Rocca Pietore bietet für einen Dolomitenaufenthalt verschiedene Anknüpfungspunkte: die Marmolada und das Val Ombretta, das Naturschutzgebiet Serrai di Sottoguda, historische Kirchen und Zeugnisse des Ersten Weltkriegs. Auch Handwerk und ladinische Küche gehören zu den Themen, mit denen Sie Ihre Reise gestalten können. So stehen Landschaft und Ortsgeschichte ebenso zur Wahl wie Einblicke in regionale Traditionen.
Landschaft zwischen Sottoguda und Marmolada
Das Naturschutzgebiet Serrai di Sottoguda erstreckt sich über etwa zwei Kilometer zwischen Sottoguda und Malga Ciapela am Fuß der Marmolada. Im Val Ombretta liegt ein weiterer Landschaftsraum im Gemeindegebiet von Rocca Pietore: Das Tal befindet sich zwischen den Bergen Fop und Marmolada. Es gehört zum Marmolada-System, dem zweiten von neun offiziell anerkannten und geschützten Systemen der Dolomiten. Damit begegnen Ihnen unterschiedliche Maßstäbe: ein räumlich umrissenes Schutzgebiet und ein Tal innerhalb eines anerkannten Dolomitensystems.
Route und Seilbahn: unterschiedliche Zeitangaben
Die Route zum Centro Geografico delle Dolomiti beginnt in der Nähe des Campingplatzes von Malga Ciapela. Auf einer asphaltierten Straße führt sie in etwa 20 Minuten zur Malga Gran Pian; danach verläuft ein breiter Weg bis zur Malga Ombretta. Die Wanderung ist für Erwachsene und Kinder geeignet, und entlang der Route gibt es mehrere Verpflegungsmöglichkeiten. Ein von lokalen Handwerkern handgefertigter Totem an der Route wurde am 24. Juni 2017 eingeweiht. Da die örtlichen Wegverhältnisse variieren können, prüfen Sie sie vor der Tour.
Von Malga Ciapela fährt außerdem die Marmolada-Seilbahn in zwölf Minuten auf den Gipfel. Ihr Betrieb ist saisonal; prüfen Sie die Betriebszeiten vor der Reise. Die beiden Zeitangaben sind nicht gleichzusetzen: Rund 20 Minuten entfallen auf den asphaltierten Abschnitt bis zur Malga Gran Pian, während die zwölf Minuten die Seilbahnfahrt bis zum Gipfel bezeichnen.
Kirchen in Rocca und Sottoguda
Die Pfarrkirche Santa Maria Maddalena befindet sich am Hauptplatz von Rocca. Sie wurde 1442 im gotischen Stil erbaut und am 2. Oktober 1494 geweiht; ihr Glockenturm entstand 1530. Die Kirche ist für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Prüfen Sie die Zugänglichkeit vor Ihrem Besuch.
Auch Sottoguda hat eine Kirche am Hauptplatz: Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist den Heiligen Fabian, Sebastian und Rochus geweiht. Zusammen bieten die beiden Ortskirchen unterschiedliche historische Bezugspunkte – die Baugeschichte der Pfarrkirche von Rocca und die Heiligenpatrone von Sottoguda.
Orte zum Ersten Weltkrieg
Im Gebäude der ehemaligen Grundschule in Sottoguda befindet sich das Carlo Delcroix Multimediazentrum, das dem Ersten Weltkrieg gewidmet ist. Touchscreens zeigen Bilder und Filme über Ereignisse des Krieges. Ein detailliertes Bodenmodell stellt die Umgebung mit Rocca Pietore, Sottoguda, dem Gebiet des Padon, Fedaia und der Marmolada dar.
Das Marmolada-Museum zum Ersten Weltkrieg auf Punta Serauta ist das höchstgelegene Museum Europas und liegt unmittelbar an Schauplätzen der Kämpfe. Im Sommer können die Galerien, Laufgräben und Stellungen außerhalb des Museums über eine kurze gesicherte Steiganlage besucht werden. Prüfen Sie die Bedingungen vor Ihrer Abfahrt. So lässt sich diese saisonale Möglichkeit bei der Planung von einem Besuch der Innenräume unterscheiden.
Handwerk und ladinische Küche
In Pian di Sottoguda können Besucher die Handwerksbetriebe besichtigen, die international für die Verarbeitung von Schmiedeeisen und Holz bekannt sind. Wenn Sie einzelne Werkstätten besuchen möchten, prüfen Sie deren Besuchsmöglichkeiten vorab.
Zur ladinischen Küche im Gebiet von Rocca Pietore gehören Casonzèi, auch Casunziei genannt: halbmondförmige Eiernudeln mit Füllungen aus Spinat und Ricotta, Kürbis, Roter Bete oder Kartoffeln. Die verschiedenen Füllungen geben einen konkreten Eindruck davon, wie vielfältig dieses regionale Gericht zubereitet wird.
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