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Die Entdeckungen in Lentiai führen von bedeutender sakraler Kunst zu Wegen mit sehr unterschiedlichem Charakter. Die Kirche Santa Maria Assunta ist ein Nationaldenkmal Italiens; zugleich prägen ein Bergrücken mit Weiden und Wiesen, ein Bachuferweg und ein Weg mit Bildstöcken die Auswahl vor Ort. Damit können Sie Kulturgeschichte und Naturerlebnisse als getrennte Schwerpunkte betrachten oder beide Themen in Ihren Aufenthalt einbeziehen. Für die Planung ist vor allem die Frage hilfreich, ob Sie lieber Kunstwerke und historische Bauformen oder eine Landschaft zu Fuß erkunden möchten.

Kunst, Baugeschichte und Bildmotive

In der Santa Maria Assunta stehen zwei unterschiedliche Formen sakraler Kunst nebeneinander. Ein großes Polyptychon schufen Tiziano Vecellio und seine Werkstatt; den heiligen Tiziano darin malte Vecellio persönlich. Gerade diese Verbindung ist ein bemerkenswertes Detail: Das Werk entstand in Zusammenarbeit mit der Werkstatt, während ein Teil ausdrücklich von Tiziano selbst stammt. Die hölzerne Kassettendecke ergänzt das Altarwerk um zwanzig bemalte Tafeln. Ihre Szenen zeigen das Leben der Jungfrau Maria nach den Evangelien und den Apokryphen. So lassen sich die Bildinhalte nach zwei Gesichtspunkten unterscheiden: nach der Entstehung des Polyptychons und nach den verschiedenen Erzählmotiven an der Decke. Die Kombination aus Werkstattarbeit und Bildprogramm macht die Kirche zu einem markanten kunsthistorischen Schwerpunkt in Lentiai.

Auch die Eremo di San Donato führt Kunst und Landschaft zusammen: Die Einsiedelei birgt alte Fresken und liegt in Wäldern oberhalb von Ronchena und Lentiai. Die Villa Pantz ergänzt den Blick auf die Baugeschichte: Ihre heutige Gestalt stammt aus dem 16. Jahrhundert. Für einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt stehen damit sowohl sakrale Malerei als auch Architektur zur Auswahl.

Wege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Der Sentiero dei Capitelli Affrescati verbindet Lentiai mit dem Ortsteil Colderù und ist 800 Meter lang. Zum Weg gehören zehn von zeitgenössischen Künstlern bemalte Bildstöcke. Ihre symbolischen Bezüge greifen örtliche Traditionen und Handwerke auf. Damit unterscheidet sich der Sentiero von den Landschaftswegen: Seine Bildmotive geben der Strecke einen kulturellen Schwerpunkt, während bei den anderen Wegen Natur und Jahreszeiten stärker im Vordergrund stehen.

Der Anello Monte Garda verläuft auf einem Bergrücken durch Weiden und Wiesen, die sich im Frühjahr mit Narzissen bedecken. Im Winter kann der Anello mit Schneeschuhen begangen werden. So stehen zwei saisonale Akzente nebeneinander: Narzissen auf den Wiesen im Frühjahr und Schneeschuhgehen im Winter. Entlang des Anello liegt am Capitel de Garda eine Picknickfläche, ein benannter Ort für eine Rast an der Route.

Der Spaziergang zu den Laghetti della Rimonta hat ein anderes Profil. Er beginnt am Sportplatz von Lentiai, führt in Richtung Bardies und verläuft am rechten Ufer des Bachs Rimonta. Es ist ein leichter, entspannender Spaziergang, der sich auch für kleine Kinder eignet. Vögel, Amphibien, Reptilien und Insekten können beobachtet werden; mit etwas Glück kommen Hirsche und Rehe hinzu. Im Unterschied zum Bergrücken, den Weiden und den saisonalen Akzenten des Anello stehen hier Bachufer und Tierbeobachtungen im Vordergrund. So lassen sich die beiden Wege nach Landschaft und Aktivität unterscheiden.

Lokale Milchverarbeitung

Ein kulinarischer Bezugspunkt ist die Latteria di Lentiai. Sie wurde 1884 als private Molkerei gegründet und stellt Butter, Ricotta sowie Frisch- und gereifte Käsesorten her. Damit kommt neben Kunst und Wegen auch die lokale Milchverarbeitung als Thema für Ihre Entdeckungen hinzu.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Belluno.

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