Ein Silberaltar in der Kathedrale, mittelalterliche Fresken und Spuren alter Wassernutzung unter der Stadt: Pistoia eröffnet mehrere Zugänge zu Geschichte und Kunst. In der Provinz weitet sich der Blick auf Feuchtgebiete, Wälder und Wege im Apennin. So lässt sich ein Aufenthalt nach den Entdeckungen ausrichten, die Sie besonders interessieren – vom städtischen Kulturerbe bis zu regionalen Landschaften und Traditionen.
Kunst, Kirchen und Geschichte in Pistoia
Im historischen Zentrum von Pistoia betreibt die Fondazione Pistoia Musei vier Museumsstandorte. Die konkrete Zusammensetzung der Museumsstandorte kann sich im Lauf der Zeit ändern. Ein prägnantes Zeugnis der sakralen Kunst bewahrt die Kathedrale San Zeno: ihren Silberaltar, der als eines der bedeutendsten Werke der italienischen und europäischen gotischen Goldschmiedekunst gilt, sowie eine Reliquie des heiligen Jakobus. Der Altar verbindet handwerkliche Kunstfertigkeit mit dem religiösen Erbe der Stadt.
Auch die Chiesa di San Jacopo in Castellare gehört zu den wichtigen Kunstorten Pistoias. Ihre Fresken lassen die Entwicklung der lokalen Malerei vom 13. bis zum späten 14. Jahrhundert nachvollziehen. Wer sich für jüngere Kunst interessiert, findet im Museo del Novecento e del Contemporaneo di Palazzo Fabroni die ständige Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst der Stadt; hinzu kommen Wechselausstellungen. Zusammen zeigen diese Orte, wie unterschiedlich die künstlerischen Zeitspannen sind, die Pistoia bewahrt.
Eine andere Art, die Vergangenheit der Stadt zu erschließen, bietet Pistoia Sotterranea: Der geführte archäologische Rundgang unter Pistoia behandelt die historische Nutzung des Wassers und erstreckt sich über etwa 650 Meter unter dem Krankenhaus. Zu den dort beschriebenen Funden gehören eine römische Brücke, mittelalterliche Waschplätze, ein antikes Stadttor und zwei Mühlen. Die älteste dieser Mühlen stammt aus dem 12. Jahrhundert. Da sich die Zugangsbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, sie vor dem Besuch zu prüfen.
Feuchtgebiete und Apenninlandschaften
Die Provinz Pistoia umfasst fünfzehn Schutzgebiete und unterschiedliche Lebensräume mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Das Padule di Fucecchio ist nach der Ramsar-Konvention als schützenswertes Feuchtgebiet ausgewiesen. Eine ganz andere Landschaft prägt die WWF-assoziierte Naturschutzreserve Oasi Dynamo im Pistoia-Apennin: Sie erstreckt sich über mehr als 1.000 Hektar bis auf 1.100 Meter Höhe. Feuchtgebiet und Apenninreserve stehen für unterschiedliche Facetten der regionalen Natur, ohne dass sie dieselbe Art von Landschaftserlebnis bieten.
Auch Wege geben der Region einen kulturellen Zusammenhang. In Pistoia und der Montagna Pistoiese kreuzen sich fünf Pilgerwege, die Geschichte, Tradition und unberührte Landschaften verbinden. In der Provinz führt der neun Kilometer lange Ecomuseo-Trekkingweg Sentiero della Ghiacciaia von der Ghiacciaia della Madonnina zum Giardino dell’Energia Rinnovabile in Pontepetri. Im Museo Ferrucciano di Gavinana steht dagegen die Ortsgeschichte im Mittelpunkt: Es erinnert an Francesco Ferrucci und an die historische Schlacht von Gavinana von 1530.
Rundstrecken, Bahn und Winterangebote
Für Mountainbiker sind zwei unterschiedliche Landschaftsbezüge beschrieben. Eine Rundstrecke in Pistoia beginnt nahe dem Stadtzentrum an der Piazza Oplà und führt bergauf in Richtung Germinaia und Iano; unterwegs bietet sie Panoramablicke auf die Stadt. Die Rundstrecke ab Sammommè verläuft durch Bereiche der Montagna Pistoiese mit Kastanien- und Buchenwäldern. Für die Wahl zwischen den beiden Routen können Sie also Stadtpanorama und Anstieg den Waldgebieten gegenüberstellen. Prüfen Sie vor der Abfahrt die aktuellen Wegbedingungen.
Die weiterhin aktive Ferrovia Porrettana verkehrt täglich zwischen Pistoia und Porretta. Da sich Fahrpläne ändern können, ist ein Blick auf den aktuellen Fahrplan vor der Fahrt sinnvoll. Davon unterscheidet sich das saisonale Programm des Porrettana Express mit historischen Zügen und Vintage-Wagen; dazu gehören Workshops, Ausflüge und Führungen. Informieren Sie sich vorab über die Termine. Ein weiteres Angebot für den Winter ist das Skigebiet Doganaccia: Von Cutigliano aus ist es mit einer Seilbahn in acht Minuten erreichbar. Die Pisten umfassen etwa 15 Kilometer, davon sind drei Kilometer für das Nachtskifahren beleuchtet. Prüfen Sie vor der Anreise den Betrieb der Seilbahn und die Bedingungen im Skigebiet.
Necci aus der Montagna Pistoiese
Zur regionalen Küche gehören in der Montagna Pistoiese Necci: dünne Fladen aus Kastanienmehl, die traditionell zu einer Cannoloform gerollt und mit Ricotta gefüllt werden. Die Kombination aus Kastanienmehl und Ricotta gibt der Spezialität ihre eigene, klar umrissene Form. Sie ist ein kulinarischer Einblick in die Tradition der Montagna Pistoiese und ergänzt die kulturellen und landschaftlichen Entdeckungen der Provinz um eine regionale Essensidee.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: San Marcello Pistoiese, Larciano, Abetone, Buggiano, Cutigliano, Lamporecchio, Marliana, Massa E Cozzile, Monsummano Terme, Montecatini Terme, Pescia, Pistoia, Quarrata, Serravalle Pistoiese, Uzzano, Pieve A Nievole, Montale, Piteglio, Chiesina Uzzanese, Ponte Buggianese, Sambuca Pistoiese, Agliana, Pianosinatico, Campo Tizzoro, Limestre, Stiappa, Pracchia, Lizzanello, Castagno, Cecina und Panicagliora.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Toskana.