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San Quirico D'orcia verbindet ein Freskenprogramm über zwei Stockwerke mit einer Gartenanlage aus dem späten 16. Jahrhundert und der Geschichte der Via Francigena. Für einen Kulturaufenthalt ergeben sich dadurch verschiedene Schwerpunkte: Malerei und Architektur, Gartenräume, Pilgergeschichte oder lokale Festkultur.

Palazzo Chigi und das Museo del Barbarossa

Der Palazzo Chigi wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auf Veranlassung von Kardinal Flavio Chigi errichtet und von Carlo Fontana entworfen. Sein Freskenprogramm erstreckt sich über zwei Stockwerke. Zu den Bildthemen gehören Allegorien der Jahreszeiten, der Tierkreiszeichen, der Elemente und der Künste sowie mythologische Darstellungen. Damit steht ein vielfältiges Programm im Mittelpunkt: Natur, Ordnung und Kunst treten neben mythologische Motive.

Das Museo del Barbarossa Orfeo Sorbellini richtet den Blick auf die Geschichte der Festa und ihre historischen Bezüge. Es präsentiert die vier Stadtviertel Borgo, Canneti, Castello und Prato, die Wettbewerbe der Alfieri und Arcieri sowie historische Zeitungen und Archivdokumente. Auch die Originalkostüme des historischen kaiserlichen Umzugs von Kaiser Friedrich I. von Schwaben und seiner Gemahlin Beatrix von Burgund werden dort ausgestellt. Einmal jährlich kommen die Kostüme bei der historischen Nachstellung und dem Umzug zum Einsatz. So stehen im Museum Festgeschichte, Wettbewerbe und dokumentarische Zeugnisse nebeneinander.

Gartenanlage und zeitgenössische Skulptur

Die Horti Leonini wurden um 1580 von Diomede Leoni als klassischer italienischer Garten im Herzen von San Quirico D'orcia angelegt. Die Anlage ist zweigeteilt: Der untere Bereich ist stärker künstlich gestaltet, der obere stärker naturnah. Dieser obere Teil liegt in einem jahrhundertealten Steineichenwald, den gewundene Wege durchziehen. Die beiden Bereiche zeigen damit unterschiedliche Gestaltungscharaktere innerhalb desselben Gartens.

Mit den Horti Leonini ist auch die zeitgenössische Skulptur verbunden: Die Ausstellung Forme nel Verde findet dort seit 1971 statt. Wer sich für die Verbindung von Gartenkunst und moderner Kunst interessiert, findet so neben der historischen Anlage eine weitere kulturelle Facette des Ortes.

Via Francigena: zwei Etappen mit unterschiedlichen Endpunkten

Die Etappe 35 der Via Francigena führt von Ponte d'Arbia nach San Quirico D'orcia. Etappe 36 beginnt hier und führt nach Radicofani. San Quirico ist damit Zielpunkt der einen und Ausgangspunkt der folgenden Etappe. Diese Gegenüberstellung hilft, die beiden Streckenabschnitte anhand ihrer Richtung zu unterscheiden. Etappe 36 können Sie zu Fuß gehen oder mit dem Mountainbike fahren.

Als Ziel im ländlichen Umfeld liegt die Cappella di Vitaleta wenige Kilometer von San Quirico D'orcia entfernt. Sie ist von der SP 146 in Richtung Pienza oder von der SR2 Cassia über unbefestigte Straßen sowie zu Fuß über Wege erreichbar. Prüfen Sie die Straßenbedingungen vor Ort, wenn Sie eine der Zufahrten einplanen.

Festa dell'Olio

Eine weitere Facette eröffnet die Festa dell'Olio. Ihr Programm umfasst Trekking, Verkostungen bei Olivenölproduzenten und geführte Verkostungen in Zusammenarbeit mit den Verkostungsexperten der AICOO. Bewegung und Olivenöl stehen dabei gemeinsam im Mittelpunkt. Das unterscheidet dieses Thema von den Bauwerken und Gartenanlagen: Hier lässt sich der Aufenthalt auch an einer Veranstaltung mit aktiven und kulinarischen Bestandteilen ausrichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Bagno Vignoni, Buonconvento, Toiano, Sinalunga, Torrita Di Siena, Piancastagnaio, Chiusdino, Siena.

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