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Am südlichen Mauerring von Tatti ist ein rundbogiges Tor erhalten, überragt von drei abgerundeten Steinen. Ein Teil des Mauerrings ist noch erkennbar, besonders an der Südseite. Auf dem höchsten Punkt des Hügels von Tatti steht außerdem ein imposanter steinerner Cassero, der sich um einen Innenhof erstreckt. Dabei unterscheiden sich die Bezugspunkte: Bei Mauerring und Tor ist vor allem die Südseite wichtig, beim Cassero der höchste Punkt des Hügels und die Anordnung um einen Innenhof.

Kirchen und historische Zeitmarken

Tatti ist seit dem 9. Jahrhundert in den Inventaren des Bistums Lucca belegt. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert von den Aldobrandeschi erworben und 1267 an die Pannocchieschi abgetreten. So stehen ein früher Beleg für den Ort und zwei spätere Vorgänge in der Geschichte der Burg nebeneinander. Der frühe Beleg für Tatti reicht weiter zurück als die genannten Besitzwechsel der Burg: Ortsgeschichte und Burggeschichte haben hier unterschiedliche zeitliche Bezugspunkte.

Auch die Kirchen setzen eigene Zeitmarken. San Sebastiano weist noch deutlich erkennbare mittelalterliche Merkmale auf und wurde im 18. Jahrhundert renoviert. Santa Maria Assunta stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde Ende des 19. Jahrhunderts vollständig umgebaut. Der Unterschied zwischen einer Renovierung und einem vollständigen Umbau zeigt, dass die beiden Kirchen unterschiedliche Baugeschichten haben.

Selva di Tatti: gemeinschaftlicher Wald

Die Selva di Tatti eröffnet einen anderen Schwerpunkt. Sie ist ein Gemeinschaftswald, der rechtmäßig dem gesamten Ort gehört, und in drei benannte Waldbezirke gegliedert: Bandita La Selva, Bandita di Mezzo und Bandita del Pian di Tatti. Die gemeinschaftliche Zugehörigkeit verbindet die Landschaft mit der örtlichen Ordnung; die drei Namen geben ihrer Einteilung eine konkrete Form. Für die Wahl zwischen einem kulturhistorischen und einem landschaftlich geprägten Aufenthalt ist diese Unterscheidung hilfreich: Zu Tattis Themen gehören sowohl Kirchen und bauliche Spuren als auch eine ausdrücklich gemeinschaftliche Waldlandschaft.

Geführte Ausflüge planen

Zum geführten Ausflugsprogramm gehört eine Route mit dem Titel „Il borgo di Tatti, tra fontanili e mulini“. Das Programm umfasst außerdem Routen durch Wälder, über alte Wege und durch die Orte Prata, Niccioleta und Tatti. So lässt sich zwischen einer ausdrücklich Tatti benennenden Route und einem breiteren Angebot geführter Wege und Ortsrouten unterscheiden.

Für die geführte Wanderung mit Tatti ist eine Anmeldung mindestens 48 Stunden im Voraus erforderlich. Die geführten Ausflüge des Programms, das Tatti einschließt, sind für Gruppen von zwei bis 20 Teilnehmenden ausgelegt. Prüfen Sie vor der Reise den saisonalen Kalender und bestätigen Sie die Arrangements. Anmeldefrist und Gruppengröße sind konkrete Punkte, die Sie vor der Auswahl der geführten Variante berücksichtigen können.

Weitere Reiseziele entdecken: Cura Nuova, Prata.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Massa Marittima.

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