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Ein Wandgemälde aus dem 16. Jahrhundert und die Geschichte der Kirchen geben Ripaioli einen klaren kulturhistorischen Schwerpunkt. Ripaioli gilt als kleines mittelalterliches Dorf auf einer Anhöhe. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, können Sie zunächst prüfen, ob Kirchenbau, Ortsgeschichte und Landschaft zu den Themen gehören, die Ihren Aufenthalt prägen sollen. Die Zeitmaßstäbe reichen von der geologischen Entwicklung bis zu mittelalterlichen Ereignissen und kirchlichen Veränderungen im 16. Jahrhundert.

Ort und Landschaft

Das Gebiet von Ripaioli erstreckt sich bis zum linken Ufer des Tevere. Im Pliozän, einem Abschnitt des Tertiärs, sammelte sich dort ein Arm des Tiberinischen Sees. Diese Landschaftsgeschichte reicht weit vor die mittelalterliche Ortsgeschichte zurück. Wer nicht nur einzelne Kirchen, sondern auch die Entwicklung der Landschaft einordnen möchte, kann diese geologische Zeitschicht als eigenen Zugang zum Ort betrachten.

Kirchen, Architektur und Kunst

Die im Castello gelegene Kirche Santa Maria wurde 1729 erbaut und ersetzte San Sisto als Pfarrkirche. San Sisto war die frühere Pfarrkirche von Ripaioli und liegt etwas mehr als 100 Meter östlich außerhalb der Mauern des Castello di Ripaioli. So lassen sich sowohl der Wechsel der Pfarrkirche als auch die Lage der früheren Pfarrkirche im Verhältnis zum Castello einordnen.

Die Chiesa di San Sisto ist einschiffig, hat keinen Glockenturm und ein Satteldach; sie ist erhalten und teilweise restauriert. Einschiffig bedeutet, dass der Kirchenraum aus einem einzigen Schiff besteht. Zusammen mit dem Satteldach und dem fehlenden Glockenturm ergibt sich eine klare Vorstellung von ihrer Bauform. Wenn Sie die Kirche von innen besichtigen möchten, klären Sie die Zugangsmöglichkeiten vorab.

Die Burgkirche von Ripaioli ist dem Evangelisten Johannes und San Sisto geweiht. Ihr Glockenturm steht als eigenständiges, vom Kirchenbau getrenntes Bauwerk an dessen linker Seite. Ein Wandgemälde aus dem 16. Jahrhundert befindet sich in der Chiesa di Santa Maria della Mercede a Battifolle in Ripaioli; es zeigt die Madonna mit dem Jesuskind.

Mittelalterliche Geschichte und kirchliches Leben

Zur mittelalterlichen Ortsgeschichte gehören die Befestigung Ripaiolis und die Villa Battifolle. Die mächtige Familie Atti ließ die Villa 1205 auf dem Hügel von Ripaioli errichten. Ein Jahr lang besetzten perugische Truppen den Ort unter dem Kommando von Monaldo Brancaleone, dem Bürgermeister der Stadt Perugia. Im August 1314 wurde Ripaioli an Todi zurückgegeben.

Die früheste noch nachvollziehbare Pastoralvisitation fand am 30. April 1567 statt. Bischof Angelo Cesi von Todi führte sie durch; sie begann in San Sisto, das damals die Pfarrkirche des Castello di Ripaioli war. Auch die Taufpraxis unterstreicht die historische Bedeutung der Pfarrei: San Sisto war die einzige Pfarrei im umliegenden Gebiet, in der das Sakrament der Taufe gespendet werden durfte.

Frühere Feierlichkeiten

In der jüngeren Vergangenheit kamen zu den historischen Feierlichkeiten von San Sisto auch Menschen aus anderen Orten. Stände mit Speisen, Leckereien und Spielzeug gehörten dazu; die Feierlichkeiten endeten mit einem Ruzzolone-Wettbewerb entlang der Fahrbahn. Diese Verbindung aus religiösem Anlass, Marktständen und Wettbewerb ergänzt die Bau- und Kirchengeschichte um einen Einblick in frühere Festformen.

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