Zum Inhalt

Montigiano verbindet weit auseinanderliegende Zeitbezüge mit einer markanten Olivenlandschaft. Die Chiesa di S. Lucia führt von einer Erwähnung aus dem Jahr 1260 zum heutigen Bau des frühen 20. Jahrhunderts; am Kirchhof öffnet sich der Blick über Olivenbäume. Dazu kommen das Monumento ai caduti sowie Wege durch Oliventerrassen und Wald. So stehen Bau- und Erinnerungsgeschichte neben einer Landschaftsperspektive, die sich an konkreten Routen und Zielen orientiert.

Chiesa di S. Lucia: Geschichte und Gestaltung

Die Chiesa di S. Lucia in Montigiano wird im Katalog der Kirchen von Lucca aus dem Jahr 1260 erwähnt. Das heutige Gebäude entstand in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts über einer früheren romanischen Kirche. Damit treffen zwei historische Bezugspunkte aufeinander: die Erwähnung aus dem Mittelalter und die Entstehung des heutigen Kirchenbaus. Auch die Gestaltung setzt einen eigenen Akzent. Die florale Dekoration im Liberty-Stil ist von einem dominanten Pflanzenmotiv und vergoldeten Flächen geprägt. Baugeschichte und Dekor geben so verschiedene Einblicke in die Kirche: Der eine Bezug führt zu ihrer früheren Geschichte, der andere zum Erscheinungsbild des heutigen Gebäudes.

Das Monumento ai caduti

Ein anderer Erinnerungsort ist das Monumento ai caduti in Montigiano. Es ist ein Obelisk aus der Zeit von 1925 bis 1949 und verzeichnet die Namen der Gefallenen beider Weltkriege. Im oberen Teil befinden sich ein als Hochrelief ausgeführter Helm sowie bronzene Eichen- und Lorbeerzweige. Form, Namen und Gestaltungselemente geben dem Denkmal unterschiedliche, konkret benennbare Aspekte: Die Obeliskform prägt seinen Aufbau, während die verzeichneten Namen den Erinnerungsbezug zu beiden Weltkriegen festhalten. Zusammen mit der Kirchengeschichte ergänzt das Monument die Baugeschichte um einen eigenen Bezug zum Gedenken.

Olivenlandschaft und Wege

Vom Kirchhof der Chiesa di S. Lucia bietet sich ein weiter Blick über ein Meer von Olivenbäumen, die vor langer Zeit von den Mönchen der Jura gepflanzt wurden. Einen anderen Landschaftsbezug bietet der Sentiero delle Stipe: Auf seinem Weg nach Montigiano führt er durch eindrucksvolle Oliventerrassen. Der Blick vom Kirchhof und die Terrassen am Weg zeigen Oliven in unterschiedlichen Zusammenhängen – einmal als weites Panorama, einmal als Landschaft entlang einer Route.

Ein weiterer Weg verläuft auf dem Bergrücken von Montigiano entlang der Straße nach Fibbialla und führt durch den Wald zum Lavatoio della Nespola. Die beiden Wegbeschreibungen setzen verschiedene Schwerpunkte: Der Sentiero delle Stipe führt durch Terrassen nach Montigiano, der Weg auf dem Bergrücken durch den Wald zum Waschhaus. Da sich Wegverhältnisse ändern können, prüfen Sie diese vor dem Aufbruch. Für Radfahrende ist außerdem der Giro di Fibbialla benannt: Die Radrundfahrt führt bis zu der Straße, die Montigiano mit Fibbialla verbindet.

Für die Reiseplanung lassen sich diese Motive gut auseinanderhalten. Chiesa di S. Lucia und Monumento ai caduti bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Bau- und Erinnerungsgeschichte. Kirchhofblick, Oliventerrassen und Waldweg lenken den Blick dagegen auf verschiedene Landschaftsbilder und Ziele; der Giro di Fibbialla ergänzt sie um einen Radbezug. So können Sie danach abwägen, ob Ortsgeschichte, Olivenlandschaft oder eine der beschriebenen Wegverbindungen am besten zu Ihrem Interesse passt.

Weitere Reiseziele entdecken: Compignano, Miglianello, Piano Di Mommio, Massaciuccoli, Bargecchia, Pieve A Elici, Mommio Castello, Corsanico-Bargecchia

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Massarosa.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.