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Der Wochenmarkt in Marradi findet montags von 8 bis 13 Uhr statt und bietet einen konkreten zeitlichen Bezugspunkt für die Planung eines Aufenthalts. Der Lamone durchquert den Ort; im historischen Zentrum prägen zahlreiche Adelspaläste das Ortsbild.

Paläste und Kirchenkunst

Die Baugeschichte des Palazzo Torriani beginnt Ende des 16. Jahrhunderts mit einem Auftrag der Familie Razzi. Später übernahm die Familie Torriani den Besitz und schloss den Bau um 1650 ab. Im Inneren sind Dekorationen im Liberty-Stil von Galileo Chini aus den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts sowie ein Gemälde von Silvestro Lega erhalten.

Bei der Chiesa di San Lorenzo liegt der historische Akzent anders: Sie wurde im 18. Jahrhundert im neoklassizistischen Stil rekonstruiert. In der Kirche sind außerdem Gemälde des Maestro di Marradi erhalten. Palazzo und Kirche stehen damit für unterschiedliche Aspekte der Kunstgeschichte Marradis: hier Bauphasen und Innenausstattung, dort eine Rekonstruktion im neoklassizistischen Stil und die erhaltenen Gemälde.

Kastanien, Literatur und Kunst

Im Centro di Studio e Documentazione sul Castagno gibt es die Dauerausstellung „Il castagno e le sue risorse“. Das Kastanienthema umfasst dort auch didaktische Wege für Schülerinnen und Schüler der Primar- und Sekundarstufe sowie für Studierende an Universitäten. Amateure und Naturkundler werden ebenfalls einbezogen. Für organisierte Besuche mit spezialisierten Führern ist eine Reservierung erforderlich; prüfen Sie diese Vorgabe vor der Reise nochmals.

Zum kulturellen Bild gehören auch zwei Einrichtungen mit Bezug zu Dino Campana, deren Schwerpunkte sich unterscheiden. Die 68 Werke bilden die Grundlage des Museo de Arte Contemporánea „Artisti per Dino Campana“. Das Centro Studi Campaniani wurde 1989 gegründet, um das Werk und die Dokumentation des Dichters Dino Campana zu bewahren und fortzuführen. In Marradi befindet sich außerdem das Teatro degli Animosi aus dem 18. Jahrhundert.

Auch kulinarisch lässt sich das Kastanienthema einordnen: Der Marrone del Mugello IGP wird geröstet oder gekocht verzehrt und für Zubereitungen wie Castagnaccio und Marron glacé verwendet.

Landschaft, Wege und Anreise

Das Gebiet von Marradi eignet sich zum Trekking und Mountainbiken. Ein Weg durch den Toskanisch-Emilianischen Apennin beginnt in Marradi und endet bei der Eremo di Gamogna, einem alten Klosterkomplex. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegbedingungen und den Zugang.

Auf der Route „Nei Castagneti“ sind jahrhundertealte, gut gepflegte Edelkastanienhaine sichtbar. Sie setzt damit einen eigenen landschaftlichen Akzent neben dem Weg zur Eremo di Gamogna: Bei der einen Route ist das Ziel ein alter Klosterkomplex, bei der anderen prägen sichtbare Kastanienhaine den beschriebenen Routencharakter.

Mit der Ferrovia Faentina erreichen Sie Marradi von Borgo San Lorenzo aus etwa eine halbe Stunde nach der Abfahrt. Die Reisezeit ist eine ungefähre Orientierung und kann je nach Zugverbindung variieren; prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag.

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