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Montebenichi ist ein gut erhaltenes Dorf mit authentischem spätmittelalterlichem Charakter. Seine Geschichte zeigt sich in unterschiedlichen Spuren: an einem noch sichtbaren Abschnitt der mittelalterlichen Mauern, an sakralen Gebäuden mit verschiedenen Bauphasen und an Gegenständen, deren Datierungen weit auseinanderliegen. So begegnen Ihnen mehrere Zeitschichten, von frühchristlichen Ursprüngen bis zu neugotischen Formen.

Burgmauern und Kirchen

Das Castelletto di Montebenichi grenzt unmittelbar an einen breiten Abschnitt der mittelalterlichen Mauern, der noch sichtbar ist. Ursprünglich war das Castelletto der Festungskern; der Maler Salvadore Malesci restaurierte es in neugotischen Formen. Die Chiesa di Santa Maria e Santa Brigida steht außerhalb des Mauerrings der Burg von Montebenichi. In ihrem Innenraum befinden sich neugotische Wandmalereien. Mauerring, Festungskern und Kirche geben damit unterschiedliche Hinweise auf die Baugeschichte des Ortes, ohne dass sie zu einer einzigen Bauphase gehören.

In Altaserra wurde die Pieve di Santa Maria in einem Dokument erstmals am 20. Juni 715 erwähnt. Das Dokument betrifft einen Streit zwischen den Bischöfen von Arezzo und Siena. Die Pieve di Santa Maria Assunta in Altaserra hat paleochristliche Ursprünge und wurde im 12. Jahrhundert wiederaufgebaut. Zu ihren bemerkenswerten Details zählen ein auf 1596 datierter Taufbrunnen und ein geschnitztes steinernes Weihwasserbecken aus dem Jahr 1574. An diesen Jahreszahlen lässt sich die zeitliche Spannweite sakraler Kunst und Ausstattung ablesen.

Historische Namen und Naturerbe

Die Errichtung des Oratorio di San Francesco im Jahr 1605 wird nach Ansicht einiger Wissenschaftler Francesco Stendardi zugeschrieben, einem Sohn des bekannten Capitan Goro. Die Zuschreibung bleibt damit eine wissenschaftliche Einschätzung. Im Palazzo Stendardi am Eingang von Montebenichi wird über Gregorio Stendardi, genannt Goro da Montebenichi, berichtet. Dabei geht es um seinen Dienst in den Truppen von Giovanni dalle Bande Nere und für Francesco Ferrucci.

Der Olivone di Montebenichi ist auch unter dem Namen Noccolo bekannt. Sein Alter wird auf ungefähr 500 Jahre geschätzt. Der Stamm hat einen Umfang von etwa 640 cm, der Baum ist rund 4,5 Meter hoch; die Maße können je nach Messmethode leicht variieren. Seit 2023 ist der Olivone in den Regionalen Registern der lokalen genetischen Ressourcen verzeichnet. Name, geschätztes Alter, Maße und Registereintrag bieten unterschiedliche Anhaltspunkte, um dieses Naturerbe einzuordnen.

Waldwege und Touren

Hinter Montebenichi führt der Sentiero C.A.I. N° 147 durch ein Waldgebiet, in dem Laubbäume, Kastanien, Buchen, Flaumeichen und Erdbeerbäume vorherrschen. Der Alta Valdambra CAI 47 erreicht die mittelalterliche Burg von Montebenichi und kann zu Fuß, mit dem Mountainbike oder zu Pferd zurückgelegt werden. Auf dem Abschnitt von Montebenichi nach Cennina folgt dieser Weg einer alten Höhenkammstraße, die einst die Valdambra mit dem Chianti verband. Prüfen Sie vor einer Tour die aktuellen Wegbedingungen.

Eine andere Art der Tour beschreibt der Ausflug „Viaggio tra ruscelli e sorgenti di Montebenichi“: Dabei folgt man einem Wasserlauf ungefähr drei Kilometer und überquert ihn etwa achtmal. Wie diese Querungen möglich sind, hängt vom Wetter und den Wasserbedingungen ab. Die Angaben zu den Touren setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Beim CAI 47 sind Fortbewegungsarten und historische Linienführung genannt, beim Wasserlauf-Ausflug die ungefähre Strecke und Zahl der Querungen. So können Sie die beschriebenen Themen danach abwägen, ob Sie eher eine Route mit mehreren Fortbewegungsarten oder eine Tour mit wiederholten Wasserquerungen suchen.

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