Zum Inhalt

Eine Fresko-Sonnenuhr aus dem Jahr 1606 und die Spuren des historischen Bergbaus geben Colle Santa Lucia ein konkretes kulturelles Profil. Zugleich führen verschiedene Wegthemen vom Ortszentrum bis zum Passo Giau. So können Sie Ihre Reise danach ausrichten, ob Sie sich vor allem für Baugeschichte, Bergbau oder längere Wege interessieren.

Ortsgeschichte an Gebäuden und Ausstellungen

Die Cesa de Jan wurde von den Brüdern Chizzali zwischen dem späten 16. und dem frühen 17. Jahrhundert errichtet. Über dem Eingang ist die Jahreszahl 1612 angebracht. Im Gebäude befinden sich Dauerausstellungen zur Geschichte, zu den Bräuchen und Traditionen des Gebiets von Colle. Damit ergänzen die Ausstellungen die sichtbaren baulichen Details um Einblicke in die regionale Geschichte.

Eine weitere präzise Datierung finden Sie an der Meridiana, einer Fresko-Sonnenuhr aus dem Jahr 1606. Sie befindet sich in der Chiesa di S. Lucia, Via Villagrande 29. Wer sich für historische Zeitmessung und Wandmalerei interessiert, kann diesen Ort mit den Bau- und Ausstellungsthemen der Cesa de Jan in die eigene Kulturplanung aufnehmen.

Casa Piazza liegt an der Hauptstraße des historischen Zentrums von Villagrande in Colle Santa Lucia. Erkennbar ist das Gebäude an einem Rundbogen, der den Durchgang einer Saumpfadtrasse ermöglichte. Der Bogen erzählt damit auch von einer früheren Funktion des Durchgangs: Er ist nicht nur ein architektonisches Merkmal, sondern Teil einer Verbindung, die für den Saumverkehr angelegt war.

Bergbaugeschichte und Wege

Die Miniera dei Vauz ist eine Mine aus dem 17. Jahrhundert im Bereich der Miniere del Fursil. Das dort gewonnene eisenhaltige Erz war wegen seines hohen Werts für die Herstellung von Waffen geeignet. Für saisonal angekündigte Besuche bringt ein Kleinbus die Gäste zum Mineneingang; im Inneren begleitet eine Person den kurzen Besuch. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die Termine. Bei den Überresten alter Bergwerke am Maso di Troi lässt sich die Bergbaugeschichte auch entlang der Strada de la Vena weiterdenken.

Der vorgeschlagene Abschnitt der Strada de la Vena verläuft zwischen Colle Santa Lucia und dem Castello di Andraz. Am Maso di Troi, im östlichsten Abschnitt, sind Überreste alter Bergwerke und ein restaurierter Mineneingang zu sehen. Der Zugang ist etwas steil; in den Eingang kann man einige Dutzend Meter hineingehen. Ein höher gelegener historischer Verlauf der Strada de la Vena führt nach Pianaz und ist mit einer Gehzeit von fünf bis sechs Stunden verbunden.

Auch die Alta Via dell’Orso hat unterschiedliche Ausgangspunkte: Die orange Route beginnt im historischen Zentrum von Colle Santa Lucia, die grüne am Rifugio Fedare am Passo Giau. Der CAI-Weg 463 führt von Colle Santa Lucia zum Rifugio Fedare und ist 7,5 Kilometer lang. Für die Planung sind das unterschiedliche Anhaltspunkte: Beim Verlauf nach Pianaz ist eine Gehzeit genannt, beim CAI-Weg die Streckenlänge, bei den beiden Routen der Alta Via dell’Orso jeweils der Startpunkt.

Passo Giau und Anreise

Die östliche Hälfte des Passo Giau liegt in der Gemeinde Colle Santa Lucia. Der Pass wird von Wanderern, Radfahrern und Motorradfahrern genutzt. Von Colle Santa Lucia reicht der Panoramablick über das Val Fiorentina; im Hintergrund liegen Pelmo und Civetta. Damit stehen neben Kultur und Bergbau auch verschiedene Arten der Bewegung und ein markanter Landschaftsblick als Reiseinteressen zur Wahl.

Mit dem Bus ist Colle Santa Lucia von Mestre, Mogliano und Treviso bis Caprile erreichbar; anschließend geht es mit Dolomitibus weiter. Prüfen Sie die Verbindungen vor der Abreise. Wenn Sie eine Unterkunft in Colle Santa Lucia suchen, legen Sie zuerst fest, ob Ortsgeschichte, Bergbau oder ein längerer Weg den Schwerpunkt Ihrer Tage bilden soll.

Weitere Reiseziele entdecken: Spert, Cencenighe Agordino, Nevegal, Faller, Domegge Di Cadore, Pescul, Mareson-Pecol, Montebello.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Belluno.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.