnitten oder eine Tour mit bezifferter Zeitplanung besser entspricht. Kirche und Castel Palù liegen in Prati; die Heiliggrab-Kapelle dagegen in Moos bei Wiesen.

Wanderungen in Prati auswählen

Die Rundwanderung „Prantlweg–Roanderweg“ beginnt am Gemeindepark von Prati, führt über beide genannten Wege zum Castel Palù und kehrt nach Prati zurück. Wenn Sie den Verlauf anhand markanter Stationen planen, sind der Start am Gemeindepark und das Castel Palù wichtige Orientierungspunkte. Der Gemeindepark umfasst außerdem einen Garten, eine Minigolfanlage und einen Kneipp-Parcours.

Die Wanderung „Da Prati al Gschleiboden“ beginnt am Castel Palù und verläuft über die Wege 25A, 25 und 25B. Sie ist 5,5 Kilometer lang, dauert etwa 2 Stunden und 45 Minuten und weist 511 Höhenmeter im Aufstieg auf. Die ungefähre Dauer und der Höhenunterschied geben einen konkreten Rahmen für die Tagesplanung, ohne die Tour auf eine reine Gehzeit zu reduzieren. Am Gschleiboden bietet sich ein Panoramablick über den gesamten Talboden. Ergänzend wurden Nordic-Walking-Strecken in Prati und im oberen Val di Vizze angelegt. Da sich Wegbedingungen ändern können, prüfen Sie die örtlichen Verhältnisse vor dem Start.

Baugeschichte in Prati

Castel Palù ist ein Gebäude aus dem 14. Jahrhundert und zählt zu den ältesten Gebäuden von Prati. Seine erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1325. Die Datierung des Gebäudes und die erste schriftliche Nennung markieren dabei unterschiedliche historische Bezugspunkte. Unmittelbar neben Castel Palù steht das Palais Wiesenheim. Auffällig ist dessen markanter Eckturm mit Erker, einem aus der Fassade hervortretenden Gebäudeteil.

Auch die Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz vereint mehrere Zeitebenen. Das heutige Gebäude aus Granitblöcken wurde 1515 von Adam Schaiter aus Sterzing errichtet. Im Kirchenraum befindet sich ein gotisches Kruzifix aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts; die Gewölbefresken von Josef Renzler stammen dagegen aus dem Jahr 1841. Mittelalterliches Kunstwerk, Baugeschichte und spätere Ausmalung lassen sich so an einer Kirche unterscheiden, statt sie einem einzigen Entstehungszeitraum zuzuordnen.

Die Heiliggrab-Kapelle bei Wiesen

Ein eigenes Ziel für Kulturinteressierte ist die oktogonale Heiliggrab-Kapelle in Moos bei Wiesen. Sie wurde auf Veranlassung von Daniel von Elzenbaum errichtet und 1681 geweiht. Zur Ostertradition gehört, dass das Heilige Grab jedes Jahr geöffnet und geschmückt wird. Die Kapelle unterscheidet sich damit sowohl durch ihre achteckige Form als auch durch den wiederkehrenden Brauch von den Bauwerken in Prati.

Winter und weitere Aktivitäten

Für den Winter ist die 20 Kilometer lange Rundloipe von Prati ein eigenes Thema. Sie beginnt im Sportgebiet Grube auf 1.500 Metern Höhe und wird als präpariert und beleuchtet beschrieben. Winterbedingungen und Präparierung können variieren; prüfen Sie daher die örtlichen Bedingungen vor dem Start. So stehen unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: Routen durch Prati, eine Wanderung mit konkreten Zeit- und Höhenangaben, Bauwerke mit mehreren historischen Epochen und ein saisonales Langlaufangebot.

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