Der Arno durchquert Florenz von Osten nach Westen. Das historische Zentrum umfasst 505 Hektar und gilt als einzigartiges soziales und städtebauliches Werk, geprägt von lang anhaltender Kreativität. Sein maßgeblicher Einfluss auf die Entwicklung von Architektur und bildenden Künsten reichte zunächst nach Italien und anschließend nach Europa. Florenz lässt sich damit zugleich als konkreter Stadtraum und als Ort einer weitreichenden Kunstgeschichte betrachten.
Kunstgeschichte in mehreren Perspektiven
Die Galleria dell’Accademia zeigt Michelangelos vier Prigioni. Auch Michelangelos David ist mit dem Museum verbunden: Im August 1873 wurde die Skulptur von der Piazza della Signoria in die Galleria dell’Accademia verlegt. So stehen in Florenz sowohl einzelne Werke als auch ihre Geschichte im Mittelpunkt.
Die Musei del Bargello umfassen fünf eigenständige Einrichtungen. Gemeinsam bilden sie einen facettenreichen Museumskomplex zur florentinischen Kunst und Geschichte vor, während und nach der Renaissance. Das Museo dell’Opera del Duomo umfasst mehr als 750 Werke aus über 720 Jahren Geschichte. Die beiden Angebote eröffnen unterschiedliche zeitliche Perspektiven: Der Bargello-Komplex ordnet Kunst in die Abschnitte vor, während und nach der Renaissance ein; beim Dommuseum reicht die Geschichte über mehr als sieben Jahrhunderte.
Gärten, Märkte und Zeit im Freien
Die Boboli-Gärten sind ein Freilichtmuseum mit antiken und Renaissance-Skulpturen. Die Medici prägten die Gestaltung der Gärten und schufen den italienischen Gartenstil, der vielen europäischen Höfen als Vorbild diente. Wer sich für Gartenkunst interessiert, begegnet hier also sowohl Skulpturen als auch einer Gestaltungsidee mit europäischer Wirkung. Die Gärten sind über vier Zugänge erreichbar: an der Piazza Pitti, über den Eingang Annalena in der Via Romana 37/A, am Forte Belvedere und an der Porta Romana. Bitte prüfen Sie die Zugangsregelungen vor dem Besuch noch einmal.
Auch die Märkte bieten unterschiedliche Einblicke. Der überdachte Mercato di Sant’Ambrogio beherbergt Lebensmittelgeschäfte und wurde 1873 eröffnet. Am Mercato Centrale können Sie in kleinen Trattorien verschiedene typische Gerichte probieren. So stehen Lebensmittelgeschäfte am einen Ort und typische Gerichte zum Probieren am anderen als unterschiedliche Anlässe für einen Marktbesuch nebeneinander.
Für Bewegung und Erholung wird der Parco delle Cascine von Einheimischen und Besuchern zum Sporttreiben, Spazierengehen und Erholen genutzt. Die Bicipolitana hilft Besuchern, Radwege in der Stadt, in Parks und entlang der Flussufer zu entdecken. Bitte prüfen Sie vor einer Fahrt die Karten und informieren Sie sich, welche Abschnitte fertiggestellt sind.
Orientierung in der Stadt
Der Bahnhof Firenze Santa Maria Novella liegt im Stadtzentrum; der Dom ist von dort aus fünf Gehminuten entfernt. Santa Croce erreichen Sie vom Bahnhof durch das historische Zentrum in etwa 20 Minuten zu Fuß. Für den Besuch von Santa Croce gibt es geführte Besichtigungen mit eigenem Personal sowie einen Audioguide für den individuellen Besuch. Damit können Sie zwischen einer Führung und einer selbstständigen Erkundung wählen.
Für weitere touristische Orientierung gibt es Feel Florence, die offizielle Tourismusseite und App der Stadt Florenz und der Metropolitanstadt Florenz.
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