Montegabbro verbindet mittelalterliche Ortsgeschichte mit archäologischen Zeugnissen: Der südliche Abschnitt der Via Francigena beginnt hier und führt weiter nach Quartaia. So hat der Ort einen konkreten Bezug zu einer benannten Route, während Burgreste und Nekropole unterschiedliche historische Themen beisteuern. Für einen Aufenthalt können Sie den Ort selbst und die Stationen der Strecke als zwei Schwerpunkte betrachten.
Route und Ortsnamen einordnen
Die Route Montegabbro–Quartaia umfasst die Überreste der Burg von Montegabbro und die etruskische Nekropole von Dometaia. Quartaia ist das Ziel des südlichen Abschnitts; Dometaia liegt als archäologische Station im Verlauf. Damit stehen die ähnlich klingenden Namen für unterschiedliche Rollen in der Routenplanung: ein Ziel und eine Station.
Von der Route zu unterscheiden ist die Straße Montegabbro–Dometaia. Sie verbindet die Staatsstraße bei Il Monte über Montegabbro mit Dometaia. Für Ihre Orientierung sind das zwei verschiedene Angaben: Die Via Francigena führt weiter nach Quartaia, während die Straßenverbindung Dometaia einschließt.
Archäologische und kirchliche Geschichte
Die Nekropole von Dometaia umfasst 56 Bestattungen. Sie datieren von der Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. bis in die ersten Jahre des 2. Jahrhunderts n. Chr. Der lange zeitliche Rahmen unterscheidet diese archäologische Station von den mittelalterlichen Bezügen Montegabbros und den kirchlichen Bauzeugnissen entlang der Route.
Die seinerzeit neue Abteikirche von Badia di Santa Maria a Coneo wurde 1124 geweiht. Das Jahr ist ein einzelner historischer Bezugspunkt neben der über viele Jahrhunderte reichenden Datierung von Dometaia.
Für die Besichtigungsstation Badia di Coneo sind Besuche auf Anfrage vorgesehen. Klären Sie die Besuchsmöglichkeit lokal vorab, bevor Sie diese Station in Ihre Planung aufnehmen.
Montegabbro als mittelalterlicher Ort
Montegabbro gilt als interessante mittelalterliche Siedlung. Es gehört zu den ländlichen Siedlungskernen von Colle di Val d'Elsa, die auf einem Hügel liegen. Diese Verbindung aus mittelalterlichem Charakter und Hügellage lenkt den Blick auf Montegabbro als Ort selbst, nicht nur als Ausgangspunkt der Route. Am Eingang von Montegabbro ist eine sehr alte Ölmühle in ein Gebäude auf Privatgrund integriert. Möglicherweise befindet sie sich in einer großen etruskischen Kammergrabstätte.
San Pietro a Montegabbro gehörte zwischen 1200 und 1300 zu den elf Suffragankirchen der Pieve di Coneo. Dieser Zeitraum setzt die kirchliche Einordnung ins 13. Jahrhundert; im Vergleich dazu wurde die seinerzeit neue Abteikirche von Badia di Santa Maria a Coneo 1124 geweiht. So lassen sich die beiden Zeitangaben als unterschiedliche kirchliche Bezüge einordnen.
Den Aufenthaltsschwerpunkt wählen
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