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In Scritto treffen mittelalterliche Baugeschichte, religiöse Überlieferungen und Spazierwege auf unterschiedliche Weise zusammen. Das Castello di Petroia liegt in der Ortschaft Scritto im Gemeindegebiet von Gubbio und beherbergt heute ein Hotel. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, die verschiedenen Schwerpunkte auseinanderzuhalten: Das Schloss steht für Bauform und Geschichte, die Kirchen für religiöse Bezüge und die Täler von Petroia für Spazierwege.

Castello di Petroia: Lage und Geschichte

Das Castello di Petroia ist ein mittelalterlicher Gebäudekomplex, den ein Mauerring umschließt. Es liegt strategisch zwischen Gubbio und Perugia und beherrscht das Chiascio-Tal sowie die Straße nach Assisi. Scritto liegt im Gemeindegebiet von Gubbio; Perugia gehört zum weiteren Lagebezug des Castello. Damit unterscheiden sich die konkrete Ortszuordnung und die landschaftliche Lage des Schlosses: Neben den beiden Städten prägen auch Tal und Straße die Einordnung.

Ein Dokument aus dem Jahr 1072 bezeugt den Ursprung des Castello di Petroia. Es ergänzt die bauliche Beschreibung um einen datierten historischen Bezug. Mauerring, mittelalterlicher Gebäudekomplex, Lage und Zeugnis zur Geschichte bieten so unterschiedliche Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich für das Schloss interessieren.

Kirchen und religiöse Überlieferungen

Die Pfarrkirche von Scritto ist dem Erzengel San Michele Arcangelo geweiht. Sie bewahrt die kleine Madonna Bruna, auch Madonna di Loreto genannt, die aus Caprignone stammt. Widmung und Marienbild geben der Kirche zwei unterschiedliche religiöse Bezüge: den Erzengel San Michele Arcangelo und ein Bild mit eigener Herkunft.

Die Chiesa di San Verecondo in Vallingegno ist eine Filialkirche der Pfarrei San Michele Arcangelo in Scritto. Die Abbazia di Vallingegno ist mit dem Leben des heiligen Franziskus verbunden. Der Überlieferung zufolge suchte Franziskus dort Zuflucht, nachdem er in der Nähe von Caprignone angegriffen worden war. Die Bezüge unterscheiden sich: In Scritto stehen die Pfarrkirche und das bewahrte Marienbild, bei San Verecondo die kirchliche Zugehörigkeit und bei der Abtei die Franziskusüberlieferung im Mittelpunkt.

Spazierwege und Anfahrt

In den Tälern von Petroia gibt es insgesamt 10 km Wege zum Spazierengehen. Die Zahl bezeichnet die Wege insgesamt und nicht eine einzelne 10-km-Tour. Wenn Spaziergänge für Sie zum Aufenthalt gehören sollen, können Sie diesen Umfang als eigenen Schwerpunkt neben den kirchlichen und historischen Themen betrachten.

Etwa eine Meile nach dem Dorf Scritto befindet sich auf der linken Seite die Ausschilderung zum Castello di Petroia; anschließend führt eine etwa 1,2 km lange Schotterstraße dorthin. Die beiden Angaben erfüllen unterschiedliche Orientierungszwecke: Die Meile verortet das Schild relativ zum Dorf, die 1,2 km beschreiben die anschließende Schotterzufahrt. Planen Sie diese als eigenen Abschnitt ein und prüfen Sie vor der Fahrt den Straßenzustand, da er sich ändern kann.

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