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In Sovicille treffen ausgedehnte Waldlandschaften auf romanische Baukunst und historische Wege. Für die Planung eines Aufenthalts helfen zwei unterschiedliche Schwerpunkte: die Natur der Riserva Naturale Alto Merse und die vielfältigen Zeugnisse der Orts- und Baugeschichte. So können Sie zuerst entscheiden, ob Sie Ihre Zeit eher den Wald- und Routenthemen oder Kirchen, Brücken und historischen Gebäuden widmen möchten.

Wald, Fluss und Routen

Die Riserva Naturale Alto Merse umfasst einen langen Abschnitt des Flusses Merse. Zu ihren Wäldern gehören Bestände aus Zerreichen, Traubeneichen und Kastanien. Auch die Waldfauna ist konkret beschrieben: Grünspecht, Buntspecht und Wendehals zählen zu den drei genannten Spechtarten. Diese Angaben geben dem Naturthema mehrere Seiten – vom Flussabschnitt über unterschiedliche Baumarten bis zu den Vögeln, die zur Waldfauna gehören.

Das Museo Etnografico del Bosco bietet fünf Rundwege mit einer Gesamtlänge von 50 Kilometern; einige davon umfassen Projekte zeitgenössischer Kunst. Die Gesamtlänge steht für das Angebot aus mehreren Rundwegen, nicht für einen einzelnen Rundweg. Einen konkreten Streckenbezug liefert die Via dei 4 Borghi: Nach fünf Kilometern ab Orgia erreicht sie die Riserva Naturale Alto Merse. Die Route führt außerdem nach Torri und endet am mittelalterlichen Dorf mit seinem Kreuzgang. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Wegbedingungen.

Eine andere Größenordnung nennt der Grand Tour della Val di Merse mit ungefähr 173 Kilometern. Die Angabe ist eine ungefähre Routenlänge und lässt sich neben dem Rundwegenetz des Museums als eigener Maßstab lesen. Für die Auswahl Ihrer Ausflüge lohnt es sich deshalb, die konkrete Routenbeschreibung und deren Umfang im Blick zu behalten, statt die verschiedenen Längen miteinander zu verwechseln.

Romanik und historische Schichten

Im historischen Zentrum von Sovicille umgibt ein Mauerring aus dem 15. Jahrhundert den Ort. Im 12. Jahrhundert war das Zentrum Sitz einer Burg, die dem Bischof von Siena gehörte. Die beiden Zeitangaben verweisen auf unterschiedliche Abschnitte der Ortsgeschichte. Eine weitere romanische Sehenswürdigkeit ist die Pieve di San Giovanni Battista, besser bekannt als Pieve di Ponte allo Spino. Sie gilt als eines der interessantesten romanischen Bauwerke des sienesischen Umlands.

Auch die Ponte della Pia verbindet Baugeschichte mit einem praktischen Detail. Die ursprünglich romanische Brücke wurde im Mittelalter wiederaufgebaut; ihr heutiges Erscheinungsbild geht wahrscheinlich auf Arbeiten um das 13. Jahrhundert zurück. Sie kann trotz fehlender Geländer vorsichtig überquert werden. Ein Waldweg an der Ponte della Pia folgt den Überresten einer antiken Straße, die einst „Manliana“ genannt wurde. Wenn Sie diesen Weg einplanen, prüfen Sie die örtlichen Wegbedingungen vor der Abfahrt.

Am Castello di Celsa wurde der italienische Garten im 16. Jahrhundert angelegt. Buchsbaumhecken bilden dort Sterne und einen Rechen – Symbole des Wappens der Familie Aldobrandini. Das macht den Garten zu einem eigenen Thema neben den Kirchen und Brücken: Seine überlieferten Formen erschließen sich über die Verbindung von Gestaltung und Wappensymbolik.

Bei Palazzo al Piano ist als ursprüngliches Element nur der abgeschrägte Sockel eines Turms mit einigen Schießscharten sichtbar. Im 19. Jahrhundert wurde der Bau von seinen Eigentümern, den Grafen Chigi Saracini, nahezu vollständig zu einer Villa mit Garten und weitläufigem Park umgebaut. Der Park ist heute verschwunden. Hier lässt sich die Geschichte also auch an dem ablesen, was von der früheren Anlage erhalten blieb – und an der späteren Umgestaltung.

Kloster, Fresken und Kreuzgänge

Das Eremo di San Salvatore a Lecceto vereint mehrere Aspekte religiöser und künstlerischer Geschichte. Sein Inneres wurde barock umgestaltet und bewahrt Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Die Klostergebäude sind um zwei Kreuzgänge angeordnet: Einer ist gotisch, der andere stammt aus dem 15. Jahrhundert. Ab dem 14. Jahrhundert wurde das Eremo zu einem spirituellen Zentrum, das mit dem Wirken der heiligen Katharina von Siena verbunden war. Wer sich für historische Bauformen interessiert, kann hier deshalb Kreuzgänge, Fresken und die spirituelle Bedeutung des Ortes als unterschiedliche Blickwinkel betrachten.

Den Aufenthalt ausrichten

Möchten Sie vor allem Waldlandschaft und Routen einbeziehen, oder stehen romanische Baukunst, Brücken und historische Umbauten im Vordergrund?

Weitere Reiseziele entdecken: Rosia, Stigliano, Carpineto, Piancastagnaio, Montepulciano, Colle Di Val D'elsa, Buonconvento, Castiglione D'orcia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Siena.

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