Calalzo Di Cadore liegt auf 806 m am rechten Ufer des Lago di Centro Cadore, kurz hinter Pieve di Cadore. Quellen, Kirchenkunst und Wege zu Fuß oder mit dem Rad prägen die verschiedenen Entdeckungsmöglichkeiten. Die Auswahl reicht von der Quellenlandschaft rund um Lagole und historischen Kirchen bis zu Spaziergängen, Wanderungen und einer 37 Kilometer langen Radtour. Für Ihre Planung hilft es, diese unterschiedlichen Schwerpunkte nach Ihren Interessen zu ordnen.
Lagole: Quellenlandschaft und frühe Geschichte
In Lagole verteilen sich zahlreiche Mineralwasserquellen oberirdisch und formen eine eindrucksvolle Landschaft. Mehrere Jahrhunderte vor Christi Geburt entstand hier ein paläovenetisches Heiligtum, das der Gottheit Trumusiate geweiht war. Das Museo Archeologico Cadorino, Enrico De Lotto gewidmet, bewahrt das vorrömische und römische archäologische Erbe des Heiligtums von Lagole bei Calalzo Di Cadore sowie des zentralen Cadore. So lässt sich Lagole sowohl als Ort mit auffälligen Quellen als auch im Zusammenhang mit der Geschichte des Cadore betrachten.
Zum Laghetto delle Tose führt ein Waldweg, der nicht für Rollstühle geeignet ist. Für Menschen mit Behinderungen verläuft von der Ortschaft San Francesco d'Ordsina ein Abschnitt einer Forst- und Weidewirtschaftsstraße in den Bereich der Lagole-Seen. Wenn Sie auf eine bestimmte Wegführung angewiesen sind, prüfen Sie vor dem Besuch, welcher Abschnitt für Ihre Planung relevant ist.
Kirchen, Gemälde und Holzbauten
Die Chiesa di San Francesco D'Orsina wurde 1522 im spätgotischen Stil erbaut. Auf ihrem Kirchhof befinden sich die Gräber von Partisanen aus dem letzten Krieg. Damit verbindet der Kirchenbesuch Baugeschichte mit einem Gedenken, das ebenfalls zum Ort gehört.
In Rizzios sind traditionelle Holzbauten des Typs tabià erhalten. Die Chiesa di Sant'Anna – Rizzios beherbergt kostbare venezianische Gemälde aus dem 17. Jahrhundert. Zwei Werke stammen von Gregorio Lazzarini: „La Vergine annunciata con il Padreterno“ und „La Vergine in gloria tra i santi“. Die benannten Gemälde geben diesem Kirchenbesuch einen konkreten kunstgeschichtlichen Schwerpunkt.
Die Chiesa della Beata Vergine del Caravaggio entstand 1822. Giuseppe Fiori errichtete sie anstelle eines älteren Bildstocks, der Santa Margherita gewidmet war. Zur Ausstattung gehören aufwendig gestaltete polychrome Fenster aus einer Werkstatt in Vicenza sowie ein Altarbild von Giovanni De Bettin da Costalta. Hier treffen die Entstehungsgeschichte des Gebäudes und mehrere klar benannte Kunstwerke zusammen.
Spaziergänge, Wanderungen und Radfahren
Das Val d'Oten liegt zwischen dem Monte Antelao und der Gruppe der Marmarole. Seine üppige Vegetation begleitet sowohl angenehme Spaziergänge als auch anspruchsvollere Wanderungen. Die Cascata delle Pile ist durch eine vom Wasser ausgewaschene Schlucht erreichbar. In Praciadelan gibt es eigens angelegte, ausgestattete Bereiche für gemütliche Spaziergänge und Picknicks. Diese Orte bieten unterschiedliche Naturerlebnisse; wählen Sie Ihre Unternehmung passend dazu, ob Sie einen Spaziergang oder eine anspruchsvollere Wanderung planen.
Für eine Radtour bietet sich die asphaltierte „Lunga via delle Dolomiti“ als eigenes Thema an. Der 37 km lange Radweg folgt der ehemaligen Bahntrasse, die 1964 stillgelegt wurde, und verbindet Calalzo di Cadore mit Cortina d'Ampezzo. Er beginnt am Bahnhof von Calalzo di Cadore. Länge, Verlauf und frühere Nutzung der Trasse geben der Radtour einen anderen Charakter als den Spaziergängen und Wanderungen im Tal.
Hinweis für Wohnmobilreisende
In La Bella stellt die Gemeinde Calalzo Touristen einen Wohnmobilstellplatz zur Verfügung. Wenn Sie mit dem Wohnmobil reisen, prüfen Sie die Verfügbarkeit vor der Abreise.
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