Lamon verbindet Kulturgeschichte mit Wanderwegen und einer markanten Wasserlandschaft. In der Pfarrkirche San Pietro sind Fresken aus dem 16. Jahrhundert erhalten; die Nekropole von San Donato reicht zeitlich bis in die römische Antike zurück. Daneben stehen Wege mit konkreten Maßangaben, der Senaiga-Staudamm und regionale Esskultur. So können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts zwischen Archäologie, Wandern und Naturbeobachtung setzen.
Kirche, Nekropole und Museum
San Pietro bewahrt Fresken aus den Jahren 1560 bis 1570, die Marco Da Mel zugeschrieben werden. Die Nekropole von San Donato umfasst etwa 70 Gräber; genutzt wurde sie vom mittleren 1. Jahrhundert n. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. Damit treffen sehr unterschiedliche historische Zeiträume aufeinander: die datierten Fresken des 16. Jahrhunderts und ein Gräberfeld, dessen Nutzung sich über mehrere Jahrhunderte erstreckte.
Nahe dem Platz von Lamon liegt das Museo Civico Archeologico e la necropoli di San Donato. Es bewahrt Funde aus archäologischen Ausgrabungen, die von 2000 bis 2009 in Piasentot bei San Donato stattfanden. In San Donato di Lamon (BL) liegt auch der Canyon Val Senaiga.
Historische Wege und Wanderungen
Der bei Costa beginnende Abschnitt der Via Claudia Augusta heißt heute Via Pagana. Er ist vier Kilometer lang, leicht ansteigend und in den Fels eingeschnitten; der Weg ist begehbar. An der heutigen Straßenkreuzung ist die Sicht beeinträchtigt. Der Lamon Gran Tour ist eine Rundtour mit Panoramablick über das Tal. Erst in seinem letzten Abschnitt folgt er einem Teil der kaiserlichen Via Claudia Augusta.
Beim Wanderweg Arina, Chiappini, Toffoli führen die Etappen von der Kirche von Arina nach etwa 30 Minuten zum Ortsteil Piloni und nach weiteren rund 15 Minuten, hinter dem Col Sec, zum Ortsteil Chiappini. Die Gehzeiten sind Näherungswerte und hängen von den Gehbedingungen ab. Der Rundweg Anello Sala-Pezzè hat eine Länge von 5,4 Kilometern und 320 Höhenmeter; er ist für Kinder geeignet und kann mit Tieren begangen werden. Die beiden Wege bieten unterschiedliche Planungsangaben: eine Abfolge von Etappen mit ungefähren Gehzeiten oder eine Rundtour mit bezifferter Länge und Höhenmetern.
Il Ponte Romano besteht aus einem einzigen Joch aus lokalem Stein, das von einem Rundbogen getragen wird. Beim Bauwerk steht damit eine konkrete Konstruktionsform im Vordergrund, während der Lamon Gran Tour als Rundtour und die Via Pagana als ansteigender, in den Fels eingeschnittener Weg beschrieben sind.
Wasserlandschaft und Bergblicke
La Senaiga ist ein 62 Meter hoher Doppelbogenstaudamm. Er wurde zwischen 1949 und 1951 auf dem Gebiet von Lamon an der Grenze zur Provinz Trient errichtet. Über den See führt ein schwebender Fußgängersteg, von dem aus sich ein Panoramablick bietet. Am See und in seiner unmittelbaren Umgebung lassen sich zahlreiche Stockenten und Graureiher beobachten. Bauwerk, Ausblick und Vogelwelt geben der Senaiga jeweils einen eigenen Bezug für die Erkundung der Landschaft.
Der Monte Coppolo wird als natürliche Fortsetzung der Vette Feltrine und als Biodiversitätsschutzgebiet beschrieben. Sein Aufstieg gilt als schwierig und bietet Panoramablicke. Damit ist der Schwierigkeitsgrad ein wichtiger Unterschied für Wandernde, die diesen Berg in ihre Überlegungen einbeziehen.
Regionale Traditionen und Küche
Das Schaf der Rasse Lamon ist eine einheimische Population aus dem gleichnamigen Gebiet in der Provinz Belluno. Heute kommt sie hauptsächlich in der Gemeinde Lamon und in einigen weiteren Gemeinden des Valbelluna vor; ihre Verbreitung kann sich im Lauf der Zeit verändern. Das Fleisch der „fea“ wird in örtlichen Restaurants und bei Lebensmittelhändlern der Umgebung angeboten. Sortiment und aktuelle Verfügbarkeit können je nach Betrieb variieren.
Die Festa del fagiolo di Lamon findet jedes Jahr am dritten Septemberwochenende statt und dauert drei Tage. Sie bietet Gelegenheit, lokale Spezialitäten wie geräuchertes Schaffleisch zu verkosten. Außerdem umfasst sie ein umfangreiches Programm zur Entdeckung und Vermittlung des kulturellen und traditionellen Erbes der Region. Für die Planung rund um das Fest sind das wiederkehrende Septemberwochenende und die dreitägige Dauer die konkreten zeitlichen Bezugspunkte.
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