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Ein Niederwald am Fluss, ein ethnografischer Weg und Zeugnisse bäuerlicher Arbeit geben Cimego ein vielschichtiges Profil. Im Mittelpunkt stehen sowohl die Landschaft am Chiese und Rio Caino als auch Orte, an denen Geschichte, Pflanzenwissen und handwerkliche Verarbeitung greifbar werden. Wer einen Aufenthalt plant, kann dadurch zwischen Naturerlebnissen, kulturellen Entdeckungen und saisonalen Aktivitäten unterscheiden.

Landschaft am Chiese und Rio Caino

Das Schutzgebiet bei Cimego umfasst einen Niederwald aus Pappeln, Erlen und Eschen entlang des Flusses Chiese und des unteren Rio Caino. Das lokale Schutzgebiet von Cimego gehört zum Netzwerk der Naturreservate des Chiese-Tals. Der untere Abschnitt des Rio Caino gehört zum Schutzgebiet; entlang dieses Abschnitts können Sie den gleichnamigen ethnografischen Weg besuchen. So liegt der Fluss nicht nur im Zentrum der Landschaft, sondern gibt auch einem Weg seinen Namen.

Am Rio Caino liegt außerdem ein kleiner, stimmungsvoller Flusspark. Hier können Sie die Landschaft genießen und vor oder nach einer Wanderung entspannen. Für die Planung ist das eine andere Art von Aufenthalt als der Blick auf die geschützte Waldlandschaft: Der Park bietet Raum für eine Pause, während der Weg die Erkundung des Flussabschnitts ermöglicht. Die Bedingungen am Weg können variieren; prüfen Sie sie vor Ihrem Besuch.

Der ethnografische Weg: Pflanzen, Kalk und Erinnerung

Der ethnografische Weg Rio Caino verbindet verschiedene Themen der lokalen Geschichte und Landschaft. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts predigte Dolcino, begleitet von Margherita, in Cimego seine Lehre und gewann zahlreiche Anhänger. Entlang des Weges wurde zur Erinnerung daran das Casa Museo di Dolcino e Margherita eingerichtet. Die historische Episode und das Museum geben dem Weg eine kulturelle Dimension, die über die Betrachtung des Flussraums hinausgeht.

Auch der Orto della strega Brigida liegt am Weg. In diesem botanischen Kleinod sind einige der zahlreichen Kräuter zusammengetragen, die Brigida verwendete. Ein weiteres Zeugnis handwerklicher Arbeit ist der restaurierte Kalkofen, der in den ethnografischen Weg einbezogen wurde und der Kalkherstellung diente. Zusammen zeigen Kräutergarten und Kalkofen zwei unterschiedliche Seiten des Weges: Pflanzenwissen und ein Verfahren, mit dem Kalk hergestellt wurde.

Dorfleben, Mühle und Schmiede

Das Casa Museo Marascalchi befindet sich im mittelalterlichen historischen Zentrum von Quartinago-Cimego in der Gemeinde Borgo Chiese. Als Museum der bäuerlichen Zivilisation richtet es den Blick auf das ländliche Leben. Quartinago di Cimego ist ein mittelalterliches Dorf und Veranstaltungsort der Weihnachtsmärkte. Außerdem führt die Pista ciclabile della Valle del Chiese durch Quartinago di Cimego. Dorfgeschichte, Weihnachtsmärkte und Radroute sind damit verschiedene Anknüpfungspunkte, um den Ort zu entdecken.

In der Mühle Il Mulino wird der gesamte Verarbeitungskreislauf von Getreide gezeigt: vom Mahlen bis zum Brotbacken. Die Mühle wurde erst kürzlich wieder in Betrieb genommen und wird durch das Wasser des Rio Caino angetrieben. Die Schmiede La fucina ist als eine Art „lebendiges Museum“ gestaltet; dort können Besucher alle Arbeitsgänge der Eisenverarbeitung verfolgen. Der Vergleich macht die unterschiedlichen Handwerksthemen deutlich: In Il Mulino steht die Verarbeitung von Getreide im Vordergrund, in La fucina diejenige von Eisen.

Jahreszeit und Aufenthalt planen

Im Winter gibt es in Cimego zahlreiche Skitouren-Routen und eine Langlaufloipe. Diese saisonalen Möglichkeiten unterscheiden sich von den Themen des ethnografischen Weges und der Dorfmuseen. So lässt sich der Aufenthalt nach den eigenen Interessen ausrichten, ohne die verschiedenen Angebote zu einer einzigen Route zusammenzufassen.

Weitere Reiseziele entdecken: Fiera Di Primiero, Passo Rolle, Grigno, Drena, Mattarello, Mezzano, Tres, Meano.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trentino.

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