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Das Castello di Cibottola liegt auf der Kuppe eines Hügels im Tal des Flusses Nestore, auf 471 Metern Höhe südöstlich von Pietrafitta. Die Höhenangabe, die Richtung zu Pietrafitta und die Lage im Flusstal beschreiben den Standort aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Für die Reiseplanung sind die Burg und die innerhalb des Castello gelegene Kirche San Fortunato ebenso konkrete Anknüpfungspunkte wie die Trekkingroute Cibottola–La Fontana. Die Route ist mit einer Gehzeit von 4,5 Stunden angegeben und bildet einen eigenen, längeren Programmpunkt. So lässt sich Cibottola zwischen Kulturerbe und einer längeren Wanderung einordnen, ohne daraus einen festen Ablauf zu machen.

Castello di Cibottola: erhaltene Bauteile und Geschichte

Das Castello di Cibottola wurde etwa im 9. Jahrhundert errichtet. Zu seinen bedeutenden erhaltenen Resten zählen das Eingangstor mit dem originalen Torflügel der Zugbrücke, große Teile der Ringmauer und ein etwa 20 Meter hoher siebeneckiger Turm. Zu den erhaltenen Details gehört eine fünf Zentner schwere Glocke, die 1850 von Pietro Tocchi, Rektor der Universität Perugia, gestiftet wurde. Die Zeitangaben beziehen sich auf zwei verschiedene Vorgänge: Das 9. Jahrhundert auf die Errichtung der Burg, 1850 auf die Stiftung der Glocke.

San Fortunato: frühe Kirche und Fresken

Innerhalb des Castello liegt die Kirche San Fortunato, die vor dem Jahr 1000 erbaut wurde. Im rechten Joch bewahrt sie zahlreiche, relativ gut erhaltene Fresken. Dazu gehören fünf Heiligendarstellungen mit deutlich byzantinischen Zügen sowie eine Madonna mit Kind in giottesker Gestaltung. Die fünf Heiligenbilder und die Madonna mit Kind setzen unterschiedliche künstlerische Akzente; so lässt sich die Kirche nicht nur über ihr Alter, sondern auch über ihre Bildkunst einordnen.

San Bartolomeo: Kloster und Überlieferung

Das franziskanische Kloster San Bartolomeo liegt inmitten von Wäldern. Es ist heute teilweise zerstört und unbewohnt. Der lokalen Überlieferung nach hielten sich dort Franziskus von Assisi, Antonius von Padua, Bonaventura von Bagnoregio und Ägidios von Assisi unterschiedlich lange auf. Die Heiligenbezüge geben dem Kloster einen franziskanischen Akzent, der sich von den Fresken in San Fortunato unterscheidet: Hier prägen die lokale Überlieferung und die Waldlage die Einordnung. Eine am 10. Dezember 2024 aktualisierte Information nennt das Kloster als nicht für Besichtigungen zugänglich. Prüfen Sie vor einem Besuch, ob sich die Zugangsbedingungen geändert haben.

Trekkingroute Cibottola–La Fontana

Die Trekkingroute Cibottola–La Fontana beginnt unterhalb des Castello di Cibottola und folgt der Beschilderung der Sentieri del Perugino. Sie ist 11,3 Kilometer lang; als Gehzeit sind 4,5 Stunden angegeben. Diese Werte machen die Strecke zu einem eigenen größeren Programmpunkt statt zu einem kurzen Spaziergang. Die angegebene Zeit ist eine Orientierung, denn individuelle Gehzeiten variieren. Auch die Wegbedingungen können sich ändern; prüfen Sie sie vor dem Start.

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