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Montecatini Terme verbindet Thermalarchitektur mit Kunst- und Kirchengeschichte; die Grotta Maona ergänzt diese Themen um eine natürliche Höhle. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, den Schwerpunkt festzulegen: Interessieren Sie sich vor allem für Baugeschichte, für sakrale Kunst oder auch für die Naturperspektive?

Thermalarchitektur und Kunst

Montecatini Terme ist Teil der transnationalen seriellen Welterbestätte Great Spa Towns of Europe. Einen konkreten Bezug zur Thermalarchitektur bietet der Komplex Terme Tamerici, der zu den Orten gehört, die den von Jugendstil-Thermalarchitektur geprägten Charakter Montecatinis besonders gut bewahren. In seinem Garten steht die Fontana delle Naiadi: bronzene Najaden auf Travertinsockeln, gestaltet als Miniatur des Brunnens auf der Piazza Esedra in Rom. Der Rom-Bezug steckt hier in einem bestimmten Kunstwerk und lässt sich neben die Architekturgeschichte des Ortes stellen.

Eine andere Baugeschichte erzählt die Palazzina Regia. Paoletti entwarf sie 1777; 1782 wurde sie für den Sommeraufenthalt der großherzoglichen Familie fertiggestellt. Die Palazzina bewahrt außerdem Interieurs, Mobiliar und Dekorationen im Stil der Belle Époque. Baugeschichte und Ausstattung sind damit zwei unterschiedliche Aspekte desselben Gebäudes, die sich bei der Einordnung getrennt betrachten lassen.

Auch Mo.C.A. – Montecatini Terme Contemporary Art – gehört zum kulturellen Profil: Seit 2012 ist es ein Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst. Einen anderen historischen Bezug bietet die Kirche Santa Maria Assunta, die Papst Johannes Paul II. 1988 zur Basilica minor erklärte. Zusammen stehen diese Beispiele für unterschiedliche Formen des Kulturerbes: zeitgenössische Kunst, sakrale Architektur und Thermalarchitektur.

Sakrale Kunst in Montecatini Alto

Im Museo di Arte Sacra in Montecatini Alto befindet sich ein Reliquiar der heiligen Barbara aus getriebenem Silber. Eine Florentiner Werkstatt fertigte es in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts an. Das Museum beherbergt außerdem eine permanente Krippendarstellung sowie liturgische Gegenstände. So stehen ein einzelnes, mit Material und Entstehungszeit näher beschriebenes Werk und weitere sakrale Objekte nebeneinander. Wenn Sie sich für diese Sammlung interessieren, können Sie Montecatini Alto als eigenen Schwerpunkt in Ihre Reiseplanung aufnehmen.

Natur und Verbindung zum Bergort

Die Grotta Maona ist eine natürliche Höhle mit zwei Schächten. Sie ist 20 Meter tief und 200 Meter lang. Mit diesen Maßen lässt sie sich als Naturziel anders einordnen als die Bauwerke, Kirchen und Kunstsammlungen: Hier steht eine natürliche Formation im Mittelpunkt.

Montecatini Alto ist der ursprüngliche Bergort; die zwei roten Wagen der Standseilbahn fahren zwischen ihm und Montecatini Terme hinauf und hinunter. Wenn Sie Montecatini Alto in Ihre Reise einbeziehen möchten, berücksichtigen Sie diese Verbindung bei der Planung und prüfen Sie vor Reiseantritt die Betriebsbedingungen.

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