Wer Buggiano für einen kulturorientierten Aufenthalt auswählt, kann sakrale Kunst und unterschiedliche Wegthemen in den Blick nehmen. Das historische Zentrum von Borgo a Buggiano ist reich an historisch-künstlerischen Monumenten. Kirchen, ein Oratorium und ein Museum machen diese Ausrichtung konkret; zwei benannte Wege bieten eine andere Perspektive. So können Sie Ihren Aufenthalt nach dem eigenen Schwerpunkt planen, statt aus den einzelnen Orten eine feste Rundtour abzuleiten.
Kirchen, Kunst und Geschichte
Das Museo Parrocchiale del Santissimo Crocifisso wurde 1982 eröffnet. Zu seiner Sammlung gehören sakrale Ausstattungsstücke, liturgische Gegenstände und Paramente aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. Diese verschiedenen Gruppen geben Einblick in sakrale Ausstattung über mehrere Jahrhunderte. Paramente sind liturgische Textilien; neben ihnen stehen Gegenstände für den kirchlichen Gebrauch und weitere Ausstattungsstücke. Für Besichtigungen des Museums wird um vorherige Anfrage gebeten. Stimmen Sie einen Besuch deshalb vor der Reise ab.
Die Chiesa di Santa Marta ist einschiffig, wirkt barock und besitzt reichen Stuckdekor. Ein einschiffiger Grundriss bündelt den Kirchenraum um ein Hauptschiff; hier kommt diese klare Raumform mit einer aufwendig geschmückten Oberfläche zusammen. Seit 1924 dient die Kirche als Gedenkkapelle für die im Krieg Gefallenen. In ihr befindet sich außerdem Alessandro Bardellis Darstellung der Mariä Himmelfahrt. Bauform, Gedenkfunktion und Gemälde bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte, wenn Sie sakrale Architektur und Kunst in Ihre Reiseüberlegungen einbeziehen.
Das Oratorio del Giglio liegt in unmittelbarer Nähe des historischen Zentrums von Borgo a Buggiano. Es beherbergt ein Fresko der Madonna della Neve aus der Giotto-Schule. Das Oratorio soll aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammen; die Datierung bleibt damit eine Vermutung. Einen weiteren historischen Bezugspunkt bildet das Convento di Santa Maria in Selva: Es wurde 1272 gegründet und wird seit seiner Gründung von Augustinervätern geführt. Zusammen zeigen die genannten Orte verschiedene Facetten des kulturellen Themas – von einem einzelnen Fresko und seiner möglichen Entstehungszeit bis zur langen Geschichte eines Klosters.
Zwei Wege, zwei Arten der Orientierung
Der einfache Rad- und Fußweg La Pineta lungo il Torrente Cessana verläuft südlich der Eisenbahnlinie zwischen Borgo a Buggiano und Chiesina Uzzanese. Damit lässt sich seine Lage anhand der Bahnlinie und der beiden genannten Orte einordnen. Der Sentiero n°5 – Via dei Borghi setzt einen anderen Akzent: Er führt hinunter bis nach Borgo a Buggiano zu den Waschplätzen und anschließend in Richtung Buggiano Castello. Bei der Auswahl können Sie also überlegen, ob Sie eher einen einfachen Rad- und Fußweg zwischen zwei Orten oder einen Weg mit benannten Zielpunkten bevorzugen. Die beiden Beschreibungen bieten unterschiedliche Orientierungspunkte, ohne eine gemeinsame Route vorzugeben.
Pflanzen und Speisen bei der Fiera in Selva
Bei der Fiera in Selva werden auf der Wiese der Kirche Santa Maria in Selva Pflanzen, Blumen und Obstbäume verschiedener Arten ausgestellt. An den meisten Ständen werden Speisen frisch zubereitet; außerdem gibt es Croccanti. Damit kommt neben sakraler Kunst auch eine Veranstaltung mit Pflanzen und Speisen als mögliches Interesse für die Reise hinzu. Wenn Sie die Fiera in Ihre Planung aufnehmen möchten, prüfen Sie die konkreten Termine vorab.
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