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In Terricciola treffen Weinbau, etruskische Geschichte und abwechslungsreiche Landschaftsbilder aufeinander. Wege führen durch Weinberge, Olivenhaine, Lehmgebiete und Wälder; Kirchen und unterirdische Anlagen geben Einblicke in unterschiedliche historische Epochen. So können Sie bei der Planung den Schwerpunkt auf Natur und Landschaft, Kulturerbe oder Wein legen.

Wege durch Lehm, Weinberge und Wald

Der Sentiero 461 wechselt zwischen von Zypressen gesäumten Abschnitten und Ausblicken auf Weinberge, Olivenhaine und von Lehm geprägte Landschaften. Der Sentiero 455 erschließt die Lehm-Landschaft im Südwesten des Gemeindegebiets von Terricciola. Beim Sentiero 453, Lago di Cuccheri, gehören sandige Böden und Sandstein aus dem Pleistozän zum Landschaftsbild. Der Weg ist nach dem kleinen künstlichen See in Cuccheri benannt.

Auch die übrigen Routen setzen unterschiedliche Akzente. Ein Abschnitt des Sentiero 464 verläuft auf etwa 1,5 Kilometern am Torrente Sterza entlang. Im Seengebiet bei La Sterza kommen Wasservögel wie Blässhühner, Graureiher, Stockenten und Schwäne vor. Der Sentiero 454 führt durch einen Weinberg ins Valle Botro di Rosciano und anschließend am Botro entlang durch Wiesen und Wald. Beim Sentiero 451 wechseln Weinberge und Olivenhaine mit überwiegend sandigem Gelände. Im Umfeld dieses Weges liegen zudem kleine etruskische Felsnekropolen, die größtenteils in das 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. datiert werden.

Damit unterscheiden sich die Landschaftsbilder nicht nur durch ihre Vegetation: Lehm, Sand und Sandstein prägen verschiedene Routenabschnitte, während andernorts Wasserläufe, Wiesen oder Wald hinzukommen. Wer sich für die Landschaft interessiert, kann diese Merkmale als Orientierung bei der Auswahl eines Weges nutzen, ohne die Routen als einheitliche Strecke zu betrachten.

Etruskische Spuren und historische Bauwerke

Die etruskische Geschichte Terricciolas zeigt sich in Tuffstein-Hypogäen. Das Ipogeo del Belvedere ist etwa 15,5 Meter lang und besitzt sechs Nischen. Beim Ipogeo del Cassero fällt dagegen der lineare Grundriss ins Auge: Seitliche Nischen und ein Spitzbogen sind dort in sandigem Gestein ausgehauen. Die beiden Anlagen bieten unterschiedliche bauliche Merkmale, an denen sich die unterirdische Architektur des Ortes betrachten lässt.

Auch die Kirchen geben konkrete Anhaltspunkte für die Ortsgeschichte. Die Chiesa di San Donato steht im höchsten Teil von Terricciola; ihre Innenräume sind im neoklassizistischen Stil der Mitte des 19. Jahrhunderts gestaltet. In der Kirche wird eine Madonna mit Kind und Heiligen aufbewahrt, die Anton Domenico Bamberini zugeschrieben wird. Architektur und Kunstwerk bilden dabei zwei verschiedene Aspekte des Besuchs: den Stil des Innenraums und ein einzelnes, einem Künstler zugeordnetes Werk.

Die Badia di Morrona ist eine alte Abtei, die mit dem mittelalterlichen Mönchtum verbunden ist und von den Cadolingi gegründet wurde. Das Santuario della Madonna di Monterosso ist eine alte Wachburg mit einem Portikus aus dem 19. Jahrhundert. Zusammen mit den Kirchen und unterirdischen Anlagen zeigen diese Orte, wie unterschiedlich das Kulturerbe in Terricciola ausgeprägt ist: von sakralen Innenräumen und Kunst bis zu mittelalterlicher Klostergeschichte und älteren Felsräumen.

Weinbau und Verkostung

Mit Weinreben bedeckte Hügel haben Terricciola zu einem Weinbaugebiet gemacht. Wein ist zugleich ein Thema mit langer Geschichte: Grabbeigaben aus antiken Gräbern der Gegend belegen den Weinkonsum seit der hellenistischen Zeit. Wer sich nicht nur für den Weinbau als Landschaftsmerkmal interessiert, kann bei der Weintour der Fattoria Fibbiano eine Verkostung von fünf Weinen zusammen mit toskanischen Wurstwaren und Käsesorten erleben. Prüfen Sie vorab die Verfügbarkeit der Tour.

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