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Cecanibbi lässt sich über drei konkrete Themen einordnen: den Rückweg des Sentiero del Furioso, die kulinarische Tradition um Palomba alla ghiotta und die Burgarchitektur. Bei Passo della Palomba kommt ein eigener Blick auf Olivenanbau und Olivenöl hinzu. So können Sie Ihren Schwerpunkt zwischen Bewegung, Esskultur und historischen Bauformen wählen.

Unterwegs auf dem Sentiero del Furioso

Der Rückweg des Sentiero del Furioso führt über eine unbefestigte Straße durch Cecanibbi und am Convento di San Bartolomeo vorbei. Straßenoberfläche und Convento geben diesem Abschnitt zwei konkrete Merkmale, anhand derer Sie ihn im Verlauf der Route einordnen können.

Palomba alla ghiotta: Gericht und Tradition

Cecanibbi beherbergte jahrelang ein Fest zur Förderung des Gerichts Palomba alla ghiotta; die mit dem Rezept verbundenen Traditionen leben dort besonders fort. Auch der Club della Palomba und die Università della Palomba haben ihren Sitz in Cecanibbi.

Olivenöl bei Passo della Palomba

Auf dem etwa 15 Hektar großen Olivenlandgut von Passo della Palomba wachsen rund 5.000 Olivenbäume. Die Olivenhaine liefern fünf reinsortige Öle: Moraiolo, Frantoio, Leccino, Dolce Agogia und Don Carlo. Daneben stehen zwei Cuvées mit den Namen Olistico und Olistico G.C. Reinsortig bedeutet, dass ein Öl jeweils aus nur einer Olivensorte stammt; eine Cuvée ist eine Mischung verschiedener Sorten. Im Rahmen des Olivenöl-Erlebnisses können Gäste die moderne zweiphasige Ölmühle in Augenschein nehmen. Prüfen Sie vor der Reise, ob dieses Erlebnis für Ihren Termin verfügbar ist.

Burg Cecanibbi: Wehrbau und Kunst

Der Zugang zum ältesten Kern der Burg von Cecanibbi ist ein doppelter, flachbogiger Ziegelbogen, der in die Hauptgasse führt. Zur Burg gehören außerdem der Bergfried aus dem 13. Jahrhundert und das ehemalige Pfarrhaus. In dessen Erdgeschoss befindet sich die private Kapelle Sant’Angelo, die noch bedeutende originale malerische Zeugnisse bewahrt. An der Nordseite sind Spuren der Zinnen sowie Kragsteine erkennbar, die einst die Wehrgänge für Wachposten trugen. Ein flachbogiger Bogen ist weniger stark gewölbt als ein Rundbogen; die doppelte Ausführung bezeichnet den zweifachen Aufbau des Ziegelbogens. Der Bergfried ist der Hauptturm einer Burg. Zinnen sind erhöhte Abschnitte am oberen Abschluss einer Wehrmauer, die durch Lücken voneinander getrennt sind. Kragsteine ragen aus der Wand hervor und tragen Bauteile, die über die Mauerfläche hinausragen; an der Burg stützten sie einst die Wehrgänge für Wachposten. Ein Wehrgang ist ein erhöhter Laufweg entlang einer Befestigung. Ein Pfarrhaus ist das dem Pfarrer zugeordnete Haus; „ehemalig“ benennt seine frühere Funktion. Die Zinnen markieren den oberen Mauerabschluss, während die Kragsteine tiefer am Mauerwerk die Laufgänge trugen.

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