Castelvecchi ist ein kleiner Weiler in den Hügeln oberhalb von Radda in Chianti. Auf 600 Metern Höhe ist er von Weinbergen und Eichenwäldern umgeben. Mehrere Radrundtouren beginnen und enden hier; zugleich reichen die historischen Spuren des Orts bis ins Mittelalter zurück. So lässt sich Castelvecchi über Geschichte, Wein oder Radfahren kennenlernen. Der Weiler liegt etwa 3 Kilometer von Radda in Chianti entfernt; in der Nähe der Pieve steht ein großer Parkplatz zur Verfügung.
Ort und Geschichte
Die Ursprünge reichen bis ins 10. oder 11. Jahrhundert zurück. Mittelalterliche Aufzeichnungen führen den Ort unter dem Namen „Castello et Curtis“. Die Bezeichnung deutet auf eine militärische Funktion und das Vorhandensein eines Hofes hin. Historisch hatte Castelvecchi eine Funktion zur Beobachtung und Verteidigung und war mit starken Ringmauern befestigt. Auch die historischen Keller knüpfen an die ältere Baugeschichte an: Sie erstrecken sich über etwa 1.000 Quadratmeter unterirdischer Räume, die auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Verteidigungsanlage angelegt wurden.
Weinlandschaft und Erzeugnisse
Das Gut Castelvecchi umfasst im Herzen des Chianti etwa 300 Hektar Weinberge und Wälder. Seit Jahrhunderten produziert die Fattoria Castelvecchi Wein, natives Olivenöl extra und Grappa. Der Weinberg von Castelvecchi liegt nordwestlich der Gemeinde Radda in Chianti auf 530 Metern über dem Meeresspiegel; seine Böden bestehen aus Galestro und Sandstein. Der Weinberg Madonnino erstreckt sich in Castelvecchi vor der Pieve di Santa Maria Novella und zählt zu den ältesten Weinbergen des Chianti.
Bei der Weinprobe werden biologische Weine des Chianti Classico ausgeschenkt, die ausschließlich für die Gäste des Borgo hergestellt werden. Dazu gehört eine toskanische Aufschnitt- und Käseplatte, deren Zusammenstellung sich nach Geschmack anpassen lässt. Damit kommen regionale Erzeugnisse und eine konkrete Weinlandschaftsperspektive zu den historischen Bezügen des Orts hinzu.
Radrundtouren ab Castelvecchi
Vier Radrundtouren bieten unterschiedliche Distanzen und Ziele. „Il giro delle pievi“ ist etwa 30 Kilometer lang und führt über Volpaia und die Pieve di Santa Maria Novella zurück nach Castelvecchi. Die Strecke verläuft größtenteils auf weißen Straßen. Mit etwa 40 Kilometern ist „L’anello delle cantine“ länger; die mittelschwere Runde führt über Monterinaldi, San Sano und Ama und verbindet das Radfahren mit der Entdeckung von Weingütern des Chianti Classico. Wenn Sie die Weingüter besuchen möchten, ist eine Reservierung erforderlich.
„Il classico raddese“ führt über Radda in Chianti, Panzano in Chianti und Greve in Chianti und ist etwa 65 Kilometer lang. Die anspruchsvolle Runde „Le strade bianche di L’Eroica“ umfasst etwa 80 Kilometer, führt über Gaiole in Chianti, Brolio und Castelnuovo Berardenga und verläuft teilweise auf der Strecke von L’Eroica. Im Längenvergleich liegen die Pievi-Runde und die anspruchsvolle Eroica-Tour an den beiden Enden der Auswahl; die mittelschwere Cantine-Runde verbindet die kürzere Distanz mit dem Weinthema. Die Streckenbedingungen können variieren, prüfen Sie sie daher vor der Fahrt.
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