Montecarlo verbindet DOC-Wein mit mittelalterlichen Gassen und einer markanten Baugeschichte. Für einen Aufenthalt lassen sich deshalb verschiedene Schwerpunkte setzen: geführte Weinverkostungen, ein Spaziergang durch das Ortszentrum, erhaltene Stadttore oder eine Radroute. Bei der Auswahl hilft die Frage, ob ein Veranstaltungsformat, ein Ortsgang mit Verkostung oder eine Strecke auf dem Rad im Vordergrund stehen soll.
Wein: Herkunft, Rundgang und Veranstaltungen
Die kontrollierte Ursprungsbezeichnung Montecarlo DOC wurde am 13. August 1969 offiziell anerkannt. Einen direkten Bezug zu diesem Wein bietet die Strada del Vino e dell’Olio di Lucca, Montecarlo e Versilia: Auf ihr gehört die Verkostung eines weißen Montecarlo-DOC-Weins zu den beschriebenen Stationen.
Die Veranstaltung Via Vinaria wurde im Frühjahr 2000 ins Leben gerufen. Sie lädt dazu ein, Montecarlos mittelalterliche Gassen und seine Weine bei geführten Verkostungen mit den Winzern zu entdecken. Bei der Veranstaltung bringen kostenlose Wine-Bus-Shuttles Besucher entlang der Veranstaltungsroute zu den teilnehmenden Weingütern; alternativ kann die Route mit dem eigenen Fahrzeug befahren werden. Führung, Verkostung und die Wahl zwischen Shuttle und eigenem Fahrzeug geben diesem Angebot einen anderen Ablauf als einem Spaziergang durch das Ortszentrum.
Die Strada del Vino e dell’Olio lässt sich im Borgo Montecarlo beginnen. Sie umfasst einen Spaziergang durch das Ortszentrum sowie die Verkostung eines weißen Montecarlo-DOC-Weins. Damit verbindet sie zwei konkrete Elemente: einen Gang durch den Ort und eine Verkostung. Die Via Vinaria ist dagegen mit geführten Verkostungen mit Winzern und einer Veranstaltungsroute zu teilnehmenden Weingütern beschrieben.
Eine weitere Weinveranstaltung ist die Festa del Vino di Montecarlo. Sie ist eine Tradition, entstand 1968 und hebt die Verbindung zwischen Montecarlo und seinem typischen Produkt hervor. Prüfen Sie vor der Reise die konkreten Veranstaltungstermine.
Stadtmauer und historische Bauten
Entlang der historischen Stadtmauer von Montecarlo sind drei der ursprünglich fünfzehn Tore erhalten: die Porta Fiorentina, die Porticciola und die Porta Nuova. Die Namen bieten konkrete Anhaltspunkte für einen Blick auf die Befestigungsgeschichte des Ortes.
Die heutige Pieve di San Piero in Campo ist seit dem 14. Jahrhundert nahezu unverändert erhalten. Sie hat drei Schiffe und eine einzige Apsis. Die Schiffe beschreiben die Gliederung des Kirchenraums; zusammen mit der einzelnen Apsis vermitteln sie einen konkreten Eindruck vom Aufbau der Kirche.
Das Teatro dei Rassicurati zählt zu den kleinsten Theatern Europas. Es verfügt über 22 Logen in zwei Rängen und etwa 200 Sitzplätze. Die Zahl der Sitzplätze ist eine ungefähre Angabe; die Logen sind auf zwei Ebenen angeordnet.
Innerhalb der hohen Mauern der Fortezza di Montecarlo liegt ein italienischer Garten. Zu seinen Merkmalen gehören zahlreiche Orangen- und Zitronenbäume, alte Rosen und Akanthus. Hier stehen die hohen Festungsmauern in direkter Beziehung zu einer Gartenanlage mit einer benannten, vielfältigen Bepflanzung.
Eine Radroute als eigener Schwerpunkt
Der Radweg „Da Montecarlo a Lucca e ritorno“ verläuft fast vollständig auf Asphalt. 5,3 Kilometer führen auf dem Radweg am Uferdamm des Serchio. Die Angaben unterscheiden damit eine überwiegend asphaltierte Strecke von einem ausdrücklich benannten Abschnitt am Flussufer.
Für die Wahl zwischen den Angeboten zählt vor allem die Art der Aktivität: Die Via Vinaria verbindet geführte Verkostungen mit Shuttle oder eigenem Fahrzeug, die Strada del Vino e dell’Olio einen Spaziergang durchs Zentrum mit weißem DOC-Wein. Der Radweg ist eine eigene Option für alle, die Montecarlo und Lucca per Rad verbinden möchten.
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