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Das bewohnte Zentrum von Protte liegt innerhalb der Mauern. Die Ortsstruktur verbindet eine historische Befestigung mit einem weiterhin bewohnten Zentrum. Dazu kommen Kirchen mit unterschiedlichen historischen Bezügen und Radtouren, deren Beschreibungen leichte und mittelschwere Abschnitte unterscheiden. Wer Protte für eine Reise auswählt, kann Kulturgeschichte und Radfahren als getrennte, aber gut vergleichbare Schwerpunkte betrachten.

Burgmauern und Kirchen

Die Burg von Protte entstand 1388 auf dem Gelände einer bereits bestehenden offenen Siedlung. Die Burg von Protte entstand 1388 auf dem Gelände einer bereits bestehenden offenen Siedlung. Die Jahreszahl bezeichnet also die Entstehung der Burg, nicht den Beginn der Besiedlung. Das bewohnte Zentrum liegt innerhalb der Mauern. Die frühere Siedlungsphase und die spätere Burg gehören zu unterschiedlichen Abschnitten der Ortsgeschichte.

Innerhalb der Mauern befindet sich die alte Pfarrkirche San Giovanni Battista. Sie wurde mehrfach wiederaufgebaut; eine Überschwemmung des Marroggia führte 1565 zum nahezu vollständigen Wiederaufbau. Zum Bau gehören ein Portal aus dem 16. Jahrhundert und Fresken der umbrischen Schule. Baugeschichte und künstlerische Merkmale geben unterschiedliche Anhaltspunkte, um die Kirche einzuordnen.

Die kleine Kirche Madonna delle Grazie, auch Santa Maria delle Grazie genannt, liegt an der Straße, die von Beroide kommend Protte mit der Via Tuderte verbindet. Die Bilddarstellung der Madonna delle Grazie zeigt die Madonna mit dem Kind; die heiligen Fürsprecher Rocco und Sebastiano kamen später hinzu. Der Ortsbezug der Kirche und die zeitliche Ergänzung der Darstellung sind zwei unterschiedliche Aspekte dieses religiösen Erbes.

Ein römischer Grabstein aus Travertin stammt aus der Umgebung eines Bauernhauses, das vor 1881 dem Kloster S. Luca gehörte. Seine Inschrift bezieht sich auf das Grab des Arztes Q. Anneo Tebulo. Stein, Inschrift und der frühere Besitzbezug des Bauernhauses verbinden hier römische Grabkultur mit einer späteren Klostergeschichte.

Radtouren mit unterschiedlichen Profilen

Eine leichte Radtour nach Protte verläuft über eine wenig befahrene Nebenstraße durch bewirtschaftete Felder. Nach rechts bieten sich Ausblicke auf die Monti Martani, nach links auf den Monte Serano und die Berge des Valnerina. Die Beschreibung verbindet damit eine konkrete Feldlandschaft mit benannten Bergblicken; die Sichtverhältnisse können variieren.

Eine weitere leichte Radtour nutzt zunächst den Radweg Spoleto–Assisi und verläuft anschließend über gewöhnliche Straßen in Richtung Beroide. Sie setzt einen anderen Schwerpunkt als die leichte Tour nach Protte: Hier stehen die Nutzung des Radwegs und die Richtung Beroide im Vordergrund, dort Felder und Ausblicke.

Bei einer mittelschweren Radtour berührt der erste vollständig ebene Abschnitt Protte, Beroide und Castel San Giovanni und endet in Mercatello. Die Einstufung als mittelschwer und die Beschreibung des ebenen ersten Abschnitts gehören zusammen: Eben ist dieser Abschnitt, während die Tour als mittelschwer eingeordnet wird. So lässt sich ein konkreter Teil der Strecke betrachten, ohne ihn mit der Schwierigkeitsangabe der Tour gleichzusetzen.

Für die Auswahl können Sie die beschriebenen Merkmale gegenüberstellen: eine leichte Tour nach Protte mit Feld- und Bergblicken, eine weitere leichte Tour mit dem Radweg Spoleto–Assisi und eine mittelschwere Tour mit einem ebenen ersten Abschnitt. Straßenverhältnisse und Beschilderung können sich ändern. Prüfen Sie diese Angaben vor der Fahrt; auch die Sicht auf die Berge ist variabel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Perugia.

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