An der Apsis der Pieve di San Giovanni Battista ist eine romanische Bauphase aus dem 12. Jahrhundert sichtbar. Diese historische Spur gibt Pieve di Monti di Villa einen kulturhistorischen Bezug; zugleich führt eine Variante des Cammino di Santa Giulia bergauf in den Ort. Kirchenbau und Wanderinteresse sind damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Zielwahl.
Wandern und Orientierung
Die Variante T008VA02 des Cammino di Santa Giulia führt von Fornoli über Granaiola bergauf nach Pieve di Monti di Villa. Fornoli ist der Ausgangspunkt, Granaiola der Zwischenort, und der Weg führt bergauf zum Ziel. Eine zweite Orientierung setzt bei Bagni di Lucca an, etwa neun Kilometer von Pieve entfernt. Die beschriebene Zufahrt führt über Ponte a Serraglio, die Abzweigung La Cova und Granaiola. Granaiola erscheint in beiden Angaben, jedoch mit unterschiedlicher Funktion: einmal als Zwischenort der Wanderroute aus Fornoli, einmal in der Zufahrtsfolge ab Bagni di Lucca. Für Ihre Planung ist es hilfreich, zwischen der Wanderroute mit Ziel im Ort und der räumlichen Orientierung ab Bagni di Lucca zu unterscheiden.
Ortsbild und Baugeschichte
Die Via Fillungo teilt den Ort gedanklich in zwei Teile. An ihr liegen charakteristische Wohnhäuser und alte Gebäude. Für die Orientierung im Ortsbild bietet die Straße damit einen konkreten Bezugspunkt: Die Teilung beschreibt eine gedankliche Ordnung, während die Häuser und älteren Bauten entlang der Via Fillungo den baulichen Charakter zeigen.
Der Grundriss der Pieve di San Giovanni Battista hat die Form eines lateinischen Kreuzes. Ein einziges Schiff, ein breites Querhaus und eine Apsis bilden die Anlage; das Dach besitzt eine Holzbinderkonstruktion. Das Schiff ist der längs gerichtete Hauptraum, das Querhaus liegt quer dazu. Diese Teile machen verständlich, wie sich die Kreuzform im Grundriss abzeichnet. An der Apsis ist zusätzlich die romanische Bauphase aus dem 12. Jahrhundert sichtbar. So lässt sich die Kirche sowohl über ihren Gesamtplan als auch über ein konkretes historisches Bauteil einordnen.
Casa Gabrielli ist ein Wohnhaus aus dem 16. Jahrhundert mit zwei Schießscharten für Arkebusen. Die Kombination aus Wohnhaus, Datierung und diesen beiden Baumerkmalen setzt einen anderen architektonischen Akzent als der Grundriss der Pieve. Das Oratorio della Madonna del Carmine liegt etwa 300 Meter südlich der Kirche San Giovanni Battista. Die ungefähre Distanz ordnet das Oratorio räumlich zur Pfarrkirche ein.
Landschaftliche Bezugspunkte
Pieve di Monti di Villa ist von zahlreichen Wasserläufen umgeben. Die beiden wichtigsten sind der Torrente Fegana im Westen und der Camaione im Osten. Von Pieve aus bietet sich außerdem ein Ausblick auf das Camaione-Tal. Die Himmelsrichtungen helfen, die beiden Wasserläufe zueinander einzuordnen; der Talblick ergänzt diese Orientierung um einen weiteren Landschaftsbezug.
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