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Canale d’Agordo liegt auf 976 Metern am Eingang des Valle di Garés und trug früher den Namen „Forno di Canale“. Für die Orientierung bieten sich zwei Perspektiven an: das Tal als Landschaftsraum und die Zeugnisse zu Geschichte und Kunst im Ort.

Valle di Gares: Landschaft und Wege

Das Valle di Gares ist ein etwa 7 Kilometer langes Gletschertal. Es erstreckt sich vom Hauptort Canale d’Agordo in Richtung der Pale di San Martino. Im Gebiet Pian de Giare können Sie auf 1381 Metern in der Nähe des Gares-Teichs spazieren; der Teich ist als Biotop ausgewiesen. Spaziergänge in Teichnähe und die Biotop-Ausweisung sind zwei unterschiedliche Aspekte dieses Gebiets.

Ein weiteres konkretes Ziel sind die Comelle-Wasserfälle. Sie sind über den CAI-Weg Nr. 704 erreichbar, der in der Nähe der Capanna Cima Comelle beginnt. Anders als beim Spaziergang nahe dem Teich ist hier ein bestimmter Weg mit Nummer und Ausgangspunkt benannt. Die Wegbedingungen können variieren; prüfen Sie sie vor dem Aufbruch.

Kultur, Kunst und Geschichte

Das Museo Albino Luciani widmet sich Albino Luciani und dem historischen Kontext, in dem er aufwuchs. Die Dauerausstellung verteilt sich auf vier Etagen und umfasst einen multimedialen Rundgang. Audioguides werden auf Italienisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Polnisch angeboten. So können Sie bei der Besuchsplanung auch berücksichtigen, in welcher Sprache Sie die Ausstellung begleiten möchten.

In der Casa Natale di Papa Luciani befinden sich Gegenstände, die Albino Luciani und seiner Familie gehörten. Dazu zählen ein Radio sowie liturgische und zeremonielle Kleidung. Diese persönlichen Objekte setzen einen anderen Akzent als die thematisch angelegte Ausstellung im Museum.

Die Pieve di San Giovanni Battista in Canale d’Agordo ist seit 1361 dokumentiert. In der Kirche befinden sich ein Tabernakel von Andrea Brustolon aus dem Jahr 1696 und eine Orgel, die Gaetano Callido 1801 erbaute. Die Daten verweisen auf unterschiedliche historische Phasen: Die Kirche ist seit dem Mittelalter belegt, während Tabernakel und Orgel aus späteren Jahrhunderten stammen. Auch die Casa delle Regole gehört zur Baugeschichte des Ortes; die Familie Doglioni aus Belluno errichtete sie 1640.

Kunst begegnet Ihnen außerdem in verschiedenen Formen außerhalb einzelner Bauwerke. Im Gebiet von Canale d’Agordo wurden 31 Wandmalereien katalogisiert. Der Ort ist zudem in den Themenweg „La valle coi Santi alle finestre“ eingebunden. Ein weiterer spiritueller Kunstbezug ist der Kreuzweg: Er umfasst 15 Stationen mit bronzenen Reliefs von Franco Murer, die Momente der Passion Christi darstellen.

Ein weiterer Schwerpunkt im Winter

Das Centro Fondo Valle di Gares verfügt über eine schwierige Loipe, die für klassische Technik und Skating präpariert ist. Die Einstufung gibt eine konkrete Orientierung zum Anspruch der Strecke. Da Schnee und saisonaler Betrieb variieren können, prüfen Sie die Bedingungen, bevor Sie den Langlauf einplanen.

Wenn Sie Ihren Aufenthalt thematisch ausrichten möchten, bietet das Museum einen Schwerpunkt auf Luciani und seinem historischen Umfeld. Pieve, Casa delle Regole und die Wandmalereien eröffnen dagegen verschiedene Zugänge zu Bau- und Kunstgeschichte; Tal, Wasserfälle und Loipe setzen andere Akzente. So lässt sich Canale d’Agordo anhand der Landschaft, der historischen Zeugnisse oder einer bestimmten Aktivität ins Auge fassen.

Weitere Reiseziele entdecken: Vigo di Cadore, Campagna, Soverzene, Danta, Padola, Pian del Cansiglio, Feltre, Paderno.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Belluno.

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