Querce lässt sich über zwei eng mit dem Ort verbundene Themen erschließen: das Santuario della Madonna della Querce und La Cellina. Das Santuario befindet sich in Querce, in der Gemeinde Fucecchio, eingebettet in die grünen Wälder der Cerbaie und wenige Kilometer von Fucecchio entfernt. Es wurde zwischen 1637 und 1639 erbaut. Für die Reiseplanung ist diese Verbindung aus Ortsgeschichte und Landschaft ein klarer Ausgangspunkt; die Geschichte von La Cellina reicht noch weiter zurück.
La Cellina: Zugang zu Fuß
Von der Via della Cellina aus ist La Cellina über eine ausschließlich für Fußgänger bestimmte Straße erreichbar. Sie beginnt hinter dem Santuario und dem Friedhof. Damit sind sowohl der Ausgangspunkt als auch der Beginn des Fußwegs benannt.
Spaziergänge zwischen Cerbaie und Padule
Eine kommunale Veranstaltung am 5. Juli 2025 stellte den Sentiero della Beatitudine als kurzen Fußweg durch die Wälder der Cerbaie vor, geprägt von Natur, Geschichte und Legenden. Im Herbstprogramm 2024 der Antica Cellina delle Querce wurde der Rundweg Anello di Crocialoni e Docce beschrieben; er führte zu mehreren Seen zwischen den Cerbaie-Hügeln und dem Padule di Fucecchio. Im Jahr 2018 führte ein Spaziergang durch die Eichenwälder rund um den Lago della Cellina; ein weiterer verlief durch die Cerbaie-Wälder in Querce bis an den Rand des Padule di Fucecchio.
Die Wegangaben setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Beim Sentiero ist ein kurzer Fußweg genannt, beim Anello stehen mehrere Seen als Wegziele im Mittelpunkt. Die Spaziergänge von 2018 ergänzen diese Bezüge um den Lago della Cellina und den Rand des Padule. So können Sie die beschriebenen Landschaftsthemen unterscheiden, ohne sie zu einer einzigen Route zusammenzufassen.
Heiligtümer und religiöse Geschichte
La Cellina ist ein kleines Heiligtum, das auf einer Quelle errichtet wurde, und wurde bald zu einem Ziel von Wallfahrten. Für das Jahr 866 ist an der Stätte der Madonna della Querce eine dem Märtyrer Nazarius geweihte mittelalterliche Kirche überliefert. Am 18. Mai 1637 begann in La Cellina ein Register, in dem Gläubige der Jungfrau zugeschriebene Gnaden festhielten. 1876 erklärte Bischof Pio Alberto Del Corona das Wasser von La Cellina durch ein bischöfliches Dekret für wundertätig. Das Gemälde der Madonna di Viterbo aus dem zuvor bestehenden kleinen Gebäude wurde 1639 auf den Hauptaltar der neuen Kirche übertragen.
Damit reicht der historische Bogen von der für 866 überlieferten Kirche über Register und Kirchenbau im 17. Jahrhundert bis zur bischöflichen Erklärung von 1876. Die Einträge zum Heiligtum und die Übertragung des Gemäldes gehören zu unterschiedlichen Kapiteln dieser Geschichte.
Erinnerung an den August 1944
Auch die Geschichte des Zweiten Weltkriegs ist Teil des Ortsbezugs: Querce gehörte zu den Ortsteilen der Gemeinde Fucecchio, die vom Massaker von Padule di Fucecchio betroffen waren. Das Massaker ereignete sich am 23. August 1944.
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